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Fr, 08:30 Uhr
02.10.2020
SPD-Kreisverband zum Jubiläum der Wiedervereinigung

SPD zu 30 Jahren Deutsche Einheit

30 Jahre Wiedervereinigung, ein Tag zum Feiern. Dieses Datum bedeutet auch 30 Jahre Wiedergründung des Freistaats Thüringen, den Einzug der parlamentarischen Demokratie und damit auch der Sozialdemokratie in den Thüringer Landtag. Dazu die Nordhäuser SPD...

Auch nach 30 Jahren gibt es noch einiges zu tun, um die Unterschiede zwischen alten und neuen Bundesländern, sprich zwischen Ost und West, geringer werden zu lassen. „Die Lebensleistungen der Generation meiner Eltern wird nach wie vor oftmals nicht wertgeschätzt und anerkannt.

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Deshalb ist es uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten besonders wichtig, gleichwertige Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland zu erreichen. Dazu sind wichtige Schritte unternommen worden. Insbesondere die Einführung der Grundrente auf SPD-Initiative ist ein wichtiger Punkt. Die gleiche Bezahlung in Ost und West sowie die weitere Anhebung des Mindestlohns sind nächste Stufen, die erreicht werden müssen, nicht nur in der Theorie“, beschreibt die SPD-Kreischefin Anika Gruner ihre Ansichten.

„Auch in der jungen Generation sind die Unterschiede zwischen Ost und West manchmal noch zu spüren. Trotzdem bin ich optimistisch, dass in Zukunft immer weniger auf das was uns trennt, sondern auf das was uns verbindet, geachtet wird“, so die Kreisvorsitzende der Nordhäuser Jusos Sophie Meinecke.

Juso Jan Niklas Reiche spricht jedoch auch einen negativen Punkt an: „Mich nerven pauschale Phrasen über die Ostdeutschen. Die Bürger der neuen Bundesländer sind weder pauschal rechts, fremdenfeindlich oder miesepetrig. Das ist einfach ein falsches Bild, wir sind viel offener und vielfältiger.“
Trotzdem glaubt auch Reiche an ein baldiges Ende der Klischees: „Mit den richtigen politischen Ansätzen können wir die Unterschiede beim Lohn, aber auch bei den Lebensverhältnissen überwinden.“

Alles in Allem bleibt der Nordhäuser Kreisverband der SPD optimistisch, dass Ost- und Westdeutschland in Zukunft weiter zusammenwachsen werden. „Wir sind eine Partei für alle Regionen Deutschlands. Egal ob Osten, Westen, Norden oder Süden - jeder Bürger und jede Bürgerin soll die gleichen Chancen haben, sein Leben nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten“, erläutert Gruner abschließend.
Autor: red

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Kommentare
Psychoanalytiker
02.10.2020, 11:55 Uhr
FALSCH !!!
Es gab keine "Wiedervereinigung", sondern einen "Beitritt". Von westlichen "Politik-Eliten", aber auch von vielen "Versagern", (und von diesen auch noch "über den Tisch gezogen"), wurde den ehemaligen DDR-Bürgern (einschließlich den unerfahrenen Hoffnungsträgern des Runden Tisches) das (zwar nicht schlechte, aber von der BRD verfasste) Grundgesetz übergestülpt. Bei einer "Wiedervereinigung" hätte sich Deutschland nämlich eine GEMEINSAME VERFASSUNG geben sollen. Dazu kam es nicht. Leider vergaß man auch noch, dass laut GG alle Menschen "vor dem Gesetz GLEICH" sind. Daher sind heute z.B. auch Löhne und Renten sehr, sehr UNGLEICH und ein Rentner erhält z.B. etwa 48 Prozent seines ehemaligen Verdienstes. War da nicht etwas? Ach Ja, diverse Sozialverbände verkünden immer wieder, dass man in Deutschland als arm gilt, wenn man 60 oder weniger Prozent, des Duchschnittsverdienstes erhält. Da die Schulbildung den kleinen "Königen der Kultusministerien" unterliegt, kommt dann heraus, das 48 Prozent größer als 60 Prozent sind. Die SPD macht nicht wirklich etwas dagegen.

