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Di, 16:01 Uhr
14.06.2005

Gestreifte Fotografen

Nordhausen (nnz). Ob als Handy oder kleine Pocket-Kamera – das digitale Knipsen ist der reinste Volkssport geworden. Knipsen, angucken, ab in die Tonne. Das funktioniert so einfach. Zehn junge Menschen aus Nordhausen haben sich wieder an die ganz „normale“ Fotografie herangewagt. Mit einfachsten Apparaten.


Gestreifte Fotografen (Foto: nnz) Gestreifte Fotografen (Foto: nnz) ZEBRA, das sind Jana, Nathalie, Kristina, Oliver, Kevin, Martin, Nadja, Steff, Anastasia und Anne - insgesamt 10 Jugendliche, die mit einfachen Fotoapparaten den Momenten und Interessen ihrer Lebenswelt auf der Spur sind. Sie treffen sich seit neun Monaten zu gemeinsamen Workshops und kleinen Diskussionsrunden, zum Auswerten ihrer gemachten Bilder und zur Besprechung neuer verrückter Ideen und Experimente. Fünf Teilnehmer der Gruppe stammen gebürtig aus Nordhausen, fünf weitere kommen aus zugezogenen Spätaussiedler-Familien.

Motiv dieses Medienprojektes ist es, Jugendlichen mit Migrationshintergrund eine neue Perspektive und Ausdrucksform zu geben und ihnen die Kontaktaufnahme zu den einheimischen Jugendlichen zu erleichtern. Mit Hilfe der Fotografie sollen die Jugendlichen lernen die oft vorhandenen Sprachbarrieren im Sinne einer neuen Bildsprache zu überwinden. „Es war uns besonders wichtig eine gemischte Gruppe zu bilden“, erklärt Vesko Gösel, der Leiter der Gruppe. „Wie wollten den einheimischen, wie auch den Jugendlichen mit Migrationshintergrund die Chance geben, über ein Medium – die Kunst - miteinander in Kontakt zu treten und sich auszutauschen. Wie erfolgreich so ein Projekt sein kann, zeigen die vergangenen neun Monate und die kommende Ausstellung“, so Gösel stolz weiter.

Die Fotogruppe ist Teil eines dreijährigen Medien-Migrationsprojektes mit dem Titel "Traumfänger" und wird unterstützt vom Jugendsozialwerk Nordhausen e.V. und der Aktion Mensch. Zum Abschluss des ersten integrativen Medienjahres beginnt eine Wanderausstellung der Fotogruppe ZEBRA unter dem Motto „Ein ZEBRA trifft man stellenweise...“. Diese Ausstellung ist ab Juli im Haus Domino (Wilhelm-Nebelung-Straße), ab August im Foyer vom St.Jakob-Haus (Rautenstraße), ab September in der Regelschule Ost, ab Oktober im Tresor (Galerieräume der Nordhäuser Informationsstelle), ab November in der Lessing-Schule und ab Dezember im Humboldt-Gymnasium (Mittelstufe-Domstraße) zu besichtigen. ZEBRA lädt alle Interessenten und Voreingenommenen dazu herzlich ein. Die Ausstellung ist öffentlich und kostenlos für jeden zu bestaunen.
Autor: nnz

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