Fr, 19:16 Uhr
21.09.2001
nnz-Rückspiegel: 22. September 2000
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war. Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden.
Schulbummelei im Landkreis Nordhausen mit steigender Tendenz
Schulbummelei ist kein Kavaliersdelikt. Dennoch steigt die Zahl der Schüler, die im Landkreis Nordhausen der Schule fernbleiben, ständig an. Wurden im Schuljahr 1998/99 nur 40 schwere Fälle registriert, so stieg im zurückliegenden Schuljahr (1999/2000) die Zahl um mehr als das Doppelte, auf 82 an. Im jetzt angelaufenen Schuljahr mußte das Landratsamt bereits fünf Fälle verzeichnen. Auf den Tisch der Mitarbeiter um Fachgebietsleiter Ordnung, Rainer Nennmann, landen jedoch nur solche Bummelanten, bei denen alle schulischen und pädagogischen Mittel versagt haben. Bleibt ein Schüler dem Unterricht fern, führt zuerst die Schule Gespräche mit dem Schüler und den Eltern. Kann dadurch dieser Zustand nicht verändert werden, dann verschickt das Landratsamt einen Bußgeldbescheid, maximal bis zu einer Höhe von 3.000 Mark. Sollte innerhalb von zwei Wochen keine Zahlung erfolgen, geht ein Antrag an das Amtsgericht, den Bußgeldbescheid in die Leistung von Arbeitsstunden für den Schüler umzuwandeln. Eine Arbeitsstunde entspricht dem Bußgeld-Wert von fünf Mark.
Betroffen von der Schulbummelei sind vor allem Berufsschulen (44%), gefolgt von Haupt- und Realschulen (28%), Förderschulen (15 %) und Grundschulen (13 %). Bezogen nach Geschlechtern halten sich Mädchen (47 %) und Jungen (53 %) die Waage. Nicht immer helfen alle beschriebenen Mittel, es kommt häufiger vor, Bummelanten mit der Polizei abzuholen und sie bis ins Klassenzimmer zu begleiten. Bei Spitzenwerten der Schulbummelei kommen bis zu 60 Fehltage pro Halbjahr zusammen, ein Schulabschluß ist damit jedoch schon in weite Ferne gerückt. Da sprechen die Insider von hoffnungslosen Fällen, hier muß das Jugendamt einschreiten, mitunter ist eine Heimeinweisung nicht zu umgehen.
Mit dem Rad dabei - großes Programm in der Kranichstraße
Mal ehrlich, haben sie heute ihr geliebtes Auto zu Hause gelassen und sind mit Bahn, Bus oder Drahtesel zur Arbeit gefahren, heute am europaweit autofreien Tag? Wenn sie heute allerdings durch die Nordhäuser Kranichstraße PS-mäßig düsen wollen, dann haben sie da keine Chance. Bis 17 Uhr dreht sich in diesem Bereich alles um das Fahrrad. Von einer Ausstellung, Schautafeln, ungewöhnlichen Fahrrädern, einer Werkstatt für Drahtesel, über den Fahrrad-TÜV bis hin zu einer Vorführung von BMX- und Trailaktionen wird so ziemlich alles aufgeboten, was den Umstieg auf die Pedalen schmackhaft machen soll. Um 16 Uhr schwingen sich Prominente und Politiker aus Nordhausen auf die Sättel und halten nach neuen Fahrradwegen in der Rolandstadt Ausschau. Auch die Nordhäuser Stadtwerke sind heute wieder mit dabei, so wie schon an den anderen Tagen während der fünften Umweltfesttage. Neben den normalen historischen Straßenbahnen ist heute auch das Schienenbistro unterwegs. Angeboten werden kleine Köstlichkeiten, die vom Lift e.V. präsentiert werden.
Autor: nnzSchulbummelei im Landkreis Nordhausen mit steigender Tendenz
Schulbummelei ist kein Kavaliersdelikt. Dennoch steigt die Zahl der Schüler, die im Landkreis Nordhausen der Schule fernbleiben, ständig an. Wurden im Schuljahr 1998/99 nur 40 schwere Fälle registriert, so stieg im zurückliegenden Schuljahr (1999/2000) die Zahl um mehr als das Doppelte, auf 82 an. Im jetzt angelaufenen Schuljahr mußte das Landratsamt bereits fünf Fälle verzeichnen. Auf den Tisch der Mitarbeiter um Fachgebietsleiter Ordnung, Rainer Nennmann, landen jedoch nur solche Bummelanten, bei denen alle schulischen und pädagogischen Mittel versagt haben. Bleibt ein Schüler dem Unterricht fern, führt zuerst die Schule Gespräche mit dem Schüler und den Eltern. Kann dadurch dieser Zustand nicht verändert werden, dann verschickt das Landratsamt einen Bußgeldbescheid, maximal bis zu einer Höhe von 3.000 Mark. Sollte innerhalb von zwei Wochen keine Zahlung erfolgen, geht ein Antrag an das Amtsgericht, den Bußgeldbescheid in die Leistung von Arbeitsstunden für den Schüler umzuwandeln. Eine Arbeitsstunde entspricht dem Bußgeld-Wert von fünf Mark.
Betroffen von der Schulbummelei sind vor allem Berufsschulen (44%), gefolgt von Haupt- und Realschulen (28%), Förderschulen (15 %) und Grundschulen (13 %). Bezogen nach Geschlechtern halten sich Mädchen (47 %) und Jungen (53 %) die Waage. Nicht immer helfen alle beschriebenen Mittel, es kommt häufiger vor, Bummelanten mit der Polizei abzuholen und sie bis ins Klassenzimmer zu begleiten. Bei Spitzenwerten der Schulbummelei kommen bis zu 60 Fehltage pro Halbjahr zusammen, ein Schulabschluß ist damit jedoch schon in weite Ferne gerückt. Da sprechen die Insider von hoffnungslosen Fällen, hier muß das Jugendamt einschreiten, mitunter ist eine Heimeinweisung nicht zu umgehen.
Mit dem Rad dabei - großes Programm in der Kranichstraße
Mal ehrlich, haben sie heute ihr geliebtes Auto zu Hause gelassen und sind mit Bahn, Bus oder Drahtesel zur Arbeit gefahren, heute am europaweit autofreien Tag? Wenn sie heute allerdings durch die Nordhäuser Kranichstraße PS-mäßig düsen wollen, dann haben sie da keine Chance. Bis 17 Uhr dreht sich in diesem Bereich alles um das Fahrrad. Von einer Ausstellung, Schautafeln, ungewöhnlichen Fahrrädern, einer Werkstatt für Drahtesel, über den Fahrrad-TÜV bis hin zu einer Vorführung von BMX- und Trailaktionen wird so ziemlich alles aufgeboten, was den Umstieg auf die Pedalen schmackhaft machen soll. Um 16 Uhr schwingen sich Prominente und Politiker aus Nordhausen auf die Sättel und halten nach neuen Fahrradwegen in der Rolandstadt Ausschau. Auch die Nordhäuser Stadtwerke sind heute wieder mit dabei, so wie schon an den anderen Tagen während der fünften Umweltfesttage. Neben den normalen historischen Straßenbahnen ist heute auch das Schienenbistro unterwegs. Angeboten werden kleine Köstlichkeiten, die vom Lift e.V. präsentiert werden.


