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Fr, 12:20 Uhr
29.07.2005

90 Prozent hören schlecht

Nordhausen (nnz). Gestern machte das Hörmobil in Nordhausen Station (nnz berichtete). Und das war dringend nötig. Die meisten der getesteten Personen hören schlecht und wußten es nicht. Alle Testergebnisse finden Sie hier.


Andächtig lauschen, konzentriert hinhören, interessiert zuhören: Dies machten zahlreiche Besucher am Hören-Mobil am
28. Juli von 11 bis 18 Uhr auf dem Bahnhofsplatz. Die Hörtour 2005 der Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) machte mit kostenlosen Hörtests, einem Hörquiz und vielen weiteren Aktionen in Nordhausen das Hören zum Erlebnis. Viele nutzten die Gelegenheit für einen Hörtest. Ein 67-jähriger Mann: „Gott sei Dank kann ich hier im Schatten warten, bis ich zum Hörtest an der Reihe bin. Ich habe die Befürchtung, dass mein Gehör nicht mehr in Ordnung ist. Früher habe ich sogar das Ticken meiner Uhr gehört. Kann ich auch noch ein Paar Ohrenstöpsel bekommen? Die kann ich gut in meinem Urlaub gebrauchen.“
Insgesamt ließen 68 Passanten ihr Gehör testen, davon 28 am Schnellhörtester und 40 in der Kabine des Hören-Mobils. Bei fast 90 Prozent der Getesteten in der Hörtestkabine wurde eine Hörminderung festgestellt. In der Altersgruppe ab 61 Jahren hörten 4 Prozent gut. 50 Prozent aller getesteten hatte eine leichte, 42 Prozent eine mittlere und 4 Prozent eine erhebliche Hörminderung.

In Deutschland haben rund 14 Millionen Menschen eine Hörminderung. Betroffen sind Menschen jeden Alters. Dennoch neigen Jung und Alt dazu, den Wert des guten Hörens zu unterschätzen. Ein wichtiger Grund für die Fördergemeinschaft Gutes Hören mit ihrer mobilen Informations- und Aktionskampagne das Thema Hören in die Öffentlichkeit zu bringen. Die FGH ist ein bundesweiter Zusammenschluss engagierter Hörakustiker, die auf die Bedeutung des Hörsinns aufmerksam machen. An der Hörtour beteiligt sind auch der Deutsche Berufsverband der HNO-Ärzte, das Forum Besser Hören und das Deutsche Grüne Kreuz e.V. Das Hören-Mobil tourt vom 30. Mai bis zum 26. August durch 45 deutsche Städte.

An einer Mess-Station vor dem Hören-Mobil konnte man Musik in einer als angenehm empfundenen Lautstärke einschalten. Dort war dann zu sehen, wie lange man diese Musik hören kann, ohne den Ohren zu schaden. Über das Ergebnis waren viele erstaunt. Großen Anklang fand auch die Untersuchung mit dem Video-Otoskop. Mit Hilfe dieses Gerätes konnte der eigene Gehörgang und das Trommelfell auf einem Monitor sichtbar gemacht werden.

Als Experten für alle technischen und medizinischen Fragen rund ums Hören waren die Hörakustiker-Meister der örtlichen Fachgeschäfte „Damboldt GmbH“ und „Weitblick Optik & Akustik“ am und im Hören-Mobil. Für die zahlreichen Besucher gab es eine Fülle an Informationen über Hörsysteme und Gehörschutz. Wer die Hörtour verpasst hat, muss auf den kostenlosen Hörtest und die unverbindliche Beratung dennoch nicht verzichten. Die Hörakustiker der Fördergemeinschaft Gutes Hören stehen jederzeit zur Verfügung.
Autor: nnz

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