Do, 10:13 Uhr
31.03.2005
Der Arbeitsmarkt im März: Erholung?
Nordhausen (nnz). Zum ersten Mal werden die Arbeitsmarktdaten eines Monats an dessen Ende veröffentlicht. Ob sie dadurch besser oder schlechter geworden sind, das erfahren Sie mit dem bekannten Klick.
Im Zuge der Frühjahrsbelebung, aber auch durch Anzeichen einer leicht konjunkturellen Erholung und Entspannung auf dem Arbeitsmarkt, nahm die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Nordhausen erfreulicherweise im Monat März erstmals seit Oktober 2004 wieder ab. Allerdings führt auch im März die Übernahme ehemaliger Sozialhilfeempfänger in die statistischen Erhebungen der Arbeitsagentur zu ungünstigeren Ergebnissen als im letzten Jahr.
Der Arbeitsmarkt im März: Erholung? (Foto: nnz)
Die Arbeitslosigkeit hat sich im Landkreis Nordhausen im März um 825 auf 10.726 verringert. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 725 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im
März 22,4 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 20,4 % belaufen. Im März meldeten sich 857 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 243 Personen
oder 22 % weniger als vor einem Jahr.
Gleichzeitig beendeten 1.682 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 148 oder 10 % mehr als vor
Jahresfrist. In der Hauptagentur Nordhausen waren im März 539 Stellenangebote registriert, gegenüber Februar ist das ein Plus von 177. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 62 Stellen mehr.
Insgesamt beträgt die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Nordhausen im Berichtsmonat 33.430. Damit wurden Ende des I. Quartals 1.400 weniger Arbeitslose registriert, als im Februar diesen Jahres. Die Zahl der Arbeitslosen grundsätzlich auf die Monate März bezogen, war zuletzt im Jahr 1998 mit 35.843 Arbeitslosen noch höher. Das beste Ergebnis hatte im Berichtsmonat die Hauptagentur Nordhausen selbst. Hier waren mit 10.726 Personen 825, oder 7,1 Prozent weniger ohne Job, als im Vormonat, aber dennoch 725 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr.
Von der allgemein positiven Entwicklung profitierten im Agenturbezirk die Männer und Frauen unter 25. Die Zahl der jüngeren Menschen ohne Job konnte gegenüber Februar um 468 auf etwas über 4.000 reduziert werden. Den bedeutendsten Abbau hatte hier ebenfalls der Bereich Nordhausen mit einem Rückgang von über 300 Jugendlichen, oder 19,1 Prozent, auf 1.330 gegenüber dem Vormonat. Eine leicht belebte saisonale Nachfrage, das Instrument Arbeitsgelegenheiten und die Aufnahme von Qualifizierungen haben die positive Veränderung der Lage hauptsächlich möglich gemacht. Allein 110 Personen befanden sich im Agenturbezirk, ausgenommen des Eichsfeldkreises, in Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung
Der Anteil Langzeitarbeitsloser liegt mit insgesamt 13.674 nur leicht über dem Vormonatsniveau, ist aber verglichen mit dem Jahr 2004 noch immer um 1.272 erhöht. Während in den übrigen Geschäftsstellen eine Reduzierung des Bestandes der über zwölf Monate Arbeitslosen erfolgen konnte, erhöhte sich lediglich in der Region Leinefelde die Zahl um 58 Personen, oder 2,1 Prozent auf 2.809. Dass die Arbeitslosenzahl im Agenturbezirk insgesamt um 1.700 gegenüber März 2004 angestiegen ist, muss vor allem auf die weitere Registrierung ehemaliger Sozialhilfeempfänger und erwerbsfähiger Angehöriger, welche sich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung gestellt haben, zurückgeführt werden.
Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, verringerte sich, verglichen mit Februar, um 2,9 Prozentpunkte von 22,9 auf 22,0 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Quote 20,6 Prozent. Dabei konnten alle Geschäftsstellen diese positive Veränderung erfahren. Mit 0,2 Prozentpunkten von 26,1 auf 25,9 war die geringste Abweichung in Sondershausen zu erkennen. Der Bereich Nordhausen hingegen verbesserte seine Position um 1,8 von 24,2 auf 22,4 Prozent.
Beim Zugang von Arbeitslosen ist, ähnlich wie im Monat zuvor, ein merklicher Rückgang spürbar. Alle Geschäftsstellen konnten im Vergleich zum Februar, aber auch verglichen mit dem Vorjahr, rückläufige Zahlen verkünden. In den letzten vier Wochen meldeten sich 2.915 Männer und Frauen im Bezirk der Nordhäuser Arbeitsagentur arbeitslos, das sind über 700 weniger als im Vormonat, oder 20,1 Prozent, aber auch 642 weniger als im Jahr zuvor. Blickt man auf die letzten drei Jahre zurück, so hat die Nordhäuser Agentur mit diesem Zugang den bisher niedrigsten Wert erreicht. 1.669 Meldungen und damit über 200 weniger als im gleichen Zeitraum des Jahres 2004, wurden aus Erwerbstätigkeit registriert. Der höchste Zugang war aus dem Dienstleistungsgewerbe zu beobachten. Von hier kamen ebenfalls über 200 weniger als im Vorjahr, nämlich rund 840 Arbeitnehmer. Die günstigste Entwicklung gab es im Raum Heiligenstadt. Die Zahl der Arbeitslosmeldungen belief sich auf 264, das ist eine Verbesserung gegenüber Februar um 125 und bedeutet gleichzeitig über 100 Meldungen weniger als im März 2004.
Erstmals seit Oktober 2004 ist die Zahl derer, die sich aus der Arbeitslosigkeit abmelden konnten wieder höher, als der Anteil der Neuzugänge an Arbeitslosen. 4.315 Personen beendeten in den letzten vier Wochen ihre Arbeitslosigkeit. Verglichen mit dem Vormonat errechnet sich ein Plus von 1.125, oder 35.3 Prozent, gegenüber dem Vorjahr sind dies allerdings fast 500 Arbeitslose weniger. Mit über 2.100 Abgängen weniger seit Jahresbeginn, verglichen mit dem I. Quartal 2004, zeigt sich nochmals deutlich die auf niedrigem Niveau befindliche Arbeitskräftenachfrage, Fast 2.000 Arbeitslose nahmen im Berichtsmonat eine Erwerbstätigkeit auf. In 525 Fällen war die Agentur für Arbeit durch Auswahl und Vorschläge an der Stellenbesetzung beteiligt, das ergibt eine positive Veränderung zum Vorjahr um 37,8 Prozent.
Gezielte Aktionen zur Akquirierung freier Arbeits- und Ausbildungsstellen im vergangenen Monat bildeten die Grundlage für einen Zugang freier Arbeitsstellen, der mit 740 nur leicht unter dem des Vormonats von 768 und des Vorjahres lag. Während in Leinefelde mit 92 über 100 Prozent mehr freie Stellen als vor vier Wochen gemeldet wurden, so ist vor allem in Artern ein Rückgang um über 50 Prozent von 193 auf 80 Stellen gegenüber Februar zu verzeichnen. Der größte Teil, nämlich rund 350 freie Stellen kamen von Arbeitgebern der öffentlichen Verwaltung, Erziehung und von Gesundheitseinrichtungen. Bezogen auf die letzten zwölf Monate ist dies der höchste Zugang aus dieser Branche. Betrachtet man den schneereichen und kalten Monat März, so war, insgesamt gesehen, ein solches Ergebnis nur Dank der guten Zusammenarbeit zwischen Arbeitsagentur und Betrieben und Verwaltungen möglich.
