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Fr, 09:06 Uhr
02.10.2020
AfD übt Kritik an der Stadt Nordhausen

Keine Veranstaltung zum Tag der Deutschen Einheit

Die Nordhäuser AfD kritisiert, dass es zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit keine angemessene Gedenkveranstaltung in der Stadt Nordhausen, noch seitens des Landkreises gibt...

„Es ist allein der Stadt Ellrich zu verdanken, dass es mit dem traditionellen Rotbuchenfest überhaupt eine geeignete Veranstaltung gibt“, sagt Jörg Prophet, der der Stadt- und Kreistagsfraktion vorsitzt.

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„Allerdings gibt es in Nordhausen am 3. Oktober mit dem ‚Tag der Elektromobilität‘ eine offizielle Veranstaltung. Diese mag ihre Berechtigung haben, doch ein solches Format ist sicher nicht geeignet, des 30. Jahrestags zu gedenken. Dass keine Veranstaltung stattfindet, nicht mal ein kleines Platzkonzert o.ä., ist Ausdruck eines mangelnden Geschichtsbewusststeins und eines fehlenden Bewusstseins für die Wichtigkeit einer positiven Erinnerungskultur. Natürlich können auch Organisationen und Parteien einem Feiertag mit Programmpunkten begegnen, doch es sollte vornehmste Aufgabe gerade der Stadtverwaltung sein, den 3. Oktober auszugestalten. Die jetzige Situation ist schlicht und einfach ein Armutszeugnis für die Stadt.“

Bereits im letzten Jahr wurde der 30. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November nach Meinung der AfD nicht angemessen gewürdigt. Obwohl beide Tage für das Leben der Menschen in Ostdeutschland wichtige Zäsuren waren, so Prophet. Ihm sei klar, dass man seitens der offiziellen Stellen den Ausfall mit Corona rechtfertigen werde. „Das zählt aber nicht. Die Nordhäuser Gedenkkultur ist schon länger marginalisiert. Ich bin mir sicher, dass sowohl das Theater oder das Kulturamt in den Zeiten der Coronazwangspause gute Konzepte entwickelt hätten, um zum Beispiel die traditionelle Würdigung des Ehrenamts wieder vornehmen zu können. Gerade in diesem Jahr wäre dies mehr als angebracht gewesen. Denn eins ist Fakt: Ohne die freiwilligen Helfer hätten die Evakuierungen bei den Blindgängerfunden nie vonstatten gehen können. Die Geste für diese Menschen zum 3. Oktober wäre mehr als angemessen gewesen“, sagte Prophet.

Möglich wären sicher auch Diskussionsrunden, Vorträge der online-Veranstaltungen gewesen. „Und dreißig Jahre sind auch ein guter Anlass, den Opfer des DDR-Systems zu gedenken, über die guten und schwierigen Umstände der Deutschen Einheit zu sprechen, über die wichtige Rolle der Oppositionellen und der mutigen ‚Normalbürger‘, die auf die Straße gingen und Zivilcourage zeigten, und von denen viele mit Erstaunen sehen, dass 30 Jahre nach der Wende frühere Funktionäre wieder in Amt und Würden sind. Das Gedenken an den Jahrestag wäre für das kollektive Gedächtnis von Nordhausen wichtig, vor allem für die Kinder und Jugendlichen“, ist sich Prophet sicher. „Nichts ist geschehen, mir ist noch nicht mal der Ansatz eines Konzeptes bekannt.“
Autor: red