Liebe SPD, ich war mal völlig auf Eurer Seite, aber durch Eure Anbiederung an die CDU/CSU und das ständige kuscheln (zum Zwecke der Einhaltung des "Koalitionsfriedens") glaube ich nun nach 30 Jahren auch an den Spruch " Wer hat uns verraten? Die ...."

LEIDER !!!
Katzengreis
02.10.2020, 19:46 Uhr
Hat die SPD echt geschafft
Gleichwertige Lebensverhältnisse haben die Genossen echt geschaffen! Hartz 4 ist in Ost und West gleich bescheiden....
Paul
02.10.2020, 21:30 Uhr
Psychoanalytiker
Genau so ist das. Es hat nie eine Vereinigung der beiden deutschen staaten gegeben. Den DDR Bürgern wurde einfach der Westmüll aufgedrückt und NIEMAND der DDR Bürger wurde gefragt ob sie den Dreck wollen und ob sie damit einverstanden sind.
Eine Vereinigung zweier Staaten sieht anderst aus. Die DDR wurde einfach nur billig eingesackt, fertig.
Und zu feiern gibt es GARNICHTS, oder sollen wir feiern, daß Ostdeutsche nach 30 Jahren immer noch viel schlechter bezahlt werden für die gleiche Arbeit ? Das soll wohl ein Witz sein. 30 Jahre Vereinigung, die könnt ihr euch in den Ar.... schieben !!!
Fönix
03.10.2020, 05:34 Uhr
Grund zum Feiern haben heute
neben den Großindustriellen in erster Linie die Politiker, die handlangernde Beamtengefolgschaft sowie die ganzen Beraterstäbe und der nachfolgende Tross von sonstigen Speichelleckern in ungezählten Institutionen der öffentlichen Hand. Gut versorgt mit auskömmlichen steuerfinanzierten Einkommen und vergleichsweise üppigen Ruhestandsbezügen lässt es sich gut leben und noch besser Party machen. Zumindest wenn man kein Gewissen hat. Da der überwiegende Teil der betreffenden Führungsgremien aber fast ausnahmslos aus dem Westen kommt, mache ich mir in dieser Hinsicht keine Sorgen.

Wie stellt sich die ganze Misere aber nach dreißig Jahren für die Mehrheit der kleinen Leute dar? Mindestlohn und aufstockungsbedürftige Renten, kaum noch bezahlbarer Wohnraum, kaputte Knochen von der Maloche, zerbrochene Familien, viel Bitterkeit und wenig Hoffnung prägen hier das Meinungsbild. Düstere Zukunftsaussichten infolge der katastrophalen demografischen Entwicklung setzen dem Ganzen die Krone auf. Ja, in Syrien und anderswo auf diesem faulenden und sterbenden Globus sind die aktuellen Probleme noch viel größer, aber soll das wirklich unser Maßstab sein?

Wenn man bedenkt, dass es in den letzten 10 Jahren eine nie dagewesene Phase der Hochkonjunktur gegeben hat, ist es ein Skandal, dass den kleinen Leuten dabei nur die Rolle des Zaungastes zugebilligt wurde. Sie ziehen in der Mehrzahl heute eine vergleichsweise bittere Bilanz, denn ihr Vertrauen wurde insbesondere unmittelbar nach der Wende schändlich missbraucht und die Früchte dieses Goldrausches wurden von anderen geerntet.
Fönix
03.10.2020, 05:49 Uhr
Wie konnte es dazu kommen?
Ausgangspunkt war neben vollmundigen Versprechen von blühenden Landschaften unter anderem das nicht immer segensreiche Wirken der Treuhand (gestern Abend vor laufender Kamera von WolfgangThierse so oder so ähnlich geäußert!), die von der großen Politik ins's Leben gerufen und entsprechend instruiert (wer macht sich in diesen Kreisen schon selber die Hände schmutzig!) ganze Landstriche und insbesondere die entsprechenden Immobilienwerte flugs für kleines Geld an solvente Wessi's verhökert hat. Ein Prozess, der vor allem bei land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen bis heute anhält und mich zunehmend an das erinnert, was nach dem 2. Weltkrieg als Bodenreform in die Geschichte eingegangen ist, halt nur in umgekehrter Richtung. Man darf sich gerne darüber streiten, was mehr Schaden in der Gesellschaft angerichtet hat. Für mich ist in der heutigen Zeit der Zustand unserer Gesellschaft in erster Linie dadurch kennzeichnend, dass die beiden Länder heute zwar wieder vereint sind, die Gesellschaft der darin lebenden Menschen aber so tief wie noch nie gespalten ist. Auf der Politischen Bühne trägt die SPD nach meiner Wahrnehmung die Hauptverantwortung. Sie hat ihre ursprünglichen Ideale aus ihrer Gründerzeit längst eingemottet und die Verantwortung für die Umsetzung der politischen Interessen der Arbeitnehmerschaft zwischenzeitlich aufgekündigt. Sie kümmert sich nunmehr seit geraumer Zeit ganz ähnlich übrigens wie die GRÜNEN (und zunehmend auch die Linken) in erster Linie um die eigenen inneren Interessen. Dass sie damit das Vertrauen von Millionen Menschen dauerhaft verspielt hat, scheint in den immer schneller wechselnden und dabei zunehmend farbloser werdenden Führungsriegen niemanden zu stören, allen verheerenden Wahlergebnissen zum Trotz.

