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So, 13:25 Uhr
30.06.2019
nnz-Forum

„Mord am Roland“ als Fernseh-Krimi?

Wann kommt ein Kyffhäuser-Krimi im Fernsehen? Wer bringt einen Harz-Quiz auf den Bildschirm? Vermutlich nur eine Frage der Zeit. Bei der Flut von Detektivfilmen der öffentlich rechtlichen und kommerziellen Sender sowie ihrer wuchernden Quizzeritis wohl schon bald. „Mord am Roland“ könnte ein zugkräftiger Titel für eine Kriminalgeschichte mit Tatort Nordhausen sein, meint nnz-Leser Martin Roland...

Die Autoren grasen immer öfter die Provinz ab, seit fast alle Großstädte mit eigenen Serien vertreten sind. Naheliegend sind noch Krimis aus Österreich und der Schweiz. Aber das reicht noch nicht. So produzieren ausgreifende Regisseure inzwischen Krimis, die von Istambul bis Lissabon und nach Skandinavien reichen. Mit „Harter Brocken“ und kürzlich „Schattengrund“ hat der Harz schon den Hintergrund für Fernseh-Krimis abgegeben. Aus der Fülle der Detektiv-Smöker mit regionalem Bezug kann so mancher Knüller entdeckt werden.

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„Das Mordharz-Festival“ vom 11. bis 14. September in der 9. Auflage wird im Herzberger und Wernigeröder Schloss, am Rammelsberg bei Goslar und im historischen Tabakspeicher in Nordhausen eine Riesenauswahl an Sujets für heimische Gruselkrimis bieten.

Die Deutschen, ein Volk von Quiz-Süchtigen? Kaum ein TV-Sender, der im Quoten-Rennen mithalten will, kann sich heute noch dem Fragespiel entziehen. Die „Mutter aller Quiz-Sendungen“ ist der RTL-Renner „Wer wird Millionär?“ Während dabei die Gewinner einen Batzen Geld mit nach Hause nehmen können, wird nunmehr die in Prominenten-Runden erspielten Summe zumeist für wohltätige Zwecke gespendet.

Quizmaster haben in Deutschland den höchsten Bekanntheitsgrad erlangt, ob sie nun Alexander Bommes, Kai Pflaume oder Jörg Pilawa heißen. Auch andere wie Eckart von Hirschhausen („Quiz des Menschen“) wildern auf den populären Sendeplätzen. Wer von TV-Kanal zu TV-Kanal springt, kann bei „Wer weiß denn sowas?“ und „Gefragt – Gejagt“ oder „Genial daneben – das Quiz“ mit Begeisterung teilnehmen.

Regional geprägte Frage-und-Antwort-Spiele laufen zusätzlich in den dritten Programmen. Der NDR präsentiert seit langem „Die Leuchte des Nordens“, „Das große Hessen-Quiz“ und „Jede Antwort zählt“ kommen aus Frankfurt/ Main, und der SWR bringt den „Quizduell-Olymp“. ProSieben/SAT 1 hängt
sich mit „Quiz mit Biss“ an den Trend. Damit ist die Liste der Quiz-Veranstaltungen im Fernsehen keineswegs erschöpft

Wann wird uns ein Harz-Quiz oder ein „Wer kennt Nordhausen?“ vor knifflige Fragen stellen? Diese Unterhaltungssparte ist längst noch nicht ausgereizt. Und an Einfällen zur Ausgestaltung mangelt es den Moderatoren sicherlich nicht.

Mit diesen Programmen wird durchweg erstaunliches Wissen vermittelt, das über den Standard der Volkshochschule hinausgeht.
Martin Roland
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Leser X
30.06.2019, 18:00 Uhr
Mediales Trauerspiel
Ja, der Zustand unserer sog. öffentlich-rechtlichen und privaten Medien ist unter aller Kanone. Das plumpe Nachäffen der privaten durch die Staatsmedien halte ich für eine schlimme Zumutung. Und zudem eine Beleidigung aller immer noch selbständig denkenden Individuen.

So richtig schlimm wird es wenn man bedenkt, dass wir alle diesen faden Brei mittels Zwangsgebühr gegenfinanzieren müssen. Selbst dann, wenn wir unseren Informationsbedarf längst auf andere Weise sichern und uns mehr und mehr von diesem medialen Unrat befreien.
Latimer Rex
01.07.2019, 09:22 Uhr
"Mord am Roland"/Schon eine alte Spur
Ein "oller Nordhisser" im äußersten Südwestzipfel
Deutschlands gab diesen interessanten Hinweis:
"Unsere Nordhäuser Gastgeberin lieh mir den spannen-
den Krimi 'Tod auf dem Rolandsfest'. Ein Nordhäuser
Diplom-Journalist, aufgewachsen in Nordhausen in
der DDR, trifft mit der Hexe die Gefährtin einer Nacht
im FDJ-Ferienlager wieder. Ihr Vater wird von einem
Israeli als SS-Mann erkannt, der zusammen mit einem
anderen SS-Mann seinen kleinen Bruder erschoss.
Der Jude schlägt den Vater nieder. Kurz vor dem Tod flüsterte der Sterbende den Namen eines anderen
SS-Mannes, der den Lagerort des Raubes einer russi-
schen Ikone kenne. Der Autor R. W. MIchael (wohl ein
Pseodonym) verwendet Nordhäuser Redensarten. Er kennt auch die politischen Verhältnisse nach der Wende."
Soweit die Ergänzung zu "Mord am Roland".
sarkaso
01.07.2019, 10:30 Uhr
@Latimer Rex
Beim Lesen des Artikels hatte ich auch sofort an "Mord auf dem Rolandsfest" gedacht.
Gibt's bei Buchhaus Rose in der Wühlkiste für 1€.
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