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Di, 07:18 Uhr
03.11.2020
ifo Institut zu Autoindustrie

Geschäfte laufen derzeit deutlich besser

Die deutschen Autohersteller und ihre Zulieferer bewerten ihre Geschäftslage im Oktober merklich besser als im Vormonat. In die Zukunft blicken sie jedoch etwas pessimistischer. Das hat die aktuelle Konjunkturumfrage des ifo Instituts ergeben...

Grafik (Foto: Ifo München) Grafik (Foto: Ifo München)
Im Oktober stieg der Lage-Indikator auf minus 0,2 Punkte, nach minus 20,4 Punkten im September. Das Tief lag im April bei minus 86,2 Punkten. „Die Nachfrage nach Autos hat merklich angezogen. Das hat die Stimmung unter den Managern erheblich verbessert“, sagt der Leiter der ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe.

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Die Kapazitätsauslastung der Branche stieg im Oktober deutlich auf 86 Prozent, nach 73 Prozent im Juli. Die Anzahl an neu zugelassenen Autos von deutschen Herstellern ist schon im September um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Dieser Anstieg wird jedoch getrieben durch Elektro- und Hybridautos, von denen die deutschen Hersteller noch nicht so viele auf dem Markt haben.

Viele Indikatoren gaben jedoch nach. So fiel der Index der Erwartungen den vierten Monat in Folge, von 27,6 Punkten im September auf 17,7 im Oktober. Der außergewöhnlich hohe Auftragsbestand vom September konnte nicht gehalten werden. Der entsprechende Indikator sank von 51,5 auf 29,2 Punkte.

Die Unternehmen planen ihre Produktion nach wie vor zu steigern, sind jedoch etwas zurückhaltender als im September. Trotz allgemein guter Lage planen die Automobilhersteller derzeit Personalabbau.

Die Dynamik auf den Auslandsmärkten wird in den kommenden Monaten wohl etwas schwächer ausfallen (23,2 Punkte nach 31,3). Deutlich über 70 Prozent (2019: 74,8 Prozent) der in Deutschland produzierten Autos gehen in den Export. „Während die europäischen Hauptabnehmerländer Großbritannien, Frankreich, Italien oder Spanien und auch die USA noch immer fest im Griff der Corona-Pandemie sind, zieht die Nachfrage nach deutschen Autos in China wieder merklich an“, sagt Oliver Falck, Leiter des ifo Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien.

China war 2019 nach Großbritannien und den USA das drittwichtigste Exportland für die Automobilproduzenten in Deutschland. Der Gesamtexport von deutschen Autos ist in den ersten drei Quartalen 2020 um 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen und die Zahl wäre noch dramatischer, hätte China in den letzten Monaten nicht eine stützende Funktion gehabt.
Autor: psg

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