470 freie Stellen und damit rund 120 weniger als im Monat zuvor und fast 170 weniger als im März 2004 wurden wieder besetzt. Fast 80 Arbeitslose mündeten im verarbeitenden Gewerbe und Baugewerbe ein, 140 Stellen wurden im Bereich der öffentlichen Verwaltung besetzt und rund 90 Einstellungen gab es in sonstigen Dienstleistungsbetrieben.
Am Monatsende lagen der Agentur für Arbeit Nordhausen insgesamt 1.045 Arbeitsstellen vor, das sind 270 mehr als im Vormonat und 44 mehr als im gleichen Zeitraum des letzten Jahres. Die größte Steigerung erzielte der Bereich Leinefelde. Hier erhöhte sich der Bestand von 70 auf 107, oder 52,9 Prozent im Vergleich zum Februar.
Ab 2005 stehen wegen einer Umstellung im Datenverfahren jeweils immer nur Vormonatsdaten zur Kurzarbeit zur Verfügung. Die Zahl der Kurzarbeiter betrug im Februar 582. Mit Kurzarbeitergeld wurden 65 Betriebe unterstützt. Arbeitsmarktpolitische Instrumente trugen auch im März 2005 zur Entlastung des regionalen Arbeitsmarktes bei. Die Integration in den ersten Arbeitsmarkt stand, wie auch in den vergangenen Monaten, im Vordergrund. Von der Nordhäuser Arbeitsagentur erhielten 3.147 Männer und Frauen beschäftigungsbegleitende Maßnahmen, davon fast 1.400 Personen im Rahmen der Ausübung ihrer Selbständigkeit. Die Unterstützung in Form von Überbrückungsgeld oder Existenzgründungszuschuss hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 84,7 Prozent erhöht.
Durch den Einsatz der Instrumente Förderung der beruflichen Weiterbildung, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und Strukturanpassungsmaßnahmen konnte für fast 1.400 Personen die Arbeitslosigkeit verhindert oder beendet werden. Ohne diese den Arbeitsmarkt entlastenden Instrumente läge die Arbeitslosigkeit fast bei 23 Prozent, statt tatsächlich bei 22,0 Prozent.
Artern
Die Arbeitslosigkeit hat sich im März um 113 auf 6.086 verringert. Im Vergleich zum
Vorjahr gab es 88 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im März 27,3 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 26,8 % belaufen. Im März meldeten sich 556 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 112 Personen oder 17 % weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 671 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 132 oder 16 % weniger als vor Jahresfrist. In der Geschäftsstelle Artern waren im März 232 Stellenangebote registriert, gegenüber Februar ist das ein Plus von 43. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 115 Stellen mehr.
Heiligenstadt
Die Arbeitslosigkeit hat sich im März um 207 auf 3.495 verringert. Im Vergleich zum
Vorjahr gab es 21 Arbeitslose weniger. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im März 15,8 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 16,1 % belaufen. Im März meldeten sich 264 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 106 Personen oder 29 % weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 473 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 131 oder 22 % weniger als vor Jahresfrist. In der Geschäftsstelle Heiligenstadt waren im März 58 Stellenangebote registriert, gegenüber Februar ist das ein Plus von 10. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 50 Stellen
weniger.
Leinefelde
Die Arbeitslosigkeit hat sich im März um 199 auf 7.024 verringert. Im Vergleich zum
Vorjahr gab es 414 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im März 19,4 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 18,0 % belaufen. Im März meldeten sich 616 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 202 Personen oder 25 % weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 815 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 331 oder 29 % weniger als vor Jahresfrist. In der Geschäftsstelle Leinefelde waren im März 107 Stellenangebote registriert, gegenüber Februar ist das ein Plus von 37. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 84 Stellen
weniger.
Sondershausen
Die Arbeitslosigkeit hat sich im März um 56 auf 6.099 verringert. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 526 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im März 25,9 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 23,2 % belaufen. Im März meldeten sich 622 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 21 Personen oder 3 % mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 674 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 44 oder 6 % weniger als vor Jahresfrist. In der Geschäftsstelle Sondershausen waren im März 109 Stellenangebote registriert,
gegenüber Februar ist das ein Plus von 3. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 1 Stellen mehr.
