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Mi, 15:41 Uhr
11.10.2000

Bewegung im Tourismus: Nordhausen tritt aus, keine GmbH im Südharz

Nordhausen (nnz). Die Stadt Nordhausen hat ihre Mitgliedschaft im Tourismusverband Region Nordhausen e.V. gekündigt. Damit geht dem Verband der mit Abstand größte Geldgeber verloren. Jährlich flossen rund 20.000 Mark städtische Mittel in die Vereinskassen.
Aus Sicht der Stadt Nordhausen sei die Wirksamkeit des Verbandes nicht mehr gegeben. Der Effekt, der für die Vermarktung der Stadt erreicht wurde, entsprach in keinem Fall mehr dem eingezahlten Betrag. Mit diesem Austritt ist jedoch nicht die Existenz der Tourist-Informationen am Bahnhof gefährdet, betonte Dr. Gerd Fischer von der Stadtverwaltung. Dafür seien andere Träger verantwortlich. Die Stadt werde diesen Anlaufpunkt für Touristen auch weiterhin unterstützen. Die Stadt Nordhausen setzt nach Aussagen von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke auch weiterhin auf Tourismus. Derzeit wird in der Stadtverwaltung eine interne Ausschreibung für eine Stelle im Kulturamt vorbereitet. Deren Aufgabeninhalt ist zu rund zwei Drittel auf die Aufgaben im Zusammenhang mit Tourismus fixiert.
Heute soll ein Gespräch seitens der Stadt Nordhausen mit dem Vorsitzenden des Tourismusverbandes, Bernd Meyer, stattfinden. Wie nnz erfuhr, würde sich mit dem Austritt der Stadt Nordhausen eine Auflösung der Verbandes ergeben. Dadurch müsse über die Zukunft der touristischen Arbeit im Landkreis generell diskutiert werden. Derzeit arbeiten im Landkreis Nordhausen auf touristischem Gebiet mehrere Regionalverbände, so zum Beispiel in der Goldenen Aue, in der Hainleite und im Südharz.
Das regionale Tourismusmarketing im Südharz ist unter dem Dach des Vereins "Südharz Touristik" angesiedelt. Doch Vereinsvorsitzender Bernd Meyer sieht in dieser Form nicht mehr die effiziente Form, um den gegenwärtigen und zukünftigen Ansprüchen gerecht zu werden. Ein Gutachten, das vom Land Thüringen gefördert wurde, gibt die Empfehlung ab, den Verein in eine GmbH umzuwandeln. Als Gesellschaft kämen hierfür die Gemeinden Neustadt und Ilfeld sowie die Einheitsgemeinde Ellrich in Frage. Doch für diese "große" Variante gibt es nicht überall Zustimmung, vor allem nicht in Ellrich. Wie nnz erfuhr, soll nun die "kleine" Variante mit Ilfeld und Neustadt favorisiert werden. Nach Aussage von Bernd Meyer in der vergangenen Woche gebe es dazu im Südharzrevier überwiegend Zustimmung zwischen den Kommunen aber auch zwischen den Parteien.
Die Meinung des Ilfelder Gemeinderates soll da aber eine gänzlich andere sein. In nicht öffentlicher Sitzung informierte Bernd Meyer die Räte über seine Vorstellungen, die bislang mit den Bürgermeistern der Kommunen diskutiert wurden. Die Mehrheit im Gemeinderat soll sich nach nnz-Informationen gegen die Bildung einer GmbH zum gegenwärtigen Zeitpunkt ausgesprochen haben. Vor allem wird dies aus finanzieller Sicht begründet. Eine solche Investition gebe der Haushalt nicht her, so ein Gemeinderatsmitglied zur nnz. Ebenso wurde die Erhebung einer Kurabgabe abgelehnt.
Autor: psg

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