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Mi, 20:56 Uhr
18.12.2019
Weiterer Teilbereich der Stadtmauer saniert

Der Dauerpatient

Heute erfolgte die Eröffnung eines weiteren sanierten Teilabschnittes des Stadtmauerrundganges der Stadt Nordhausen durch Oberbürgermeister Kai Buchmann. In diesem Jahr wurde der Stadtmauerabschnitt von der Wassertreppe bis zum Logenturm saniert und kann nun für die Nordhäuserinnen und Nordhäuser wieder freigegeben werden...

Der weitergehende Stadtrundgang bis zur Barfüßerstraße ist wegen der Baufälligkeit der Stadtmauer und des Rundweges weiterhin gesperrt und soll mit Städtebaufördermitteln in den nächsten Jahren saniert werden.

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Auf dem 55 Meter langen sanierten Teilstück wurde die teilweise einsturzgefährdete Stadtmauer komplett neu aufgebaut, Fundamente verstärkt, Rückverankerungen und Mauerwerksinjektionen zur Verfestigung der vorhandenen Mauerteile eingebaut, die Natursteinmauer steinmetzmäßig komplett überarbeitet, Ersatz-Natursteine eingebaut und die Gesamtmauer neu verfugt. Daneben wurden Geländer und Zäune als Absturzsicherung errichtet sowie Sichtachsen in die Bepflanzung eingebracht. Weiterhin wurde auf diesem Teilstück die Zuwegung wiederhergestellt, um dieses auch für die Bevölkerung nutzbar zu machen.

Der frisch sanierte Bereich ist gut 55 Meter lang (Foto: Angelo Glashagel) Der frisch sanierte Bereich ist gut 55 Meter lang (Foto: Angelo Glashagel)

80 Prozent der Gesamtkosten von 700.000 Euro wurden über Fördermittel aus dem Städtebauförderprogramm zum städtebaulichen Denkmalschutz bereitgestellt. Die Bauzeit der Stadtmauersanierung dauerte von März bis August 2019. Danach folgten das Aufstellen der Bänke, die Herrichtung der Zuwegung sowie das Freischneiden der Sichtachsen. Die Planungen der Sanierung erfolgten durch das Planungsbüro IMF Institut für Materialprüfung und Forschung GmbH, Nordhausen-Leimbach. Die Bauausführung erfolgte durch die SPESA Spezialbau und Sanierungs, Niederlassung Nordhausen.

Freigabe des neu sanierten Teils der Stadtmauer (Foto: Angelo Glashagel) Freigabe des neu sanierten Teils der Stadtmauer (Foto: Angelo Glashagel)

Bei Bereitstellung von entsprechenden Fördermitteln sollen die Bauarbeiten im nächsten Jahr fortgesetzt werden. Derzeit erfolgt die Planung der Sanierung des Stadtmauerbereichs entlang des Humboldt-Gymnasiums Nordhausen. Hier erfolgt die Beauftragung der Planung durch die Stadt Nordhausen. Die Umsetzung wird durch die Service-Gesellschaft des Landkreises Nordhausen, als Bauherrin der Sanierungsmaßnahme des Schulgeländes, vorgenommen.
Autor: red

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Kommentare
Gudrun1974
18.12.2019, 21:05 Uhr
Beim OB wird die Schere nicht mehr kalt
Donnerwetter, so kurz vor Weihnachten wird beim OB die "Symbolischer Banddurchschnitt-Schere" gar nicht mehr kalt. Eine Freigabe jagt die andere. Da wird dem Bürger warm ums Herz so im Advent.
Leser X
18.12.2019, 21:48 Uhr
Schneckentempo
Deutschland gerät immer mehr in einen Dornröschenschlaf. Alles dauert. Gerne auch Jahrzehnte. Wie Flughafen in Berlin oder Bahnhof in Stuttgart. Oder diese paar Meterchen an der Stadtmauer.

Ich wohne seit dreißig Jahren in NDH und kann mich nur an recht kurze Episoden erinnern, in denen der gesamte Weg begehbar war. Manchmal werde ich das Gefühl nicht los, dass in der DDR vieles schneller ging als in diesem ach so reichen Land.
Herr Schröder
18.12.2019, 23:01 Uhr
Leser X
Ich weiß ja nicht in welcher DDR sie gelebt haben. Als die Mauer 1989 viel verfügte Nordhausen jedenfalls nicht über eine intakte Altstadt inkl. einer sanierten Stadtmauer. Im Gegenteil!
A.kriecher
19.12.2019, 06:59 Uhr
H. Schröder
Zu DDR Zeiten sah vieles nach außen hin nicht so schön aus,aber dafür waren andere Werte und Tugenden wesentlich ausgeprägter als heute. Heute ist doch alles nur Schein als sein. Und ich glaube, unseren Bürgermeister steht die ganze Schliemscheißerei und verlogene Heuchelei bis zum Hals und könnte kotzen.
Paulinchen
19.12.2019, 09:54 Uhr
Unsere Stadtmauer...
... erfuhr nach meinem Kenntnisstand, niemals eine geplante Sanierung. Deshalb ist sie ja auch Anfang der 70er Jahre im Bereich des Eingangs vom Gericht her, am hellerlichten Tag, bei etwas Wind, eingestürzt. Man hielt den Atem an, weil gerade in dem Moment einige Schüler dort durchgingen und andere auf der Innenseite mit dem Ball spielten. Dann wurde die Mauer an der Einsturzstelle schräg abgesetzt. Ein gutes Jahr später, wurde sie saniert. Dabei wurde auch der Judenturm komplett einbezogen. Dieser war zu meiner Kindheit noch kurze Zeit bewohnt. So viel zum Denkmalschutz, in der Zeit vor der Wende in unserer Heimatstadt Nordhausen. Ach ja, nach der Sanierung der Mauer in diesem Bereich, wurde dann aus dem Parkplatz an der Mauer, der Sportplatz, weil der Hohekreuzplatz marode war. Vor der Zerstörung der Stadt, hatte die Feuerwehr dort ihr Domizil. Das aber hat mir mein Schwiegervater erzählt, er war dort tätig. Übrigens, der Weg von der Barfuesserstrasse bis zur Rautenstrasse war bei den meisten Bürgern sehr beliebt. Schade, dass man ihn nicht mehr erhalten hat. Aber in der heutigen Zeit, käme dorthin weder ein Rettungswagen, noch die Feuerwehr. Was leider, wenn er offen wäre, sehr häufig von Nöten sein würde.
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