Autor: nnzIm Zuge der Frühjahrsbelebung, aber auch durch Anzeichen einer leicht konjunkturellen Erholung und Entspannung auf dem Arbeitsmarkt, nahm die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Nordhausen erfreulicherweise im Monat März erstmals seit Oktober 2004 wieder ab. Allerdings führt auch im März die Übernahme ehemaliger Sozialhilfeempfänger in die statistischen Erhebungen der Arbeitsagentur zu ungünstigeren Ergebnissen als im letzten Jahr.
Der Arbeitsmarkt im März: Erholung? (Foto: nnz)
Die Arbeitslosigkeit hat sich im Landkreis Nordhausen im März um 825 auf 10.726 verringert. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 725 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im
März 22,4 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 20,4 % belaufen. Im März meldeten sich 857 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 243 Personen
oder 22 % weniger als vor einem Jahr.
Gleichzeitig beendeten 1.682 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 148 oder 10 % mehr als vor
Jahresfrist. In der Hauptagentur Nordhausen waren im März 539 Stellenangebote registriert, gegenüber Februar ist das ein Plus von 177. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 62 Stellen mehr.
Insgesamt beträgt die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Nordhausen im Berichtsmonat 33.430. Damit wurden Ende des I. Quartals 1.400 weniger Arbeitslose registriert, als im Februar diesen Jahres. Die Zahl der Arbeitslosen grundsätzlich auf die Monate März bezogen, war zuletzt im Jahr 1998 mit 35.843 Arbeitslosen noch höher. Das beste Ergebnis hatte im Berichtsmonat die Hauptagentur Nordhausen selbst. Hier waren mit 10.726 Personen 825, oder 7,1 Prozent weniger ohne Job, als im Vormonat, aber dennoch 725 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr.
Von der allgemein positiven Entwicklung profitierten im Agenturbezirk die Männer und Frauen unter 25. Die Zahl der jüngeren Menschen ohne Job konnte gegenüber Februar um 468 auf etwas über 4.000 reduziert werden. Den bedeutendsten Abbau hatte hier ebenfalls der Bereich Nordhausen mit einem Rückgang von über 300 Jugendlichen, oder 19,1 Prozent, auf 1.330 gegenüber dem Vormonat. Eine leicht belebte saisonale Nachfrage, das Instrument Arbeitsgelegenheiten und die Aufnahme von Qualifizierungen haben die positive Veränderung der Lage hauptsächlich möglich gemacht. Allein 110 Personen befanden sich im Agenturbezirk, ausgenommen des Eichsfeldkreises, in Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung
Der Anteil Langzeitarbeitsloser liegt mit insgesamt 13.674 nur leicht über dem Vormonatsniveau, ist aber verglichen mit dem Jahr 2004 noch immer um 1.272 erhöht. Während in den übrigen Geschäftsstellen eine Reduzierung des Bestandes der über zwölf Monate Arbeitslosen erfolgen konnte, erhöhte sich lediglich in der Region Leinefelde die Zahl um 58 Personen, oder 2,1 Prozent auf 2.809. Dass die Arbeitslosenzahl im Agenturbezirk insgesamt um 1.700 gegenüber März 2004 angestiegen ist, muss vor allem auf die weitere Registrierung ehemaliger Sozialhilfeempfänger und erwerbsfähiger Angehöriger, welche sich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung gestellt haben, zurückgeführt werden.
Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, verringerte sich, verglichen mit Februar, um 2,9 Prozentpunkte von 22,9 auf 22,0 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Quote 20,6 Prozent. Dabei konnten alle Geschäftsstellen diese positive Veränderung erfahren. Mit 0,2 Prozentpunkten von 26,1 auf 25,9 war die geringste Abweichung in Sondershausen zu erkennen. Der Bereich Nordhausen hingegen verbesserte seine Position um 1,8 von 24,2 auf 22,4 Prozent.
