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Di, 12:59 Uhr
03.03.2020
Klimawandel

Warum sterben die Fichten im Hochharz

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Industriegesellschaft – darin sind sich die meisten Forscher und Verantwortlichen einig. Doch was bedeutet das konkret und auf den Harz bezogen? Ein Vortrag in Woffleben soll Antworten geben...

Waldwandel, Waldwildnis, Brockenstraße (Foto: M. Gebara) Waldwandel, Waldwildnis, Brockenstraße (Foto: M. Gebara)
In einem Bildvortrag beleuchtet Nationalpark-Pressesprecher Dr. Friedhart Knolle Fakten, Hintergründe und Zukunftsperspektiven des Themas am Beispiel unseres Mittelgebirges.

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Bereits vor vielen Jahren wurde im Rahmen der forstlichen und Nationalpark-Borkenkäferdiskussionen angemerkt, dass auch im Harz die Zahl der Tropentage, d.h. der Tage mit einem Maximum der Lufttemperatur von über 30 °C, zunimmt. 2003 war es dann auf dem Brocken so warm wie noch nie.

Die Wetterstation Brocken meldete am 12.8.2003 eine Maximaltemperatur von 28,2 °C – damit wurde die aus dem Jahr 1992 stammende Rekordtemperatur eingestellt. An drei Tagen hintereinander wurde die 25 °C-Marke überschritten – das hatte es auf dem Brocken nie zuvor gegeben. Der DWD nannte es das „Superjahr 2003“. Am 20.7.2006 überschritt die Temperatur auf dem Brocken erneut die Marke von 28 °C. Insgesamt war der Juli 2006 der heißeste seit Menschengedenken registrierte Juli im Harz.

Und so ging es immer weiter – mit weiteren Temperaturrekorden, vermehrten Hochwässern, einer verstärkten Borkenkäferaktivität, sinkenden Grundwasserspiegeln im Harzvorland und kritisch leeren Talsperren im Harz. Es wird offensichtlich, dass wir nicht aufmerksam genug auf die Klimaforscher gehört haben. Denn mittlerweile sprechen viele Forscher nicht mehr von Klimawandel, sondern von einer Klimakrise.

Vortrag von Dr. Friedhart Knolle am Donnerstag, 5. März 2020 ab 18.30 Uhr in der Gaststätte Jägerhof in Woffleben bei Ellrich.
Autor: red

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Kommentare
mich
03.03.2020, 15:15 Uhr
Nicht nur das Klima
ist schuld. Ebenso die Monokultur. In einem Mischwald wäre das anders und es würden nicht so viele Bäume sterben. Hoffentlich lernen die Menschen mal endlich dazu und pflanzen so an, wie es von der Natur gegeben ist und nicht was sich am stärksten rentiert.
MR63
03.03.2020, 16:06 Uhr
...wenn das alles so einfach wäre
… dann wäre der Verfasser des vorstehenden Kommentares Förster geworden.
Am 28.2.2020 fand im Johannitergut Beinrode bei Leinefelde die Waldkonferenz statt. Dort konnte man sich informieren und auch Herrn Dr. Knolle bereits hören.
Der Klimawandel ist unverkennbar und belastet unseren Wald sehr. Nicht nur Fichten leiden, sondern auch Laubbäume wie Buchen und Eschen.
Die Monokultur ist eine Folge der Ausrichtung der Forstwirtschaft vor mehreren Generationen, als die Fichte noch der "Brotbaum" war und schnelle Erträge versprach. Heute verfolgen die Fachleute andere Konzepte - doch der Umbau des Waldes ist schwierig und ein sehr komplexes Thema!
Ehe hier noch mehr Kommentare auflaufen sollte man sich aufraffen, die Veranstaltung in Woffleben besuchen und sich informieren!
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