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Kommentare
Aus die Maus
02.10.2020, 09:17 Uhr
Frage
Welche Deutsche Einheit ?
Flitzpiepe
02.10.2020, 09:27 Uhr
Ein Treppenwitz
ist es, dass die Partei, die Deutschland immer mehr spaltet (ob gewollt oder nicht sei mal dahingestellt), nach einer Einheitsfeier ruft.
Herr Schröder
02.10.2020, 09:43 Uhr
Flitzpiepe
Na gegen irgend etwas muss man doch auch diese Woche wieder sein ;)
Kontrapost
02.10.2020, 09:55 Uhr
Ehrenamt würdigen
Es stimmt das ohne die Freiwilligen Helfer bei den Evakuierungen wohl nichts laufen könnte. Das geht von Feuerwehr über THW bis Hilfsorganisationen usw
Eine Untersuchung hat bestätigt das die Freiwilligen immer wichtiger bei der Bewältigung staatlicher Aufgaben werden, oft aber als "billige Jacobs" missbraucht werden und sich vermehrt auch so fühlen. Außer schönen Floskeln nach Einsätzen bleibt oft nichts. Deshalb stimmt es daß es schade ist, daß die Ehrung am 3. Oktober nicht mehr stattfindet.
diphileo
02.10.2020, 10:02 Uhr
volle Zustimmung
Ja, das stimmt. Letztes Jahr gab es zumindest noch eine sehr interessante Fotoausstellung "Familien vor und nach der Wiedervereinigung" in der Flohburg, die ich mit meinen Kindern besuchte. Diese Jahr zum 30. Jubiläum sucht man vergeblich nach einer Veranstaltung. Traurig.
Eckenblitz
02.10.2020, 10:10 Uhr
Liebe AfD
wenn man es von der richtigen Seite sieht, gibt es ja auch nichts zu feiern. Es würden wieder nur die gelobt preist, die mit der tatsächlichen Vereinigung nichts zu tun hatten, oder? Außerdem haben die Ostdeutschen nichts zu feiern. Es sei denn sie wollten feiern, dass sie von den Westdeutschen über den Tisch gezogen wurden. (siehe Treuhand) Wo sind den die Versprochenen GRÜNEN Landschaften und Industrie? Was noch gut war hat sich der Westen einverleibt und den Rest hat man schnell zerstört, man wollte ja seinen Mist los werden. Deshalb hat man sich auch schnell den ganzen Ostblock einverleibt, oder nicht? Der Westen hat sich durch den Zusammenbruch des Ostens erst wieder erholt, nicht wahr? Heute ist der Westen wieder am Rande eines Stillstands. Deshalb will man das ganze Land erneuern was heißt da Land die ganze EU will man erneuern. Schauen sie sich doch nur an, was man da für Flausen im Kopf hat. Und wer ist der Dumme, ja genau der deutsche Michel.
Paulinchen
02.10.2020, 10:13 Uhr
Was sollen wir denn feiern?
Das wir noch immer mehr Stunden arbeiten, gegenüber dem Westen?
Das unsere Arbeit nicht so bezahlt wird wie im Westen?
Das bisher die Rente nicht angeglichen wurde?
Das in Thüringen die niedrigste Rente gezahlt wird?
Das unsere Kinder weniger wert sind wie die im Westen (Mütterrente)?
Das es kaum Regierungsmitglieder gibt,welche aus dem Osten sind?
Das es kaum einen Ostdaxvorstandschef gibt?


Die Mauer in Berlin ist weg, dass weckte vor 30 Jahren viele Begehrlichkeiten im Osten. Nur der Schatten des Kapitals, trübte alles in kurzer Zeit wieder ein. "Niemanden soll es im Osten schlechter gehen, als im Westen...." Diese Aussage ist genauso viel wert, wie: "Wir schaffen das". Nur mit frommen Sprüchen und Prophezeiungen schafft man keine Einheit im Land.

Da bin ich wieder bei der Überschrift angekommen. Wählen durfte ich im Osten auch, geändert hat sich danach nichts. Und was nützt mir ein Wahlergebnis heute? (siehe letzte Wahl in Thüringen) Leider habe ich ein anderes Demokratieverständnis. Wollten wir nicht ein Mitbestimmungsrecht mit der Einheit erreichen?????
Phantom92
02.10.2020, 11:38 Uhr
Ist doch klar, das nichts gefeiert wird
Warum sollte unsere Rot-Rot-Grüne Landesregierung feiern, das vor 30 Jahren der feuchte Traum eines jeden linken Jüngers, nämlich eine Links-sozialistische Planwirtschaft, gescheitert ist.

