Do, 13:28 Uhr
26.05.2005
Rettung in letzter Sekunde? (2)
Nordhausen/Hannover (nnz). Die evangelische Kirche Deutschlands trifft sich in diesen Tagen in Hannover. Mittendrin ist auch Christhard Wagner. Der ist in der Thüringischen Landeskirche für die Bildung zuständig. Die nnz sprach heute mit dem Dezernenten.
Heute hatte die nnz bereits ausführlich über die neuen Entwicklungen hinsichtlich der evangelischen Grundschule in Nordhausen berichtet. Für Christhard Wagner sind die selbstredend hoch interessant, wie er auch an einer positiven Lösung in Nordhausen interessiert sei. Doch Wagner gab auch einiges zu bedenken. Schließlich sei mit den jährlichen 15.000 Euro das eigentliche Problem dieser Schule nicht behoben: Es gibt momentan niemand, der das volle Risiko übernimmt, zum Beispiel, wenn die Einrichtung wieder in eine finanzielle Schieflage geraten werde. Das könne schnell passieren, schließlich werden Schulgesetze schnell mal geändert.
Der Träger des vollen Risikos könnte nach Vorstellungen von Wagner der Kirchenkreis sein, der aber hatte sich ja zu der bekannten Summe bekannt. Mehr aber auch nicht. Wagner erläuterte der nnz, daß die Kirchenprovinz Sachsen, zu der auch der Kirchenkreis Südharz gehöre, ein gänzlich anderes Finanzierungsmodell habe, als die Thüringer Kirche. Man gebe das Geld nicht gezielt zum Beispiel für Schulen aus, sondern gebe den größten Teil in die Kirchenkreise, die dann eigenverantwortlich damit umgehen könnten. Auch der Kirchenkreis Südharz profitiert von diesem System.
Christhard Wagner gehört jedoch zur Thüringischen Landeskirche und kann da wenig Einfluß nehmen, sein Arbeitgeber sei zwar der Träger der Nordhäuser Schule, doch sei man nicht zur Risikoübernahme bereits. Schon gar nicht für eine Schule, die eigentlich zur Kirchenprovinz Sachsen gehöre.
Trotz aller Kompliziertheit wolle sich Wagner zusammen mit den anderen Mitgliedern des Kollegiums der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland mit den neuen Entwicklungen in Nordhausen befassen. Ich wäre natürlich auch für eine pragmatische Lösung, doch selbst die Bereitstellung des Geldes pro Schuljahr, das allein wäre – formell gesehen – keiner neuer Tatbestand, so der Bildungsdezernent zur nnz.
Autor: nnzHeute hatte die nnz bereits ausführlich über die neuen Entwicklungen hinsichtlich der evangelischen Grundschule in Nordhausen berichtet. Für Christhard Wagner sind die selbstredend hoch interessant, wie er auch an einer positiven Lösung in Nordhausen interessiert sei. Doch Wagner gab auch einiges zu bedenken. Schließlich sei mit den jährlichen 15.000 Euro das eigentliche Problem dieser Schule nicht behoben: Es gibt momentan niemand, der das volle Risiko übernimmt, zum Beispiel, wenn die Einrichtung wieder in eine finanzielle Schieflage geraten werde. Das könne schnell passieren, schließlich werden Schulgesetze schnell mal geändert.
Der Träger des vollen Risikos könnte nach Vorstellungen von Wagner der Kirchenkreis sein, der aber hatte sich ja zu der bekannten Summe bekannt. Mehr aber auch nicht. Wagner erläuterte der nnz, daß die Kirchenprovinz Sachsen, zu der auch der Kirchenkreis Südharz gehöre, ein gänzlich anderes Finanzierungsmodell habe, als die Thüringer Kirche. Man gebe das Geld nicht gezielt zum Beispiel für Schulen aus, sondern gebe den größten Teil in die Kirchenkreise, die dann eigenverantwortlich damit umgehen könnten. Auch der Kirchenkreis Südharz profitiert von diesem System.
Christhard Wagner gehört jedoch zur Thüringischen Landeskirche und kann da wenig Einfluß nehmen, sein Arbeitgeber sei zwar der Träger der Nordhäuser Schule, doch sei man nicht zur Risikoübernahme bereits. Schon gar nicht für eine Schule, die eigentlich zur Kirchenprovinz Sachsen gehöre.
Trotz aller Kompliziertheit wolle sich Wagner zusammen mit den anderen Mitgliedern des Kollegiums der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland mit den neuen Entwicklungen in Nordhausen befassen. Ich wäre natürlich auch für eine pragmatische Lösung, doch selbst die Bereitstellung des Geldes pro Schuljahr, das allein wäre – formell gesehen – keiner neuer Tatbestand, so der Bildungsdezernent zur nnz.


