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Di, 17:03 Uhr
27.10.2020
Nach der Posse in der Region Hainleite:

Mittelständler fordern zügigen Breitbandausbau

Vor wenigen Tagen berichteten wir hier über das verwunderliche Vorgehen beim Breitbandausbau entlang der Landkreisgrenzen. Jetzt hat sich die Mittelstandsvereinigung (MIT) der CDU Nordhausen dazu positioniert und verlangt schnelles Handeln...

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Der Föderalismus aber auch das Europäische Vergaberecht bindet der Kommunalpolitik vor Ort oftmals die Hände. Jüngstes Beispiel des Dilemmas beschreibe der Breitbandausbau zwischen den Kreisgrenzen von Nordhausen und dem Kyffhäuserkreis vorbei am Örtchen Wernrode, moniert die MIT. Während der Kyffhäuserkreis im Rahmen eines Pilotprojektes schon fleißig den Breitbandausbau vorantreibt und sich dabei des Verteilkastens in Wolkramshausen bedient, muss sich der Landkreis Nordhausen mit seiner Vergabeentscheidung aufgrund einer Vergabebeschwerde weiter gedulden.

Der Vorteil liegt hier jedoch beim Landkreis Nordhausen, der auf ein Vectoring-Verfahren verzichtet und zukunftsorientiert auf den ganzheitlichen Glasfaserkabelausbau setzt. Dennoch sorgt dieser zeitliche Verzug für Unverständnis in der Bevölkerung und sorgt für deutlichen Unmut bei den ortsansässigen Unternehmen. Anlass genug, dass nun der Kreisvorsitzende der Mittelstandsvereinigung der CDU Nordhausen, Torsten Juch und Kreistagsmitglied René Fullmann (CDU) direkt nach einer Vergabeentscheidung eine schnelle Priorisierung der Umsetzungsstrategie der einzelnen Lose einfordern.

Hier sehen die beiden Politiker die Notwendigkeit frühzeitig die vorhandenen weißen Flecken aufzugreifen und sich mit dem künftigen Auftragnehmer an einen Tisch zu setzen, um im offenen Dialog die Herausforderungen zu kommunizieren. Als Beispiel führen sie die Region der ehemaligen Verwaltungsgemeinschaft Hainleite an, in denen die Ortschaften Hainrode, Wernrode und Nohra sowie das Gewerbegebiet Hainleite große weiße Flecken im Landkreis abbilden.

Die Bürgerinnen und Bürger dürften sich im Wandel neuer Innovationen nicht als Bürger zweiter Klasse fühlen, nur, weil sie sich für ein Leben auf dem Land entschieden haben, so Fullmann in seinen Ausführungen. Darüber hinaus leide in dieser Region ebenfalls die Wirtschaft, ortsansässige Unternehmen nicht nur im Gewerbegebiet hätten seit Jahren einen deutlichen Wettbewerbsnachteil. Der Versand von Angeboten per Fax, der seit mehr als einem Jahrzehnt der Vergangenheit angehören sollte, ist in der Firma von Torsten Juch jedoch ein alltäglicher Vorgang. "Wir können es uns nicht mehr leisten noch weitere fünf Jahre auf den Breitbandausbau zu warten. Die Konkurrenz wartet nicht auf uns", sagte Torsten Juch der nnz.

Unterstützung erhoffen sich die beiden von der lokalen Politik auch über die Parteigrenzen hinaus. "Am Ende des Tages sollten wir immer von unserem Südharz, unserer Heimat und unserer Verbundenheit sprechen, die wir auch unserer nachfolgenden Generation zukunftsorientiert übergeben können. Hier sind wir in der Pflicht im Wandel der Zeit auch unsere Hausaufgaben zu machen", verlangt René Fullmann abschließend.
Autor: red

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