Fr, 09:37 Uhr
11.03.2005
Gute Nachricht für die Natur
Nordhausen (nnz). Rohstoffabbau als Wirtschaftsfaktor, die Stadt Nordhausen will das auch in der Zukunft nicht ausschließen. Aber nicht an diesem Standort. Scheint der Winkelberg vorerst gerettet?
Gute Nachricht für die Natur (Foto: nnz)
Das Thüringer Landesbergamt hat einer Südharzer Gipsfirma die Durchführung von Aufsuchungsbohrungen zum jetzigen Zeitpunkt am Winkelberg in der Rüdigsdorfer Schweiz nicht genehmigt. Ausgangspunkt der Streitentscheidung war die Versagung der Stadt Nordhausen, für die Bohrungen städtische Grundstücke in Anspruch zu nehmen.
Wesentlicher Grund für die Ablehnung ist die erweiterte Ausweisung der Rüdigsdorfer Schweiz als FFH-Gebiet. Steffen Meyer vom städtischen Umweltamt meinte dazu, dass dies aus Sicht der Stadt Nordhausen eine gute Nachricht ist, da die Aufsuchungsbohrungen ausschließlich auf die weitere Forcierung eines großflächigen Gipsabbaus zielten.
Insofern war dies eine gute Entscheidung, zu Gunsten eines der wertvollsten Naturstücke im Südharzer Karst. Er gehe allerdings davon aus, dass es weitere Bestrebungen für einen möglichen Gipsabbau geben werde. Da der gesamte Winkelberg nunmehr im FFH – Gebiet liegt, wurde die Messlatte damit höher gelegt. Nunmehr ist zu prüfen, ob ein solches Vorhaben überhaupt noch mit den Erhaltungszielen dieses europäischen Schutzstatus im Einklang stehen kann.
Insofern sei es weiterhin erforderlich, dass das jahrelang und parteiübergreifend verfolgte Ziel der Stadt Nordhausen und aller Beteiligten, diesen Naturraum auch für die nachfolgenden Generationen zu erhalten, weiter verfolgt wird. Wir freuen uns, dass sich das Bergamt damit unserer fachlichen Argumentation angeschlossen hat, so Meyer.
Es sei auch hier noch einmal klar gestellt: Wir sind nicht prinzipiell gegen den Rohstoffabbau als Wirtschaftfaktor im Südharz – wir sind gegen den Abbau an dieser Stelle. Nordhausen habe ausreichend Gemarkungsfläche für den Abbau von Rohstoffen zur Verfügung gestellt, es gebe auch schon genügend Gebiete, an denen bereits abgebaut worden sei, deshalb macht es keinen Sinn, an einer bisher völlig unberührten Stelle einen weiteren Tagebau zu öffnen.
Autor: nnz
Gute Nachricht für die Natur (Foto: nnz)
Das Thüringer Landesbergamt hat einer Südharzer Gipsfirma die Durchführung von Aufsuchungsbohrungen zum jetzigen Zeitpunkt am Winkelberg in der Rüdigsdorfer Schweiz nicht genehmigt. Ausgangspunkt der Streitentscheidung war die Versagung der Stadt Nordhausen, für die Bohrungen städtische Grundstücke in Anspruch zu nehmen.Wesentlicher Grund für die Ablehnung ist die erweiterte Ausweisung der Rüdigsdorfer Schweiz als FFH-Gebiet. Steffen Meyer vom städtischen Umweltamt meinte dazu, dass dies aus Sicht der Stadt Nordhausen eine gute Nachricht ist, da die Aufsuchungsbohrungen ausschließlich auf die weitere Forcierung eines großflächigen Gipsabbaus zielten.
Insofern war dies eine gute Entscheidung, zu Gunsten eines der wertvollsten Naturstücke im Südharzer Karst. Er gehe allerdings davon aus, dass es weitere Bestrebungen für einen möglichen Gipsabbau geben werde. Da der gesamte Winkelberg nunmehr im FFH – Gebiet liegt, wurde die Messlatte damit höher gelegt. Nunmehr ist zu prüfen, ob ein solches Vorhaben überhaupt noch mit den Erhaltungszielen dieses europäischen Schutzstatus im Einklang stehen kann.
Insofern sei es weiterhin erforderlich, dass das jahrelang und parteiübergreifend verfolgte Ziel der Stadt Nordhausen und aller Beteiligten, diesen Naturraum auch für die nachfolgenden Generationen zu erhalten, weiter verfolgt wird. Wir freuen uns, dass sich das Bergamt damit unserer fachlichen Argumentation angeschlossen hat, so Meyer.
Es sei auch hier noch einmal klar gestellt: Wir sind nicht prinzipiell gegen den Rohstoffabbau als Wirtschaftfaktor im Südharz – wir sind gegen den Abbau an dieser Stelle. Nordhausen habe ausreichend Gemarkungsfläche für den Abbau von Rohstoffen zur Verfügung gestellt, es gebe auch schon genügend Gebiete, an denen bereits abgebaut worden sei, deshalb macht es keinen Sinn, an einer bisher völlig unberührten Stelle einen weiteren Tagebau zu öffnen.

