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Mo, 07:04 Uhr
11.07.2005

Heiße Phase beginnt

Nordhausen/Scharzfeld (nnz). Wer derzeit mit den Zügen der Südharzstrecke unterwegs ist, sieht an vielen Stellen bereits die Vorbereitungen für die "heiße Phase" der geplanten Sanierung. In Scharzfeld wird bereits gebaut, und an der Strecke zwischen Scharzfeld und Walkenried wurden bereits viele Vorbereitungen getroffen.


Momentan besteht noch der Schienenersatzverkehr zwischen Northeim und Göttingen wegen der dortigen Bauarbeiten. Ab Mitte Juli werden jedoch alle Südharzer Züge wieder durchgehend bis und ab Göttingen fahren. Dafür geht es dann zwischen Scharzfeld und Walkenried zur Sache. Vom 16. Juli bis zum 14. August wird das Gleis Scharzfeld - Walkenried vollständig erneuert. Der Zugverkehr kann in dieser Zeit von Montag bis Freitag nur eingleisig abgewickelt werden. An den 4 Wochenenden wird er wegen der Sanierung mehrerer Bahnübergänge ganz auf die Strasse verlegt. Es verkehren dann Omnibusse zwischen Herzberg und Walkenried und zurück.

"Das bringt alles Erschwernisse mit sich, doch soweit wir dies beurteilen können, bemüht sich die Bahn, die Belastungen für ihre Kunden in Grenzen zu halten. Kunden im Abschnitt Herzberg - Göttingen sind praktisch überhaupt nicht betroffen. Am Ende haben wir - wenn der Bahnhof Scharzfeld im Oktober auch noch umgebaut ist und der neue Haltepunkt Bad Lauterberg in Barbis in Betrieb geht - aber eine weitgehend erneuerte und für 20 Jahre ertüchtigte Südharzstrecke mit schnellen Fahrzeiten" meint Michael Reinboth von "Höchste Eisenbahn für den Südharz".

Ab Mitte Juli folgende Änderungen
Montag bis Freitag verkehren die Züge in Richtung Nordhausen ab Scharzfeld auf dem "falschen Gleis" und müssen in Scharzfeld einen längeren Aufenthalt einlegen. Die Kreuzung mit dem jeweiligen Gegenzug wird nach Walkenried verlegt. Alle Züge kommen in Nordhausen einige Minuten später an, es werden jedoch alle Anschlüsse nach Halle und Erfurt erreicht. In der Gegenrichtung fahren die Züge in Nordhausen zur Minute 30 ab, nehmen aber ebenfalls alle Anschlüsse aus Halle und Erfurt auf. Zwischen Scharzfeld und Göttingen treten in beiden Richtungen keine Änderungen ein.

An den Wochenenden enden die Züge in Herzberg bzw. Walkenried. Dort muss jeweils in Omnibusse umgestiegen werden, die eine längere Fahrzeit als die Züge benötigen. Der Fahrplan im Abschnitt Herzberg - Göttingen und zurück bleibt gleich, alle Anschlüsse in Northeim und Göttingen bleiben bestehen. Im Abschnitt Herzberg - Walkenried - Nordhausen kommt es zu Verzögerungen. In Nordhausen fahren die Züge deutlich früher ab. Es können nicht alle Anschlüsse aus Halle und Erfurt erhalten werden. Da auf beiden Strecken aber ein Stundentakt besteht, wird der Aufenthalt in Nordhausen nicht übermäßig lang sein. Die Züge fahren in Richtung Nordhausen in Walkenried auch deutlich später ab und erreichen Nordhausen später, was ebenfalls zum Verlust von Anschlüssen führt.

Bei den Wochenenden gilt es zudem noch zwei Phasen zu unterscheiden: Am 16./17. Juli, 23./24. Juli und 13./14. August wird der Busverkehr "zügig" abgewickelt, an den beiden anderen Wochenenden müssen die Busse selbst wegen der Sanierung und damit verbundenen Sperrung einiger Bahnübergänge Umwege machen und ihre Fahrzeit verlängert sich entsprechend. Aber selbst hier warten zum Beispiel die Regionalbahnen nach Halle die Ankunft der Züge aus Walkenried ab.

Die Deutschen Bahn gibt zum eingleisigen Verkehr und zum Busverkehr an den Wochenenden ein eigenes Faltblatt heraus, dass an allen Bahnhöfen erhältlich ist. Die Bahnauskunft im Internet ist ebenfalls auf den "SEV" eingerichtet und druckt die jeweiligen Verbindungen mit den Bussen aus.

Für den Oktober steht ein nochmals zwei Wochen in Anspruch nehmender Umbau in Scharzfeld an. Hier wird es erneut zu einem "temporären" Fahrplan kommen.
Autor: nnz

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