Mo, 17:28 Uhr
08.10.2001
JS-Special: Nachhaltiges Wirtschaften
Nordhausen (nnz). Nein, es handelt sich nicht um den ökologischen Landkreis Nordhausen. Thüringen hat auch noch andere Regionen zu bieten, in denen nachhaltiges Wirtschaften systematisch betrieben wird. nnz stellt eine solche Region vor. Sie feiert ihr zehnjähriges Bestehen.
Gemeint ist das Biosphärenreservat Rhön im Dreiländereck Thüringen, Hessen und Bayern. Nach Einschätzung von Thüringens Umweltminister Volker Sklenar (CDU) kann sie als Modell für nachhaltiges Wirtschaften angesehen werden. Zum zehnten Jubiläum der Anerkennung des Biosphärenreservates durch die Unesco würdigte Sklenar am Wochenende in Kaltensundheim im Kreis Schmalkalden-Meiningen die Bemühungen um den Schutz, die Pflege und Entwicklung der einzigartigen Kulturlandschaft im Dreiländereck.
Die Staatssekretärin im hessischen Umweltministerium, Herlind Gundelach, verwies darauf, dass die artenreichen bunten Bergwiesen nur durch Nutzung mit Schafen und Rindern erhalten werden könnten. Wenn die Landwirtschaft sich zurückzöge, wäre das Offenhalten dieser Flächen nur aus Gründen des Landschaftsschutzes nicht bezahlbar, sagte Gundelach. Auf den Wiesen würden Büsche wachsen, die Vielfalt der Tiere und Pflanzen ginge zurück. Das sei auch die Chance für das Rhönschaf gewesen, das vor zehn Jahren so gut wie ausgestorben gewesen und als Symbolfigur zurückgekehrt sei.
Minister Sklenar verwies unter anderem auf das Life-Projekt Rhön, das 1992 von der Europäischen Union bewilligt worden war. Während der ersten Phase von 1993 bis 1997 seien 3,8 Millionen Mark in die Förderung von Naturschutzmaßnahmen geflossen. Weitere 4,1 Millionen Mark für Erhaltungs- und Entwicklungsmaßnahmen kamen mit dem Anschlussmaßnahmen Life II zwischen 1998 und September dieses Jahres hinzu. Der Minister hob auch die Rolle der Landwirtschaft für die Landschaftspflege hervor. Als Beispiel nannte er die Bio-Milch-Produktion wie auch die Aktivitäten der Vermarktungsgemeinschaft Apfelinitiative als wichtigen Beitrag zur Sicherung der Streuobstbestände. An den fast 400 Vorträgen und Exkursionen der Thüringer Verwaltungsstelle des Reservates hätten in den vergangenen fünf Jahren mehr als 11 000 Besucher teil genommen.
Was hier also gelobt wurde, liegt am südlichen Rande des Freistaates. Der Landkreis Nordhausen verfügt über kein Biosphärenreservat, wohl aber über einige Aktivitäten in der in obigen Beitrag angeführten oder doch angelehnten Form. Das trifft auf den Scheunenhof in Sundhausen ebenso zu wie auf die Rinderhaltung Forst in Rothesütte. Es gibt auch mit der Umweltakademie Nordthüringen und dem Agenda-21-Büro Einrichtungen, die bemüht sein mögen, ihren Aufgaben gerecht zu werden. Jeder für sich. Von Kaltensundheim nahm der Besucher am Wochenende den Eindruck mit, dass dort alles sehr viel gemeinsamer und die jeweiligen Maßnahmen sehr viel mehr aufeinander abgestimmt verlaufen. Eben eine Modellregion.
Autor: nnzGemeint ist das Biosphärenreservat Rhön im Dreiländereck Thüringen, Hessen und Bayern. Nach Einschätzung von Thüringens Umweltminister Volker Sklenar (CDU) kann sie als Modell für nachhaltiges Wirtschaften angesehen werden. Zum zehnten Jubiläum der Anerkennung des Biosphärenreservates durch die Unesco würdigte Sklenar am Wochenende in Kaltensundheim im Kreis Schmalkalden-Meiningen die Bemühungen um den Schutz, die Pflege und Entwicklung der einzigartigen Kulturlandschaft im Dreiländereck.
Die Staatssekretärin im hessischen Umweltministerium, Herlind Gundelach, verwies darauf, dass die artenreichen bunten Bergwiesen nur durch Nutzung mit Schafen und Rindern erhalten werden könnten. Wenn die Landwirtschaft sich zurückzöge, wäre das Offenhalten dieser Flächen nur aus Gründen des Landschaftsschutzes nicht bezahlbar, sagte Gundelach. Auf den Wiesen würden Büsche wachsen, die Vielfalt der Tiere und Pflanzen ginge zurück. Das sei auch die Chance für das Rhönschaf gewesen, das vor zehn Jahren so gut wie ausgestorben gewesen und als Symbolfigur zurückgekehrt sei.
Minister Sklenar verwies unter anderem auf das Life-Projekt Rhön, das 1992 von der Europäischen Union bewilligt worden war. Während der ersten Phase von 1993 bis 1997 seien 3,8 Millionen Mark in die Förderung von Naturschutzmaßnahmen geflossen. Weitere 4,1 Millionen Mark für Erhaltungs- und Entwicklungsmaßnahmen kamen mit dem Anschlussmaßnahmen Life II zwischen 1998 und September dieses Jahres hinzu. Der Minister hob auch die Rolle der Landwirtschaft für die Landschaftspflege hervor. Als Beispiel nannte er die Bio-Milch-Produktion wie auch die Aktivitäten der Vermarktungsgemeinschaft Apfelinitiative als wichtigen Beitrag zur Sicherung der Streuobstbestände. An den fast 400 Vorträgen und Exkursionen der Thüringer Verwaltungsstelle des Reservates hätten in den vergangenen fünf Jahren mehr als 11 000 Besucher teil genommen.
Was hier also gelobt wurde, liegt am südlichen Rande des Freistaates. Der Landkreis Nordhausen verfügt über kein Biosphärenreservat, wohl aber über einige Aktivitäten in der in obigen Beitrag angeführten oder doch angelehnten Form. Das trifft auf den Scheunenhof in Sundhausen ebenso zu wie auf die Rinderhaltung Forst in Rothesütte. Es gibt auch mit der Umweltakademie Nordthüringen und dem Agenda-21-Büro Einrichtungen, die bemüht sein mögen, ihren Aufgaben gerecht zu werden. Jeder für sich. Von Kaltensundheim nahm der Besucher am Wochenende den Eindruck mit, dass dort alles sehr viel gemeinsamer und die jeweiligen Maßnahmen sehr viel mehr aufeinander abgestimmt verlaufen. Eben eine Modellregion.