Beim Zugang von Arbeitslosen ist, ähnlich wie im Monat zuvor, ein merklicher Rückgang spürbar. Alle Geschäftsstellen konnten im Vergleich zum Februar, aber auch verglichen mit dem Vorjahr, rückläufige Zahlen verkünden. In den letzten vier Wochen meldeten sich 2.915 Männer und Frauen im Bezirk der Nordhäuser Arbeitsagentur arbeitslos, das sind über 700 weniger als im Vormonat, oder 20,1 Prozent, aber auch 642 weniger als im Jahr zuvor. Blickt man auf die letzten drei Jahre zurück, so hat die Nordhäuser Agentur mit diesem Zugang den bisher niedrigsten Wert erreicht. 1.669 Meldungen und damit über 200 weniger als im gleichen Zeitraum des Jahres 2004, wurden aus Erwerbstätigkeit registriert. Der höchste Zugang war aus dem Dienstleistungsgewerbe zu beobachten. Von hier kamen ebenfalls über 200 weniger als im Vorjahr, nämlich rund 840 Arbeitnehmer. Die günstigste Entwicklung gab es im Raum Heiligenstadt. Die Zahl der Arbeitslosmeldungen belief sich auf 264, das ist eine Verbesserung gegenüber Februar um 125 und bedeutet gleichzeitig über 100 Meldungen weniger als im März 2004.
Erstmals seit Oktober 2004 ist die Zahl derer, die sich aus der Arbeitslosigkeit abmelden konnten wieder höher, als der Anteil der Neuzugänge an Arbeitslosen. 4.315 Personen beendeten in den letzten vier Wochen ihre Arbeitslosigkeit. Verglichen mit dem Vormonat errechnet sich ein Plus von 1.125, oder 35.3 Prozent, gegenüber dem Vorjahr sind dies allerdings fast 500 Arbeitslose weniger. Mit über 2.100 Abgängen weniger seit Jahresbeginn, verglichen mit dem I. Quartal 2004, zeigt sich nochmals deutlich die auf niedrigem Niveau befindliche Arbeitskräftenachfrage, Fast 2.000 Arbeitslose nahmen im Berichtsmonat eine Erwerbstätigkeit auf. In 525 Fällen war die Agentur für Arbeit durch Auswahl und Vorschläge an der Stellenbesetzung beteiligt, das ergibt eine positive Veränderung zum Vorjahr um 37,8 Prozent.
Gezielte Aktionen zur Akquirierung freier Arbeits- und Ausbildungsstellen im vergangenen Monat bildeten die Grundlage für einen Zugang freier Arbeitsstellen, der mit 740 nur leicht unter dem des Vormonats von 768 und des Vorjahres lag. Während in Leinefelde mit 92 über 100 Prozent mehr freie Stellen als vor vier Wochen gemeldet wurden, so ist vor allem in Artern ein Rückgang um über 50 Prozent von 193 auf 80 Stellen gegenüber Februar zu verzeichnen. Der größte Teil, nämlich rund 350 freie Stellen kamen von Arbeitgebern der öffentlichen Verwaltung, Erziehung und von Gesundheitseinrichtungen. Bezogen auf die letzten zwölf Monate ist dies der höchste Zugang aus dieser Branche. Betrachtet man den schneereichen und kalten Monat März, so war, insgesamt gesehen, ein solches Ergebnis nur Dank der guten Zusammenarbeit zwischen Arbeitsagentur und Betrieben und Verwaltungen möglich.
470 freie Stellen und damit rund 120 weniger als im Monat zuvor und fast 170 weniger als im März 2004 wurden wieder besetzt. Fast 80 Arbeitslose mündeten im verarbeitenden Gewerbe und Baugewerbe ein, 140 Stellen wurden im Bereich der öffentlichen Verwaltung besetzt und rund 90 Einstellungen gab es in sonstigen Dienstleistungsbetrieben.
