Fr, 15:03 Uhr
21.09.2001
Stadtrat sauer auf Herrn Schnatmann
Bleicherode (nnz). Obwohl nicht auf der Tagesordnung zu finden, stand der Streit um das geplante Autistenheim im Mittelpunkt der Sitzung des Bleicheröder Stadtrates. Einstimmigkeit herrschte bei den Fraktionen. nnz berichtet.
Bürgermeister Dieter Kochbeck (CDU) brachte es auf den Punkt: Das Kyffhäuserbildungswerk, vor allem die Person des Geschäftsführers habe mit ihren Darstellungen der jüngsten Ereignisse wider besseren Wissens gelogen. Kochbeck stellte klar: Am 1. August habe das Bildungswerk die Planungsunterlagen eingereicht (siehe auch nnz-Archiv). Der neu ausgehandelte Weg zum künftigen Heim für autistisch Kranke sei aber nicht Bestandteil der Unterlagen gewesen, sondern die Zufahrt über den Vogelberg. Nachgereicht sei schließlich ein handgeschriebener Zettel von einem Ingenieurbüro worden. Der sah die neue Zufahrt in einer Breite 4,75 Meter, einen 30 Zentimeter starken Unterbau sowie Rasengittersteine vor. Für Fahrzeuge der Feuerwehr bis zu 16 Tonnen sei diese Variante völlig ungeeignet, so die Bleicheröder Stadträte. Außerdem hätten die Planungen keine Wendemöglichkeit berücksichtigt, eine Entwässerung der Straße sei nicht geplant gewesen.
Der sogenannte Sollstedter Stieg als Zufahrt sei etwas über zwei Meter breit. Sollte die neue Straße gebaut werden, müsste das Kyffhäuserbildungswerk zuvor Grundstücke, die sich im privaten und kirchlichen Besitz befinden, aufkaufen. Auch hierzu gebe es noch keine Ansätze seitens Herrn Schnatmann. Die Stadträte aller Fraktionen waren sauer auf Heinrich Schnatmann. Da habe er alle möglichen Politiker zu einem Vor-Ort-Termin eingeladen, doch Vertreter der Stadt Bleicherode wurden außen vor gelassen. Herbert Siemon (SPD) sagte der nnz: Wenn Herr Schnatmann das Gebäude als Privatperson gekauft hat und es dann dem Kyffhäuserbildungswerk übergibt, dessen Geschäftsführer er ist, dann könnte bereits daran eventuell etwas faul sein.
Die Konflikte zwischen der Stadt Bleicherode und dem Kyffhäuserbildungswerk gehen wahrscheinlich in weiteren Runden. Eine baldige Lösung scheint sich momentan nicht abzuzeichnen. Quer durch alle Fraktionen wurde gestern noch einmal klargestellt, dass sich die Stadt Bleicherode nicht gegen ein Heim für kranke Menschen stelle. Das Kyffhäuserbildungswerk hingegen müsse endlich den gemachten Zusagen, vor allem unter baurechtlichen Aspekten nachkommen.
Autor: nnzBürgermeister Dieter Kochbeck (CDU) brachte es auf den Punkt: Das Kyffhäuserbildungswerk, vor allem die Person des Geschäftsführers habe mit ihren Darstellungen der jüngsten Ereignisse wider besseren Wissens gelogen. Kochbeck stellte klar: Am 1. August habe das Bildungswerk die Planungsunterlagen eingereicht (siehe auch nnz-Archiv). Der neu ausgehandelte Weg zum künftigen Heim für autistisch Kranke sei aber nicht Bestandteil der Unterlagen gewesen, sondern die Zufahrt über den Vogelberg. Nachgereicht sei schließlich ein handgeschriebener Zettel von einem Ingenieurbüro worden. Der sah die neue Zufahrt in einer Breite 4,75 Meter, einen 30 Zentimeter starken Unterbau sowie Rasengittersteine vor. Für Fahrzeuge der Feuerwehr bis zu 16 Tonnen sei diese Variante völlig ungeeignet, so die Bleicheröder Stadträte. Außerdem hätten die Planungen keine Wendemöglichkeit berücksichtigt, eine Entwässerung der Straße sei nicht geplant gewesen.
Der sogenannte Sollstedter Stieg als Zufahrt sei etwas über zwei Meter breit. Sollte die neue Straße gebaut werden, müsste das Kyffhäuserbildungswerk zuvor Grundstücke, die sich im privaten und kirchlichen Besitz befinden, aufkaufen. Auch hierzu gebe es noch keine Ansätze seitens Herrn Schnatmann. Die Stadträte aller Fraktionen waren sauer auf Heinrich Schnatmann. Da habe er alle möglichen Politiker zu einem Vor-Ort-Termin eingeladen, doch Vertreter der Stadt Bleicherode wurden außen vor gelassen. Herbert Siemon (SPD) sagte der nnz: Wenn Herr Schnatmann das Gebäude als Privatperson gekauft hat und es dann dem Kyffhäuserbildungswerk übergibt, dessen Geschäftsführer er ist, dann könnte bereits daran eventuell etwas faul sein.
Die Konflikte zwischen der Stadt Bleicherode und dem Kyffhäuserbildungswerk gehen wahrscheinlich in weiteren Runden. Eine baldige Lösung scheint sich momentan nicht abzuzeichnen. Quer durch alle Fraktionen wurde gestern noch einmal klargestellt, dass sich die Stadt Bleicherode nicht gegen ein Heim für kranke Menschen stelle. Das Kyffhäuserbildungswerk hingegen müsse endlich den gemachten Zusagen, vor allem unter baurechtlichen Aspekten nachkommen.

