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Mo, 10:46 Uhr
11.07.2005

Gespräche und Investitionen

Nordhausen (nnz). Eigentlich gibt es nicht viel Neues aus der Nobas zu berichten. Und brodelt es immer weiter hinter den Kulissen. Aber: Es wird auch in Neues investiert.


Noch in diesem Monat stehen nach Informationen der nnz weitere so genante Kammertermine am Nordhäuser Arbeitgericht an. Die Arbeitsrichter müssen sich – wie schon in den Wochen zuvor – mit der unrechtmäßigen Nichtzahlung von Lohn und Gehalt beschäftigen. So jedenfalls sehen es Gewerkschaft und Betriebsrat. Dessen Chef, Eberhard Klaus, kann nach seiner fristlosen Kündigung und dem ausgesprochenen Hausverbot wieder seiner Betriebsratsarbeit nachgehen. Das Nordhäuser Gericht hatte eine einstweilige Verfügung ausgesprochen. Gegen die fristlose Kündigung ist ebenfalls geklagt worden, dort soll es Ende August zu einem weiteren Termin am Arbeitsgericht in Nordhausen kommen.

Heute schon sollen sich die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseiten zu weiteren Gesprächen treffen. Getroffen hatte sich Anfang des Monats auch Eigner Günter Papenburg mit Beschäftigten der Nobas. Dort soll er verkündet haben, dass er niemanden entlassen wolle, der bereit sei, mit ihm gemeinsam weiter den Weg zu gehen. Bleibt nur noch offen, zu welchen Konditionen dieser Weg weiter zusammen zurückgelegt werden soll. Für die Gewerkschaft IG Metall ist indes klar, dass sie für weitere Gespräche mit dem Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie Thüringen zur Verfügung stehen wird.

Ein weiteres positives Signal aus dem Unternehmen ist auch die Nachricht, das ein bestehendes Gebäude zu einem modernen Verwaltungs- und Sozialtrakt um– und ausgebaut werden soll. Dazu wollen die Nobas-Eigner 2,5 Millionen Euro in die Hand nehmen. „Vor allem sollen sich die sozialen Bedingungen für unsere Mitarbeiter wesentlich verbessern und den modernen Standard anpassen“, so Geschäftsführer Aribert Kupsch gegenüber der nnz. Er hofft immer noch, dass bei der Arbeitnehmerseite die Vernunft siegen werde. Das hofft man auch auf dieser Seite. Momentan ist der Graben, der die beiden Vorstellungen von Vernunft trennt sehr breit und tief. Ob die in dieser Woche wieder aufgenommenen Gespräche Breite und Tiefe abbauen können, sie dahingestellt.

Die Auftragslage in beiden Unternehmen wird sowohl von Seiten der IG Metall als auch von Aribert Kupsch als „nicht so schlecht“ bezeichnet. Nach nicht bestätigten nnz-Informationen sollen sogar Arbeitnehmer, die nach einer Umstrukturierung Anfang des Jahres entlassen wurden, wieder arbeiten können.
Autor: nnz

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