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Mi, 12:41 Uhr
25.05.2005

Verantwortung übernehmen

Nordhausen/Erfurt (nnz). Im Handwerkskammerbezirk Erfurt wurden bis zum 20. Mai bereits 247 Ausbildungsverträge abgeschlossen. Welche Ziele sich die Thüringer Handwerker in punkto Ausbildung gestellt haben, das hat die nnz schon mal heute erfahren.


„Wir sind sehr froh darüber, dass unsere Betriebe weiterhin und trotz aller wirtschaftlichen Probleme ihre gesellschaftliche Verantwortung mit großem Engagement übernehmen und junge Menschen ausbilden. Jeder bereitgestellte Ausbildungsplatz ist für die Jugend ein Zeichen, dass Thüringen berufliche Perspektive bietet,“ erläuterte Bernd Meier, Geschäftsführer der Handwerkskammer Erfurt. Zum jetzigen Zeitpunkt könne die Zahl von 247 abgeschlossenen Ausbildungsverträgen zwar keinen Trend angeben. Verglichen mit den Zahlen vom gleichen Stichtag des Vorjahres (186 Ausbildungsverträge waren zum 20. Mai 2004 abgeschlossen) sei er aber optimistisch, die angepeilten 2 600 Ausbildungsverträge bis Ende des Jahres zu erreichen.

Als ein gutes, weil praxisorientiertes Instrument hat sich die Einstiegsqualifizierung für Jugendliche (EQJ) erweisen. Von den 80 Praktikanten, die derzeit in Handwerksbetrieben in die Praxis hineinschnuppern, hat bereits jetzt rund die Hälfte Aussicht auf einen Ausbildungsplatz. Da im Gegensatz zu anderen Wirtschaftsbereichen das Handwerk im Rahmen des EQJ bundeseinheitliche Qualifizierungsbausteine erarbeitet hat, erhöhen sich dadurch deutlich die Chancen der Jugendlichen auf einen Ausbildungsplatz nach dem Praktikum.

Ein deutliches Augenmerk richtet die Handwerkskammer Erfurt auf die Sicherung des künftigen Fachkräftenachwuchses im Handwerk. Mit der integrativen Berufsausbildung in technischen Berufen der Bereich Elektro, Metall, Kfz und SHK ist jetzt ein Modell entwickelt worden, um in vier bis fünf Jahren (und darüber hinaus) hochqualifizierte Fachkräfte für das Handwerk ausgebildet zu haben. Denn spätestens dann wird sich der Geburtenrückgang der 90ger Jahre dramatisch auf die Bewerberzahlen niederschlagen. „Deshalb rufen wir seit Jahren unsere Betriebe auf, mit der Ausbildung auch Vorsorge zu betreiben. Es ist jetzt das Gebot der Stunde, die künftigen Fachleute an den Betrieb zu binden. Ausbildung war und ist dabei der beste Weg,“ so Meier.

Kein Wirtschaftszweig bildet intensiver aus als das Handwerk. Mit einer Ausbildungsquote bezogen auf die Beschäftigtenzahlen von 10 und mehr Prozent nimmt das Handwerk stets den Spitzenplatz in der Wirtschaft ein. Dies sei Ausdruck hoher gesellschaftlicher Kompetenz unserer Handwerksunternehmer, betont der Kammer-Geschäftsführer. Die Handwerkskammer Erfurt unterstützt die Betriebe dabei nach Kräften. Allein in diesem Jahr wurden bereits von den Ausbildungsplatzentwicklern und Lehrstellenwerbern 1300 Betriebe vor Ort beraten. 640 mal signalisierten die Betriebe, in diesem Jahr ausbilden zu wollen. „Auch dies ist jetzt schon ein Erfolg. Denn besucht wurden vor allem Betriebe, die noch nie oder nicht mehr ausgebildet haben.“ Hier sei weniger Überredungskunst als vielmehr intensive Beratung über Inhalte und Möglichkeiten der Ausbildung gefragt. Denn der zentrale Beitrag einer qualifizierten handwerklichen Berufsausbildung werde nach wie vor im Betrieb geleistet. Die Handwerkskammer biete hierbei vielfältige Unterstützung im Rahmen von Zusatzlehrgängen und der Überbetrieblichen Lehrunterweisung (ÜLU) an.

Deutlich intensiviert wurde die Zusammenarbeit der Handwerkskammer mit den allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen. Informationstage für Eltern und Lehrer zu Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk werden in allen Landkreisen durchgeführt. In diesem Zusammenhang wünscht sich die Handwerkskammer jedoch ein größeres Interesse der Lehrer, in einem Praktikum den betrieblichen Alltag kennen zu lernen. Meier hofft daher, dass die Aktion „Q-Siegel für beispielhafte Berufsvorbereitung“, eine gemeinsame Aktion des Kultusministeriums mit der Thüringer Wirtschaft, in möglichst vielen Schulen eine Umsetzung findet. Die Handwerkskammer Erfurt ist Partner der Aktion und unterstützt entsprechende Aktivitäten hinsichtlich einer besseren Berufsorientierung der Schüler.
Autor: nnz

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