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Mi, 12:05 Uhr
13.04.2005

Neues Gerät für Fachhochschule

Nordhausen (nnz). Grünes Licht für das zweite Großgerät im künftigen Kompetenzzentrum der Fachhochschule Nordhausen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft genehmigte ein Großgerät „Hybrides Energiesystem“. Was es damit auf sich hat, das verrät Ihnen die nnz.


Grünes Licht für das zweite Großgerät im künftigen Kompetenzzentrum für Stoffstrom-, Energie- und Flächenmanagement erhielt dieser Tage die Fachhochschule Nordhausen. Nachdem bereits Anfang dieses Jahres die Hydropulsanlage von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) fachlich genehmigt wurde, folgte nun die Bestätigung für das "Hybride Energiesystem für die Fahrzeug- und Energieversorgungstechnik" in Höhe von knapp 170.000 Euro.

Das Gerätesystem besteht aus einer Kombination aus Verbrennungsmotor und Generator, Gleich- und Wechselrichter, Hochleistungswiderständen sowie einer speziellen Messtechnik und ermöglicht, die energetischen Wechsel-wirkungen, z. B. in Verbindung mit Energiespeichern, bei Anwendungen als Antriebssystem oder Energieversorgungseinheit zu untersuchen.

Neben der Nutzung für Forschungsprojekte mit der Industrie bereichert das System die anschauliche Lehre in den drei ingenieurwissen-schaftlichen Studiengängen Regenerative Energietechnik, Technische Informatik sowie Flächen- und Stoffrecycling.

Die Hybridtechnik, basierend auf der Kombination von zwei unterschiedlichen Energieformen bzw. -trägern, wird gegen-wärtig als eine der möglichen Lösungen für den effizienten Umgang mit Energie angesehen und hat ein breites Anwendungsfeld. Derartige hybride Kombinationen kommen in Energieversorgungsanlagen zum Einsatz (z. B. in Blockheizkraftwerken oder Netzersatzanlagen) und gewinnen aktuell innerhalb der Fahrzeugtechnik an Bedeutung, z. B. erfolgreich im PKW PRIUS von TOYOTA. Das Innovationspotential der Hybridtechnik ist aus heutiger Sicht erheblich, so beispielsweise im Zusammenspiel der Energiequellen, -speicher und -verbraucher, welches durch ein Energiemanagement koordiniert werden muss. "Mit dem Experimentiersystem im Kompetenzzentrum kann gezielt an einer Weiterentwicklung und Optimierung von Hybridtechnik für den PKW-Bereich und für den Bereich der autarken Energieversorgung gearbeitet werden", betont Prof. Matthias Viehmann, Professor für Industrieelektronik der Fachhochschule, der für die Konzeption für das Großgerätesystem bzw. für den Schwerpunkt Energiemanagement im Kompetenzzentrum verantwortlich zeichnet. Insbesondere die lastabhängige Drehzahlvariabilität des geplanten Energieerzeugungssystems bei gleichbleibender, einstell-barer Wechsel- und/oder Gleichspannung am Systemausgang trägt zur flexiblen Anwendung des Systems in ganz unterschiedlichen Applikationen bei.

Die geplanten Forschungsprojekte umfassen Themen vom Kraftstoffeinsatz über Energienetzqualität bis hin zur wahlweisen Systemkombination mit Rotationsspeichern, Superkondensatoren, Brennstoffzellen oder mit alternativen Quellen wie Fotovoltaik und Windkraftanlagen. Mithin entsteht eine Forschungs- und Entwicklungsplattform für regionale und überregionale Unternehmen und Einrichtungen, welche sich mit der Fahrzeugtechnik und Energie-versorgung sowie angrenzenden Gebieten befassen. Zudem können so die Studenten der Fachhochschule in Labor-praktika anschaulich mit den Wirkprinzipien der Hybrid-technik vertraut gemacht werden. Damit ist ein weiterer Baustein für eine zukunftsweisende und praxisgerechte Ausbildung gesichert.
Das Großgerät "Hybrides Energiesystem" soll mit Inbetriebnahme des Kompetenzzentrums im Dezember 2005 zur Verfügung stehen.
Autor: nnz

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