Bei Bodo hängt die SED Flagge sicher auf halbmast im Wohnzimmer.
Mister X
02.10.2020, 12:52 Uhr
Pfui
Tag der Einheit, dass ist kein Grund zu feiern. Das ist ein Tag der Verspottung der gesamten Ostdeutschen Länder.
Leser X
02.10.2020, 13:05 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrages
Wolfi65
02.10.2020, 14:22 Uhr
Ein Hoch auf 30 Jahre Freiheit und Scheindemokratie!
Da wird sich doch wohl Jemand finden, der eine Trauerrede halten kann.
Kama99
02.10.2020, 15:08 Uhr
Was soll...
man an SED 2.0 in Thüringen feiern. Man ist 89 auf die Strasse gegangen um dieser Partei ein Ende zu setzten. Aber scheinbar ist es einigen lieber, wieder von "Roten" regiert zu werden.
jens81
02.10.2020, 15:19 Uhr
..
Dann geht doch wieder auf die Strasse um dem Drama der DDR 2.0 ein Ende zu bereiten.

Erich, liegt jetzt noch lachend in der Kiste, zuwas Erika im Stande ist.
Im Nu
02.10.2020, 15:37 Uhr
Feiertag
Der 3.Oktober ist aus meiner Sicht eher ein Feiertag für die Politik. Ich erinnere mich, dass vor 30 Jahren die Stimmung und Euphorie bei den meisten schon sehr gedämpft war. Der 9.November 89 ist der emotionalere Tag mit den schöneren Erinnerungen....
beindh59
02.10.2020, 17:21 Uhr
Kein Grund zum feiern...
denn nach 30 Jahren hinkt der Osten z.B. bei Löhnen und der Rente immer noch den dem goldenem Westen hinterher, ganz traurig. Da feiere ich doch lieber die baldige Eröffnung des BER ;-)
Katzengreis
02.10.2020, 19:35 Uhr
Durchaus Grund zum Feiern
Wieder mal Genörgel wie schlimm alles ist. Hallo , mal Augen aufmachen und dann vergleichen mit der grauen Vergangenheit. Zerfallene Häuser , marode Betriebe usw. Kann man übrigens wieder besichtigen, einfach mal tief in denn Westen fahren!
Ist wie eine Zeitreise.

Dieses Ossigejammer mit einer großen Portion Selbstmitleid nervt schon gewaltig.
Jammern auf extrem hohen Niveau nenn ich das.
Bin Ossi und froh das es die Wende gab.

