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So, 10:08 Uhr
31.07.2005

Kommt Pflichtvorsorge?

Nordhausen (js) Als Ergänzung zur gesetzlichen Rentenversicherung wird in Kreisen der Union eine Pflicht zur privaten Altersvorsorge ins Gespräch gebracht. Die Überlegung findet auch Zustimmung beim Rentenexperten Rürup


Diese Vorsorgepflicht solle eingeführt werden, sobald den Steuerzahlern ausreichend Geld im Geldbeutel bleibe, sagte Horst Seehofer (CSU) der "Welt am Sonntag". Nur die Gestaltung der Vorsorge solle jedem einzelnen überlassen bleiben.

Seehofer geht davon aus, dass viele Bürger eine freiwillige Versicherung aus Angst vor der Bürokratie oder aus Faulheit nicht nutzen. Es werde immer Menschen geben, die "mit der totalen Eigenvorsorge" überfordert seien, begründete Seehofer seine Forderung mit Blick auf die Pläne der FDP, die die gesetzliche Rente für die Zukunft nur noch als Basissicherung betrachtet. Mit einem Vorsorge-Zwang sei diesen Menschen besser geholfen.

Auch der Rentenexperte Bert Rürup sprach sich für eine Pflicht-Vorsorge aus. "Wir werden ein Obligatorium diskutieren müssen, wenn belastbare Zahlen über die staatlich geförderte Zusatzversorgung vorliegen", sagte Rürup der Zeitung. Einerseits müssten gerade Geringverdiener für die Rente sparen, andererseits müsse man aber auf die Sparfähigkeit der Menschen mit niedrigem Einkommen Rücksicht nehmen. Die Voraussetzung für eine staatliche Förderung einer Pflicht-Vorsorge müssten daher niedriger liegen als bisher. Es könne kaum dabei bleiben, dass lediglich gefördert werde, wer langfristig vier Prozent seines Bruttoeinkommens in die Privatvorsorge stecke, erklärte Rürup. Gleichzeitig bekräftigte er seine Auffassung, nach der auf längere Sicht eine Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahre unverzichtbar sei.
Autor: nnz

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