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Mo, 13:38 Uhr
01.10.2001

Kräfte gegen rechten Aufmarsch bündeln

Nordhausen (nnz). Immer mehr politische Kräfte im Landkreis Nordhausen machen gegen den geplanten NPD-Aufmarsch mobil. SPD-Kreisvorsitzende Dagmar Becker hat jetzt einen Brief an ihre „Kollegen“ Dr. Klaus Zeh (CDU) und Ulrich Küntzel (PDS) geschrieben.


Die Ankündigung eines Aufmarsches der NPD im Dezember in Nordhausen erschrecke die Sozialdemokraten zutiefst. Es scheine eine besorgniserregende Tradition zu werden, dass nahe des Datums, wo demokratische Kräfte der Opfer des Faschismus gedenken, die Rechten ihre Aufmärsche inszenieren, heißt es in dem Schreiben.

„Wir müssen gemeinsam wachsam sein, dass der furchtbare menschenverachtende Terror gegen die USA nicht dazu missbraucht wird, Hass zu schüren gegen Minderheiten und ausländische Menschen allgemein. Wir als demokratische politische Parteien sind jetzt gefragt, wir müssen reagieren, wir müssen Zeichen setzen. In erster Linie sehe ich es als unsere Aufgabe, gemeinsam ein Aktionsbündnis zu organisieren, in dem wir geeignete Gegenmaßnahmen festlegen und wo sich weitere Gruppierungen, Verbände, Vereine usw. mit gleichem Ziel anschließen können“, so Becker in ihrem Brief.

Die SPD-Politikerin ist sich sicher, dass die Verantwortlichen in der Stadt- und in der Kreisverwaltung alle ihre Möglichkeiten ausschöpfen, um den Aufmarsch zu verhindern. Gleichsam sei es juristisch schwierig, die Demonstration einer (noch) legitimen Partei zu verbieten. Becker schlägt für die kommende Woche ein Treffen der Kreisvorsitzenden der im Kreistag vertretenen Parteien vor.
Autor: nnz

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