Am Monatsende lagen der Agentur für Arbeit Nordhausen insgesamt 1.045 Arbeitsstellen vor, das sind 270 mehr als im Vormonat und 44 mehr als im gleichen Zeitraum des letzten Jahres. Die größte Steigerung erzielte der Bereich Leinefelde. Hier erhöhte sich der Bestand von 70 auf 107, oder 52,9 Prozent im Vergleich zum Februar.
Ab 2005 stehen wegen einer Umstellung im Datenverfahren jeweils immer nur Vormonatsdaten zur Kurzarbeit zur Verfügung. Die Zahl der Kurzarbeiter betrug im Februar 582. Mit Kurzarbeitergeld wurden 65 Betriebe unterstützt. Arbeitsmarktpolitische Instrumente trugen auch im März 2005 zur Entlastung des regionalen Arbeitsmarktes bei. Die Integration in den ersten Arbeitsmarkt stand, wie auch in den vergangenen Monaten, im Vordergrund. Von der Nordhäuser Arbeitsagentur erhielten 3.147 Männer und Frauen beschäftigungsbegleitende Maßnahmen, davon fast 1.400 Personen im Rahmen der Ausübung ihrer Selbständigkeit. Die Unterstützung in Form von Überbrückungsgeld oder Existenzgründungszuschuss hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 84,7 Prozent erhöht.
Durch den Einsatz der Instrumente Förderung der beruflichen Weiterbildung, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und Strukturanpassungsmaßnahmen konnte für fast 1.400 Personen die Arbeitslosigkeit verhindert oder beendet werden. Ohne diese den Arbeitsmarkt entlastenden Instrumente läge die Arbeitslosigkeit fast bei 23 Prozent, statt tatsächlich bei 22,0 Prozent.
Artern
Die Arbeitslosigkeit hat sich im März um 113 auf 6.086 verringert. Im Vergleich zum
Vorjahr gab es 88 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im März 27,3 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 26,8 % belaufen. Im März meldeten sich 556 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 112 Personen oder 17 % weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 671 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 132 oder 16 % weniger als vor Jahresfrist. In der Geschäftsstelle Artern waren im März 232 Stellenangebote registriert, gegenüber Februar ist das ein Plus von 43. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 115 Stellen mehr.
Heiligenstadt
Die Arbeitslosigkeit hat sich im März um 207 auf 3.495 verringert. Im Vergleich zum
Vorjahr gab es 21 Arbeitslose weniger. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im März 15,8 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 16,1 % belaufen. Im März meldeten sich 264 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 106 Personen oder 29 % weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 473 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 131 oder 22 % weniger als vor Jahresfrist. In der Geschäftsstelle Heiligenstadt waren im März 58 Stellenangebote registriert, gegenüber Februar ist das ein Plus von 10. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 50 Stellen
weniger.
Leinefelde
Die Arbeitslosigkeit hat sich im März um 199 auf 7.024 verringert. Im Vergleich zum
Vorjahr gab es 414 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im März 19,4 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 18,0 % belaufen. Im März meldeten sich 616 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 202 Personen oder 25 % weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 815 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 331 oder 29 % weniger als vor Jahresfrist. In der Geschäftsstelle Leinefelde waren im März 107 Stellenangebote registriert, gegenüber Februar ist das ein Plus von 37. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 84 Stellen
weniger.
Sondershausen
Die Arbeitslosigkeit hat sich im März um 56 auf 6.099 verringert. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 526 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im März 25,9 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 23,2 % belaufen. Im März meldeten sich 622 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 21 Personen oder 3 % mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 674 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 44 oder 6 % weniger als vor Jahresfrist. In der Geschäftsstelle Sondershausen waren im März 109 Stellenangebote registriert,
gegenüber Februar ist das ein Plus von 3. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 1 Stellen mehr.