Ach so, eine ganz besondere Gruppe, deren segensreiches Wirken wir hier in den neuen Bundesländern zumindest in der aktuellen omnipräsenten Ausprägung auch erst nach der Wende kennenlernen durften, hätte ich in meinem vorstehenden Kommentar beinah vergessen: Auch bei den Großclans, bei den Zuhältern, Drogenhändlern und Schutzgelderpressern dürften in der Gesamtbeschau natürlich heute die Sektkorken knallen und die Wasserpfeifen kreisen!
diskobolos
03.10.2020, 10:32 Uhr
Wer 30 Jahre nach der Wende immer noch Grund ...
zum Jammern hat, ist vielleicht auch selbst Schuld. Wer glaubt, dass seine Arbeit nicht angemessen bezahlt wird, sollte sich einen anderen Arbeitgeber suchen. So funktioniert Arbeitsmarkt. Die Jungen können da hingehen, wo sie wollen. Die ältere Geration hat doch damals für einen schnellen Anschluss gestimmt. Schon vergessen?
Die ausgezahlten Renten sind im Osten übrigens deutlich höher als im Westen, wegen des längeren Erwerbsbiografie. Einfach mal googeln.
Natürlich sind nach der Wende auch Fehler gemacht worden. Darüber zu diskutieren ist genau so sinnvoll, wie über die Schlachten des 2. WK. Im Großen und Ganzen ist der "Aufbau Ost" gut gelungen. Städte wie Potsdam, Dresden und Leipzig machen die Wessies nur neidisch.
Aber ich weiß, hätte man nur auf manche Kommentatoren gehört, wäre alles heute viel besser...
Wolfi65
03.10.2020, 10:49 Uhr
Exzellente Formulierung
Besser kann man es nicht ausdrücken.
"Eine Handlangernde Beamtengefolgschaft".
Eine Kaste, welche sich aus dem Staatssäckel bedient und scheindemokratische Gesetze durchsetzt, um den kleinen Mann notfalls bei Wiederstand enteignet und hinter Schloss und Riegel bringt.
Freiheit und Demokratie nur so lange, wie es einer gewissen Clique von Gesetzesvertretern in den Kram passt.
Wer nach 30 Jahren fragwürdiger Existenz dieses neuen Konstruktes, immer noch nicht zufrieden ist, kann wohl nicht ganz richtig im Kopf sein und muss unverzüglich in eine psychiatrische Einrichtung gebracht und dort am besten für immer entsorgt werden, denn man will ja Niemanden in einer JVA einsperren, um nicht als Polizeistaat zu gelten.
Dann wäre ein Unterschied zur DDR kaum noch zu erkennen.
diskobolos
03.10.2020, 14:01 Uhr
@ Wolfi
Sie müssen wirklich in einem anderen Land leben als ich: Beamte, die sich nur bereichern, ein Staat, der Unschuldige einsperrt, Das alles von einer Clique gesteuert, die sich immer wieder an die Macht putscht, Um Wievieles wäre es doch schöner in einem anderen Land! In welchem eigentlich?
Wolfi65
03.10.2020, 17:15 Uhr
Jetzt noch mal für die Einheitsdenker
Ich schließe mich restlos dem Paul im letzten Satz an.
Die Feier aber ganz tief dahin, wo keine Sonne hinscheint.
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