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Do, 19:59 Uhr
07.07.2005

Stacheldraht im Foyer

Nordhausen (nnz). Eine interessante Ausstellung ist heute im Nordhäuser Rathaus eröffnet worden. Sie reflektiert Vergangenheit und mahnt gleichzeitig die kommenden Generationen. Einzelheiten mit dem bekannten Klick.

Stacheldraht im Foyer  (Foto: nnz) Stacheldraht im Foyer (Foto: nnz) Wer sich nicht um die Vergangenheit kümmert, ist verdammt, sie noch einmal zu erleben.“ Mit diesem Zitat appellierte heute Alexander Bauersfeld (im Bild) gegen das Vergessen von politischen Verfolgungen in der Sowjetischen Besatzungszone und in der DDR. Mit der Ausstellung „Mauern-Gitter-Stacheldraht“, die ab heute im Rathaus-Foyer zu sehen ist, wolle man an die Unterdrückung von Menschen in einer Diktatur erinnern, sagte der ehemals selbst in Cottbus Inhaftierte.

Die Ausstellung, die von dem Bundesministerium des Innern gefördert wird, zeigt an Hand von sechs Schicksalen aus verschiedenen Zeiten wie in der Sowjetischen Besatzungszone aber auch in der DDR Biografien von Menschen zerstört wurden. Die Beispiele weisen nach, wie man in einer Diktatur, aus Gründen in Haft genommen werden konnte, die in einer Demokratie zu den Freiheitsrechten des Bürgers gehören. Die Exposition ist bis zum 29. Juli im Rathaus-Foyer zu den Öffnungszeiten der Stadtverwaltung zu sehen. Der Eintritt ist frei. Ein Ausstellungskatalog ist für 5 Euro in der Stadtinformation erhältlich.
Autor: nnz

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