eic kyf msh nnz uhz tv nt
Di, 08:45 Uhr
05.04.2005

Gefochten

Nordhausen (nnz). Anfang April fanden in Saalfeld erstmals die Thüringer Mannschaftsmeisterschaften der Aktiven im Degenfechten statt. Aufgrund ihrer aktuellen Führung in der Turnierserie des Thüringenpokals waren die Degenfechterinnen des Nordhäuser Fechtsportclubs berechtigt, mit zwei Mannschaften anzutreten. Dies sollte sich dann auch als die richtige Entscheidung erweisen.

Gefochten (Foto: nnz) Gefochten (Foto: nnz)

Die erste Mannschaft, bestehend als Kirsten Halm, Christiane Gentzel und Jennifer Franke, kämpfte sich hoch motiviert durch die Vorrunde. Sie musste sich nur zweimal geschlagen geben und konnte sich zum Ende dieser Einordnungsrunde als eine im Kräfteverhältnis und im technischen Können ausgeglichene Mannschaft präsentieren. Im Direktausscheid traf die junge Mannschaft zunächst auf die Mannschaft Mühlhausen II und konnte mit einem klaren Sieg von 45:35 in das Halbfinale einziehen. Dort trafen sie auf die andere Mühlhäuser Mannschaft, der die Nordhäuserinnen jedoch unterlagen.

Im „Kleinen Finale“ um Platz 3 zeigten Kirsten, Christiane und Jennifer dann aber noch einmal deutlich, was sie in den letzten Jahren im FSC Nordhausen gelernt hatten. Hier trafen sie auf die Mannschaft aus Erfurt, die nur knapp das Halbfinale verloren hatte und hoch motiviert in den Kampf ging. Im Gefecht auf 45 Treffer waren beide Mannschaften selten mehr als 3 Treffer voneinander entfernt, sie wechselten sich regelmäßig in der Führung ab, was die Anspannung innerhalb der Mannschaft und bei den Zuschauern ins nahezu Unerträgliche steigerte. Doch diesem Druck waren die Nordhäuserinnen gewachsen. Langsam konnten sie ihren Vorsprung Punkt für Punkt ausbauen und am Ende noch einmal ihre Kräfte mobilisieren. Als letzte Fechterin brachte Kirsten Halm den Sieg im „Kleinen Finale“ nach Hause und konnte am Ende über ein 45:39 mit Christiane Gentzel, Jennifer Franke und der als Kampfrichterin mitgereisten Melissa Franke jubeln.

Das zweite Nordhäuser Team war eine außergewöhnliche Mannschaft. Sie bestand aus einer Mutter, Heike Eichentopf, und ihren beiden Töchtern Ulrike (23 Jahre) und Silvia (18 Jahre). Mit einer lockeren Einstellung und dem Spaß am Fechten vor Augen setzte sich das Team in der Einordnungsrunde durch, ohne ein Gefecht zu verlieren. Dafür erhielt Familie Eichentopf im Direktausscheid ein Freilos und war für das Halbfinale automatisch gesetzt, wo sie auf die Gegnerinnen aus Erfurt trafen. Dieses Gefecht begann unglücklich mit zwei Punkten Rückstand für die Nordhäuserinnen, die Gegnerinnen hatten sich seit der Vorrunde gesteigert und gingen während des Gefechts mehrmals in Führung. Als Ulrike Eichentopf als letzte Fechterin auf die Planche trat, war bei einem Stand von 40:38 für den FSC Nordhausen noch nichts entschieden.

Innerhalb von 3 Minuten musste sie den Vorsprung halten. Die Erfurter Fechterin konnte allerdings aufholen, sodass es 5 Sekunden vor Zeitablauf 41:41 stand. Ulrike behielt jedoch souverän die Nerven und setzte den entscheidenden Treffer in die schlechte Deckung der Gegnerin, woraufhin das „Team Eichentopf“ wohlverdient in das Finale einziehen konnte.

Hier trafen sie auf Mühlhausen I, die zuvor bereits die erste Nordhäuser Mannschaft besiegen konnte. Motiviert durch den zuvor errungenen Sieg gegen Erfurt konnten Heike, Ulrike und Silvia noch einmal die letzten Kräfte mobilisieren und zeigen, dass jede der Drei unterschiedliche Stärken hat, und in der Lage sind, diese auch auszuspielen. Heike setzte sich im Finale aufgrund ihrer Nervenstärke mit der gewohnten Technik durch, Ulrike konnte aufgrund ihrer Vielseitigkeit und Fitness auch am Turnierende ihre Gegnerinnen dominieren und Silvia setzte ihre schnellen und gefährlichen Angriffe bis zum Ende fort. Sie war es auch, die am Ende mit einem letzten Überraschungsangriff den Sieg mit 45:37 Treffern nach Hause brachte.

Für den FSC Nordhausen war dieses Turnier mit dem Titel und dem dritten Platz ein voller Erfolg. Die Nordhäuser Degendamen konnten wieder einmal unter Beweis stellen, dass sie in Thüringen in dieser Saison die Nase vorn haben und nicht zu unterschätzen sind.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)