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Mi, 09:03 Uhr
09.01.2019
Sternsinger unterwegs

Erste Etappen

Gestern waren die Nordhäuser Sternsinger wieder in der Rolandstadt unterwegs. An welche Türen die Mädchen und Jungen klopften, das haben wir für Sie zusammengestellt...


So besuchten die Sternsinger gestern mit Frau Alpers von Biela die Hauptwerkstatt und überbrachten den Segen. In diesem Jahr möchte die Sternsinger-Aktion, Kindern mit Behinderung und deren Familien in Peru unterstützen.

Eine weitere Station war das Rathaus, um auch hier den Segen für das neue Jahr zu bringen aber auch um eine Spende für die Kinder der Welt zu bitten. Bei dem traditionellen Dreikönigssingen geht es in diesem Jahr um Kinder mit Beeinträchtigungen. Sie wurden von Bürgermeisterin Jutta Krauth empfangen.

„Die Kinder der evangelischen Grundschule, verkleidet als die Heiligen drei Könige, sammeln heute für ein Haus in Peru, in dem Kindern mit Beeinträchtigungen bis ans Lebensende geholfen wird“, sagte Pfarrerin Elisabeth Alpers-von Biela, die die Sternsinger begleitete.


Als Dank für die Spende brachten sie im Rathaus den Segenswunsch über der Tür des Dienstzimmers an. Der Segensspruch "20 C+M+B 19" steht für das lateinische "Christus mansionem benedicat" ("Christus segne dieses Haus"). Anfang und Ende ist die geteilte Jahreszahl.
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Kommentare

09.01.2019, 16.17 Uhr
Joerg B. | „Chronische Dummheit"?
„Unser Problem besteht ja zum Beispiel darin, dass weite Teile der Bevölkerung unseren christlichen Glauben gar nicht mehr richtig kennen. Dass wir zwar immer noch davon sprechen, wir seien eine christlich-abendländisch geprägte Gesellschaft, aber wenn man einmal genau nachfragt: Bis in den innersten Kern unserer Gemeinden hinein fehlt es manchmal an Wissen über das, was wir als Christen glauben.“, so äußerte sich der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki in einem „Interview der Woche“ im Deutschlandfunk, das die Überschrift „Nicht den Rattenfängern auf den Leim gehen“ trägt.

Die Dekadenz des (Ur-) Christentums begann aber schon mit Paulus von Tarsus und erreichte unter Konstantin „dem Großen“ und dem ersten Papst Silvester I. einen vorläufigen Höhepunkt. Schon vorher wurde das Christentum für den römischen Obrigkeitsstaat kompatibel gemacht. Ein wichtiges Instrument dazu war die Erfindung der Legende von den „Heiligen Drei Königen“. Ich habe zu dem Artikel „Sternsinger heute im Thüringer Landtag“ (https://www.eichsfelder-nachrichten.de/news/news_lang.php?ArtNr=248065#82121) bereits einen Kommentar geschrieben.

Der historische Jesus hatte nämlich nichts mit Magiern, Sterndeutern, und Königen „am Hut“. Von seiner Abstammung und seiner späteren Vita her kann er eher als ein früher „Working Class Hero“ angesehen werden, der den gleichnamigen Song von John Lennon gar nicht so daneben finden würde – auch nicht die folgenden kultur- und religionskritischen Zeilen:

„[They] Keep you doped with religion and sex and TV
And you think you're so clever and classless and free
But you're still fucking peasants as far as I can see“

(Sie halten euch gedopt mit Religion, Sex und Fernsehen.
Und ihr glaubt, ihr wärt so schlau und klassenlos und frei.
Aber ihr seid immer noch scheiß Bauern, so weit ich das überblicken kann.)

Das immer noch existierende volksverdummende Werbefernsehen ist heute weitgehend durch das viel mehr auf individuelle Bestätigung ausgerichtete smarte „Taschenspiegelchen“ ersetzt worden, das dumme – häufig populistische – Vorurteile noch bestärkt. So kriegt jede/r das frei Haus geliefert, was „seinem Affen“ den süßesten Zucker gibt.

Ich will damit die modernen technologischen Errungenschaften nicht pauschal miesmachen aber auch heute noch gilt die Erkenntnis der Göttinger Naturwissenschaftlers Georg Christoph Lichtenberg:

„Ein Buch ist [wie das Smartphone] ein Spiegel, ... wenn ein Affe hineinsieht, so kann kein Apostel heraus gucken.“ Das scheint allerdings auch für das „meistgelesene“ Buch zu gelten, wie es uns Herr Woelki bestätigt.
Und nun meine bescheidene Erkenntnis:
Die meisten Traditionen sind chronisch gewordene Dummheiten. Sie sind wie Schnupfen, den man nicht los wird. (So weit ich das überblicken kann;–)

Jörg Birkefeld

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