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Mi, 13:09 Uhr
01.01.2020
Arabische Gegenwartslyrik

Die Minze blüht in der Minze

bild (Foto: H.Kneffel) bild (Foto: H.Kneffel)
Das neue Programmjahr 2020 beginnen die Mitglieder des Fördervereins "Dichterstätte Sarah Kirsch" bereits am Samstag im Geburtshaus der Dichterin, deren Geburtstag sich in diesem Jahr zum 85. Mal jährt...

Vortrag und Lesung widmen sich der arabischen Dichtung der Gegenwart mit der geheimnisvollen Verszeile: "Die Minze erblüht in der Minze". Anlass zu diesem Themenkreis gab uns Christina Friedrich, Regisseurin, Dozentin, Schriftstellerin und Filmemacherin mit ihren Zeichnungen in Schwarz-Weiss und Farbe aus Marokko. Ich sah mehrere ihrer Skizzenbüchern im sonnenüberstrahlten Hof der Dichterstätte: Architektur, Landschaften und Porträts breiteten sich vor mir aus. Eine Stimmung wie in 1001 Nacht strahlte mir entgegen. Wir verabredeten eine Ausstellung - nun, am 4. Januar ist es soweit.

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Christina Friedrich, geb. 1965 in Nordhausen, ist, wie es die Aufzählung ihres beruflichen Lebens ausweist, eine unwahrscheinlich kreative Persönlichkeit. 2018 war sie Artist in Residence am Institut Francais in Fès, Marokko. Sie ist bei ihren künstlerischen Tätigkeiten weit in der Welt herumgekommen, ich nenne Aix-en-Provence, Warschau, Tel Aviv, Zürich, Salzburg, mehrere Städte in Deutschland u.a.m. Sie wird an diesem Nachmittag aus ihrer "Schatzkammer des Lebens" erzählen. Einer der Laudatoren sagt über die Zeichnungen: Die Skizzen "erinnern an die klassischen Reiseskizzenbücher der Vorfahren... Dort, wo der Maler abschätzend, abwägend sucht und baut, findet Ch. F. mit Leichtigkeit und begibt sich mit ihren Blättern ganz in die Nähe von Meistern, die sie nicht kennt. Ihre Trefferquote ist im Papier ähnlich hoch wie auf der Bühne."

Die Mitglieder des Fördervereins haben sich aus der reichhaltigen arabischen Dichtung der Gegenwart einige Dichtende ausgewählt, deren Verse inmitten der Ausstellung erklingen. Die arabischen Menschen sind lyrikbegeistert, man kennt, wie selbstverständlich, Gedichte auswendig. Dichtende sind geachtet.

Den Reigen beginnt am Samstag um 14:30 Uhr der Marokkaner Mohammed Bennis, Jahrgang 1948. Er ist Lyriker, Übersetzer, Literaturkritiker, Prof. an der Universität in Rabat. Er und andere Autoren stehen seit Jahren in engem Kontakt mit deutschen Dichtern und Übersetzern, man trifft sich in Deutschland und Marokko. Einige der arabischen Künstler leben im Exil. Die Besucher hören in Limlingerode Gedichte aus Marokko, aus Syrien, aus dem Jemen, aus dem Libanon, aus Palästina, aus dem Irak. So sollen Farben und Rhythmen die Besucher ins neue Jahr begleiten.
Autor: red

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