Do, 15:53 Uhr
21.03.2019
Sportlehrertag in Nordhausen
Eine "6" sollte es im Fach Sport nicht geben
Im Herder-Gymnasium Nordhausen fanden sich heute Nordthüringer Sportlehrerinnen und -lehrer zusammen. Das Konzept wurde unter Fortbildung notiert und machte tatsächlich richtig Spaß. Zumindest im ersten Part, der in der Aula der Schule stattfand...
Sportlehrertag: Tanzdarbietung (Foto: nnz)
Das muss man ihm lassen: wenn Schulsportkoordinator Werner Hütcher für die Organisation einer Veranstaltung zuständig ist, dann muss alles perfekt sein. Das beginnt mit der Zusammenstellung des Programms, der Einladung eines Ehrengastes und endet mit schier nicht enden wollenden Aufzählung der Ehrengäste.
Nach dem Landrat Matthias Jendricke in seinem Grußwort die Arbeit der sportlichen Pädagogen gewürdigt hatte - schließlich wirke ihre Arbeit bis in die Sportvereine der Kommunen hinein - übernahmen Kai Röckert und Hardy Krause die Mikros und reflektierten die Stellung des Sportunterrichts gestern, heute und vielleicht auch morgen.
Sie zählten rund 20 Problemfelder auf, mit denen sich ihre Kolleginnen und Kollegen jeden Arbeitstag aufs Neue auseinandersetzen müssten. Das seien zum Beispiel einerseits die fachlichen Rahmenbedingungen, andererseits aber auch die gesellschaftlichen. Die letzten haben in den vergangenen Jahren derart die Lebensweise der Schülerinnen und Schüler verändert, dass Schule kaum noch hinterherkomme. "Wenn früher jemand unter Jugendlichen Spaß haben wollte, dann musste er oder sie mindestens auf die Straße, um sich mit anderen zu treffen. Heute reichen zwei (noch) bewegliche Daumen, um den Spaß ins Zimmer zu holen."
Eindrücke, die auch der Ehrengast der Veranstaltung, der Weltmeister und Olympiasieger im Biathlon, Sven Fischer, nicht verneinen könne. Ihn habe der Sport geprägt, auch als seine Karriere als Jugendlicher defacto schon zu Ende zu sein schien. Doch der im Sport anerzogene Wille habe ihn letztlich so oft ganz nach oben auf das Siegerpodest gebracht.
Fischer stellte in seinem Vortrag die Motivation der Kinder in den Vordergrund. Sie sei entscheidend für die Leistungen. Und die könne jeder bringen und: "im Unterrichtsfach Sport muss es keine 6 geben", diese These seiner beiden Vorredner, die konnte Fischer nur bestätigen.
Blanke und Roscher (Foto: nnz)
Nach dem Talk mit Sven Fischer wurden acht verdiente Sportlehrerinnen und Sportlehrer geehrte. Aus dem Landkreis Nordhausen waren das Danielle Blanke von der Grundschule Klettenberg und Sven Roscher aus der Grundschule "Käthe Kollwitz" aus Nordhausen.
Danke, Werner Hütcher (Foto: nnz)
Im Anschluss an die Auszeichnungen wurde es dann noch einmal emotional: Von seinen Nordthüringer Kolleginnen und Kollegen wurde Werner Hütcher geehrt. Es war sein letzter Sportlehrertag. Mit Ende dieses Schuljahres wird er in den Ruhestand gehen.
Danach standen einzelne Workshops auf dem Programm des Nordthüringer Sportlehrertages. Zumindest einer hätte sich wohl auch für Politiker geeignet: "Ringen und Raufen".
Peter-Stefan Greiner
Autor: red
Sportlehrertag: Tanzdarbietung (Foto: nnz)
Das muss man ihm lassen: wenn Schulsportkoordinator Werner Hütcher für die Organisation einer Veranstaltung zuständig ist, dann muss alles perfekt sein. Das beginnt mit der Zusammenstellung des Programms, der Einladung eines Ehrengastes und endet mit schier nicht enden wollenden Aufzählung der Ehrengäste.
Nach dem Landrat Matthias Jendricke in seinem Grußwort die Arbeit der sportlichen Pädagogen gewürdigt hatte - schließlich wirke ihre Arbeit bis in die Sportvereine der Kommunen hinein - übernahmen Kai Röckert und Hardy Krause die Mikros und reflektierten die Stellung des Sportunterrichts gestern, heute und vielleicht auch morgen.
Sie zählten rund 20 Problemfelder auf, mit denen sich ihre Kolleginnen und Kollegen jeden Arbeitstag aufs Neue auseinandersetzen müssten. Das seien zum Beispiel einerseits die fachlichen Rahmenbedingungen, andererseits aber auch die gesellschaftlichen. Die letzten haben in den vergangenen Jahren derart die Lebensweise der Schülerinnen und Schüler verändert, dass Schule kaum noch hinterherkomme. "Wenn früher jemand unter Jugendlichen Spaß haben wollte, dann musste er oder sie mindestens auf die Straße, um sich mit anderen zu treffen. Heute reichen zwei (noch) bewegliche Daumen, um den Spaß ins Zimmer zu holen."
Eindrücke, die auch der Ehrengast der Veranstaltung, der Weltmeister und Olympiasieger im Biathlon, Sven Fischer, nicht verneinen könne. Ihn habe der Sport geprägt, auch als seine Karriere als Jugendlicher defacto schon zu Ende zu sein schien. Doch der im Sport anerzogene Wille habe ihn letztlich so oft ganz nach oben auf das Siegerpodest gebracht.
Fischer stellte in seinem Vortrag die Motivation der Kinder in den Vordergrund. Sie sei entscheidend für die Leistungen. Und die könne jeder bringen und: "im Unterrichtsfach Sport muss es keine 6 geben", diese These seiner beiden Vorredner, die konnte Fischer nur bestätigen.
Blanke und Roscher (Foto: nnz)
Nach dem Talk mit Sven Fischer wurden acht verdiente Sportlehrerinnen und Sportlehrer geehrte. Aus dem Landkreis Nordhausen waren das Danielle Blanke von der Grundschule Klettenberg und Sven Roscher aus der Grundschule "Käthe Kollwitz" aus Nordhausen.
Danke, Werner Hütcher (Foto: nnz)
Im Anschluss an die Auszeichnungen wurde es dann noch einmal emotional: Von seinen Nordthüringer Kolleginnen und Kollegen wurde Werner Hütcher geehrt. Es war sein letzter Sportlehrertag. Mit Ende dieses Schuljahres wird er in den Ruhestand gehen.
Danach standen einzelne Workshops auf dem Programm des Nordthüringer Sportlehrertages. Zumindest einer hätte sich wohl auch für Politiker geeignet: "Ringen und Raufen".
Peter-Stefan Greiner



