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Mo, 13:53 Uhr
15.10.2001

Kalkberg bleibt unberührt

Nordhausen (nnz). Im nordöstlichen Teil von Nordhausen befindet sich das Gipskarstgebirge „Rüdigsdorf / Kalkberg“. Dieser war in den letzten Jahren gefährdet, zur Sicherung der Ressourcen, dem massiven Abbau zum Opfer zu fallen. Nun endlich konnte die Stadt in ihrem Kampf dagegen einen Erfolg für sich verbuchen. Der Kalkberg bleibt bestehen. nnz war vor Ort.


nnz-Foto: V. Fischer Das Gelände des Kalkberges umfasst etwa 28 Hektar, ein weitläufiges Gebiet mit ökologisch wichtiger Flora und Fauna. Mehrere Stadtratsbeschlüsse und letztlich die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Weimar machten es nunmehr möglich, die Erhaltung des Kalkberges, zu erreichen. „Wir wollen eine unzerschnittene Gipskarstlandschaft“, so Oberbürgermeisterin Barbara Rinke, „Insbesondere die „Rüdigsdorfer Schweiz“ und deren Nutzung als Erholungsgebiet, natürlich nur unter Berücksichtigung aller naturschutzfachlichen Belangen, ist wichtiger Bestandteil unserer Region.“

Seit 1997 bemühte sich die Südharzer Gipswerke GmbH um den Erwerb der Flächen am Kalkberg und erreichte ein Jahr später den Kaufvertrag. Steffen Meyer vom Umweltamt: „Vor vier Jahren, als dieses Unternehmen mit dem Kalkberg auf ihre Rohstoffsicherung und den zukünftigen Gipsabbau zielte, haben wir uns als Stadt entschlossen, unser Vorkaufsrecht wahrzunehmen. Problematisch für dieses Gebirge und einem geplanten Abbau seitens der Gipswerke ist der Fakt, dass sich Gipskarst nicht renaturieren lässt. Deswegen mussten wir schnell handeln und konnten jetzt nach langem Rechtsstreit diesen mit einem Vergleich zu Gunsten der Naturlandschaft "Rüdigsdorfer Schweiz" für uns entscheiden.“

Und die Planungen gehen weiter. Im Wege der Vorbereitung zur Landesgartenschau in drei Jahren wird überlegt, den Kalkberg als Außenprojekt in Richtung Landschaftsschutz aber auch in wirtschaftlicher Hinsicht zu konzipieren und so einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung ökologischer Gegebenheiten zu leisten. Die Kosten für den Erhalt des Kalkberges belaufen sich zwar auf mehr als eine halbe Million. Doch damit erhält man ein Stück Natur zurück, welche zukünftig nicht zur Industrialisierung verdammt ist.
Autor: vf

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