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Mo, 12:18 Uhr
02.03.2020
Lothar de maizierer wird 80

Oberbürgermeister gratuliert Ehrenbürger


Der Nordhäuser Ehrenbürger Dr. Lothar de Maizière begeht heute seinen 80. Geburtstag. Oberbürgermeister Kai Buchmann hat ihm auch im Namen des Stadtrates sowie der Nordhäuser Bürgerinnen und Bürger in einem Schreiben gratuliert und seine Grüße aus Nordhausen mit den besten Wünschen für Gesundheit, Glück und Zufriedenheit verbunden...

De Maiziere (Foto: Stadt Nordhausen) De Maiziere (Foto: Stadt Nordhausen)
Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Dr. Lothar de Maizière am 17. November 2010

Herr Dr. h.c. Lothar de Maizière, geboren am 2. März 1940 in Nordhausen, erlebte im zerstörten Nordhausen das Ende des 2. Weltkriegs und seine ersten Schuljahre, bevor er mit seiner Familie nach Berlin zog. Er wurde am 17. November 2010 aufgrund seiner herausragenden Verdienste im Prozess der deutschen Wiedervereinigung zum Ehrenbürger der Stadt Nordhausen ernannt.

Lothar de Maizière war in der DDR Musiker in verschiedenen Orchestern, ehe er aus gesundheitlichen Gründen zum Anwaltsberuf wechselte. Er war seit 1956 bis 1990 Mitglied der Ost-CDU und von 1986 bis 1990 Vizepräses der Synode des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR. Als Anwalt wurde er schnell von der Kirche zur Verteidigung von Menschen in die Pflicht genommen, die mit der Staatsgewalt in Konflikt geraten waren. Im Herbst 1989 übernahm de Maizière den Vorsitz der Ost-CDU.

Nach dem Sieg der „Allianz für Deutschland“ bei den Wahlen im März 1990 war er als 1. frei gewählter Ministerpräsident der DDR maßgeblich am Prozess der deutschen Einheit beteiligt. Nach Stasi-Vorwürfen zog er sich im Oktober 1991 aus der Politik zurück. Seitdem arbeitet er als Anwalt in Berlin.
Autor: red

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Kommentare
henry12
02.03.2020, 15:25 Uhr
Der OB und der Ehrenbürger
Jetzt mal rein hypothetisch. Wir vertauschen jetzt mal die Rollen der beiden. Hätte es dann im Jahr 2020 die Wiedervereinigung bereits gegeben ? Oder hätten wir überhaupt die Wende? Aber wirklich nuuuur hypothetisch, wirklich.
diskobolos
02.03.2020, 18:49 Uhr
Zur Erinnerung
Wende und Wiedervereinigung hingen nicht von einzelnen Personen ab, soviel als Antwort auf Ihre sehr hypothetische Frage.
Zur Erinnerung: Die West-CDU wollte zunächst von dere Ost-CDU nichts wissen. Aber als die Wahl vom geplanten Termin im Juli1990 auf den 18. März vorgezogen wurde, kam es zur Annäherung beider. Da spielte wohl auch eine Rolle, dass die Ost-CDU ein Vermögen als "Mitgift" mitbrachte. Genauso war es mit NDPD und LDPD einerseits und der FDP andererseits. Zu sagen hatten die Ost-Teile dann natürlich nichts, die Posten waren verteilt.
geloescht.20250302
02.03.2020, 22:30 Uhr
Ach was...
...Helmut Kohl war keine einzelne Person?

Doch, das war er, und ebenso stand er wie ein Sonnenkönig in persona grata zuerst für die West- und dann für die Gesamt-CDU.

Der Ost-Blöckflöten-Statisten-Stadl verschwand entweder in der Versenkung, wurde als Stasi-IM enttarnt oder landete nach 30 Jahren für einen Tag im australischen Dschungel.

An spätere Kanzlerschaft war da noch nicht zu denken. Die FDJ-Sekretärin verließ die Sauna erst, als der Wiedervereinigungspulverdampf verraucht war und erschien dann später als Kohls Ost-Quotenmädchen auf der Bildfläche.

Da gab's noch eine Claudia Nolte als Alternative. Aber bei der hat es wohl an Rücksichtslosigkeit und Opportunismus gemangelt.
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