Ist schon arm dieses Ereignis nicht angemessen zu begehen.
Junge21
02.10.2020, 21:07 Uhr
Feiern ...
Soll ich etwa feiern, dass seit 30 Jahren eine Kollegin 20 km weiter westwärts 300€ mehr in der Lohntüte hat als ich, obwohl wir dieselbe Arbeit machen? Nee, dankeschön, für mich gibt es da nichts zu feiern.
Echter-Nordhaeuser
02.10.2020, 21:12 Uhr
Katzengreis
Natürlich hatten wir marode Betriebe aber wir hatten noch welche vor allen Dingen große Betriebe. Wo sind sie denn hin in Nordthüringen?
Was wird denn heute noch im Osten für Löhne bezahlt und Renten? Bei Wohnungen ist es das selbe was nützen einen hochwertige Wohnungen klar schöne Sache müssen aber bezahlbar sein für Geringverdiener. Nebenkosten platzen aus den Nähten usw.usw. Das hat mit Ossigejammer nichts zu tun es ist die Wahrheit.
Paul
02.10.2020, 21:41 Uhr
Blick in die Heimat...
Nun es gäbe eine sehr einfache Lösung: man sollte aus dem Ehrenamt einen Beruf machen. Dann hätten die Leute ein zumindest einigermaßen angemessenes Einkommen. Und angesichts der üppigen Arbeitslosen wäre das eine gute Lösung Arbeitslosigkeit auf Dauer ab zu bauen ! Oder ?
Es werden sich für die Zukunft wohl kaum noch Ehrenamtliche finden. Denn wer geht schon gern UMSONST arbeiten? Also ich nicht und ich kenne auch Niemanden. Da muß in Zukunft wohl oder übel ein wenig umgedacht werden.
Paul
02.10.2020, 21:56 Uhr
Paulinchen.....
genau!!! Damals sind die Leute für FREIE WAHLEN und das MITBESTIMMUNGSRECHT der Bürger auf die Straße gegangen. Und was haben wir heute, verlogene Politiker, keine Mitbestimmung der Bürger. Im Gegenteil die wird von den Politokern einfach abgelehnt. Demokratie- das ich nicht lache. Und bei den wahlen wird betrogen und Manipuliert, damit auch ja immer die Gleichen oben bleiben.
Das beste Beispiel dürfte wohl die letzte Bundestagswahl gewesen sein. Ein endgültiges Wahlergebnis, daß 18:05Uhr schon fest stand, und das obwohl die Wahllokale erst 18:00 uhr schließen. Aber Putin kritiesieren wollen, der unlautere Mittel einsetzt. DER MANN ist der einzige der die Großmacht Rußland noch zusammenhält, und das paßt der Merkel nicht.
Also WAS sollten wir denn auch FEIERN??? Ich wüßte nichts, außer daß Deutschland vorm Ruin steht.
Henkel
03.10.2020, 08:04 Uhr
Flitzpiepe
es ist wohl eher ein Treppenwitz, wenn Anhänger der linken Fraktion der AFD so etwas vorwerfen. Ihr erschwert mit Eurer Politik eigentlich jeden Lebensbereich. Die Sicherheit, die Arbeitsplätze, natürlich auch Finanzen, die Bildung. Ich kann gar nicht alles aufzählen, wo ihr linken alles Positive unter falscher Moral verschlechtert. Und wer nicht folgt, wer es anspricht, spaltet? Wie weit könnte unser Land sein, ohne Euch Geldverteiler, Verschwender.
Nordthüringer
03.10.2020, 21:03 Uhr
Liebe nörgelnde Berufs-Pessimisten!
Es gibt tatsächlich nichts zu feiern zum Tag der Deutschen
Einheit?

Nein, so einfach ist das nicht!

Schon vergessen, dass vor über 30 Jahren eine mit
stacheldrahtbewehrten Zäunen und Mauern sowie Selbst-schußanlagen ausgestattete Grenze beide Teile Deutschlands trennte?
Und heute?
Kein antiimperialistischer Schutzwall mehr da, stattdessen
uneingeschränkte Reisefreiheit in alle Teile der Welt!

Wie vernagelt im Kopf muss man sein, um so etwas nicht
wertzuschätzen ???
Kontrapost
04.10.2020, 10:00 Uhr
Landratsamt und Ellrich mit gelungener Veranstaktung
Die Gedenkveranstaktung zum 3. Oktober zwischen Ellrich und Walkenried war gelungen. Landrat, Bürgermeister Pasenow und die Redner aus Niedersachsen fanden die passenden Worte.
Es zeigt, dass auch in Corona-Zeiten Gedenken und Feiern möglich ist.
Dass in Nordhausen als größter Stadt nichts stattfand ist ein weitere Beweis für Desinteresse auch gegenüber dem Ehrenamt, das jahrelang an diesem Tag geehrt wurde. Traurig. Vielleicht sollten die Ehrenamtlichen bei der nächsten Evakuierung mal zuhause bleiben.
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