Di, 08:50 Uhr
02.10.2001
Bullen und Bären im nnz-Aktien-Tip
Nordhausen/Frankfurt (nnz). Die nnz bietet in lockerer Folge Analysen und Markteinschätzungen an. Das Material wird nnz von der Helaba zur Verfügung gestellt. Heute: 2.10.2001
Gewinnmitnahmen und eine wieder zunehmende Unsicherheit angesichts möglicher bald bevorstehender Militärschläge der USA haben den deutschen Aktien einen schwachen Start in den Oktober beschert. An einem von heftigen Kursschwankungen geprägten Tag gaben vor allem Bankenwerte unter dem Eindruck möglicher Stellenstreichungen und einer europaweit schwächer tendierenden Branche nach. Die Aktien des Chipherstellers Infineon tendierten um 4,81 Prozent schwächer und gaben damit einen Teil ihrer rasanten Vortagesgewinne wieder ab, was auf Gewinnmitnahmen zurückgeführt werden kann. Der Dax büßte 1,58 Prozent ein und ging mit 4239,97 Punkten aus dem Markt. Der Nemax 50 schloss 2,94 Prozent schwächer bei 778,73 Punkten.
Auch in den USA tendierten die Aktienmärkte unter dem Einfluss einer Reihe von Zurückstufungen und Gewinnwarnungen in der Technologie- und der Tourismusbranche zum Wochenbeginn leichter. Die Veröffentlichung eines zwar schwachen, aber noch schwächer erwarteten NAPM Index sowie Daten zu Einnahmen und Ausgaben privater Haushalte und zur Bautätigkeit, die die Erwartungen verfehlten, konnten dem Markt nicht maßgeblich auf die Beine zu helfen. Im späteren Handel konnten die Standardwerte wieder ein wenig an Boden gewinnen, so dass der Dow Jones den Handelstag 0,12 Prozent schwächer bei 8836,83 Punkten beendete. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,23 Prozent auf 1038,55 Punkte nach während der technologielastige Nasdaq 1,22 Prozent schwächer bei 1480,46 Punkten schloss.
Für den heutigen Tag erwarten wir aufgrund der leichten Erholung der US-amerikanischen Standardwerte in den gestrigen Abendstunden eine freundliche Eröffnung im Dax. Es wird erwartet, dass die US-Notenbank bei ihrer heutigen Sitzung das neunte Mal in diesem Jahr eine Zinssenkung bekannt gibt. Die Wirksamkeit solcher Maßnahmen kann jedoch in Frage gestellt werden, da auch die vergangenen acht Zinssenkungen bisher wenig Effekt gezeigt haben. Zu der ohnehin schon von Rezessionsängsten geprägten Lage der US-Wirtschaft kommen erschwerend die Auswirkungen der Anschläge vom 11. September sowie die Ungewissheit über mögliche Militärschläge und ihre Folgen hinzu. In der momentanen Situation scheint es schwierig, die Anleger aus ihrer eher abwartenden Haltung herauszulocken.
Mit freundlichen Grüßen, Ihre Dagmar Wicht
Autor: nnzGewinnmitnahmen und eine wieder zunehmende Unsicherheit angesichts möglicher bald bevorstehender Militärschläge der USA haben den deutschen Aktien einen schwachen Start in den Oktober beschert. An einem von heftigen Kursschwankungen geprägten Tag gaben vor allem Bankenwerte unter dem Eindruck möglicher Stellenstreichungen und einer europaweit schwächer tendierenden Branche nach. Die Aktien des Chipherstellers Infineon tendierten um 4,81 Prozent schwächer und gaben damit einen Teil ihrer rasanten Vortagesgewinne wieder ab, was auf Gewinnmitnahmen zurückgeführt werden kann. Der Dax büßte 1,58 Prozent ein und ging mit 4239,97 Punkten aus dem Markt. Der Nemax 50 schloss 2,94 Prozent schwächer bei 778,73 Punkten.
Auch in den USA tendierten die Aktienmärkte unter dem Einfluss einer Reihe von Zurückstufungen und Gewinnwarnungen in der Technologie- und der Tourismusbranche zum Wochenbeginn leichter. Die Veröffentlichung eines zwar schwachen, aber noch schwächer erwarteten NAPM Index sowie Daten zu Einnahmen und Ausgaben privater Haushalte und zur Bautätigkeit, die die Erwartungen verfehlten, konnten dem Markt nicht maßgeblich auf die Beine zu helfen. Im späteren Handel konnten die Standardwerte wieder ein wenig an Boden gewinnen, so dass der Dow Jones den Handelstag 0,12 Prozent schwächer bei 8836,83 Punkten beendete. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,23 Prozent auf 1038,55 Punkte nach während der technologielastige Nasdaq 1,22 Prozent schwächer bei 1480,46 Punkten schloss.
Für den heutigen Tag erwarten wir aufgrund der leichten Erholung der US-amerikanischen Standardwerte in den gestrigen Abendstunden eine freundliche Eröffnung im Dax. Es wird erwartet, dass die US-Notenbank bei ihrer heutigen Sitzung das neunte Mal in diesem Jahr eine Zinssenkung bekannt gibt. Die Wirksamkeit solcher Maßnahmen kann jedoch in Frage gestellt werden, da auch die vergangenen acht Zinssenkungen bisher wenig Effekt gezeigt haben. Zu der ohnehin schon von Rezessionsängsten geprägten Lage der US-Wirtschaft kommen erschwerend die Auswirkungen der Anschläge vom 11. September sowie die Ungewissheit über mögliche Militärschläge und ihre Folgen hinzu. In der momentanen Situation scheint es schwierig, die Anleger aus ihrer eher abwartenden Haltung herauszulocken.
Mit freundlichen Grüßen, Ihre Dagmar Wicht


