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Sa, 09:00 Uhr
08.12.2018
Zehn Tage Echt-Eisbahn:

"Wir machen in jedem Fall weiter!"

Morgen schließt an der Halleschen Straße in Nordhausen die erste „Echt-Eisbahn“. Für Organisatoren und Sponsoren die Gelegenheit, eine Bilanz zu ziehen…

Volles Haus am Freitagnachmittag (Foto: privat)
Einer von ihnen, sozusagen der Ideengeber, ist Michael Manthey. Ein Berliner, der schon mehrfach Events mit seiner Agentur in der Nordhäuser Region ausgerichtet hat. Der Mann ist aber auch ein wenig „verrückt“. Ich darf das notieren, wir kennen uns schon fast 20 Jahre lang. Was er in seiner Karriere als Organisator und Event-Manager allerdings noch nicht erlebt hat, ist das absolute Desinteresse der Kommune an einem solchen Projekt, das zumindest in Nordthüringen seinesgleichen sucht.

„Wir haben um den Theaterplatz gerungen, hatten ein Konzept und stießen im Nordhäuser Rathaus auf verschlossene Türen. Wir haben es aber trotzdem umsetzen können. Mit Hilfe von Freunden und Unternehmen, die an unserer Seite standen“, sagt Manthey und bilanziert: „Wir wollten hier am Rande der Stadt zeigen, dass wir ein solches Event zehn Tage lang liefern können und wir haben geliefert.“

Die Menschen haben in den zurückliegenden Tagen zwischen der Eisstockbahn am Theater und der Echt-Eisbahn auf dem Gelände der Autohaus-Peter-Gruppe „mit den Füßen abgestimmt“. Mehr als 2.500 Besucher werden wohl bis Sonntagabend sein, genauso viel wie im vergangenen Jahr vor der Echter Nordhäuser Marktpassage. Dort stand die „Eisbahn“ allerdings fünf Wochen lang.

„Ohne die Unterstützung von Vereinen, Sponsoren und vor allem der Peter-Gruppe wäre das nicht möglich gewesen. Uns macht dieses Ergebnis auch Mut, es im kommenden Jahr wieder anzugehen. Vielleicht noch größer, vielleicht auch in der Stadt. Nur die muss eben an unserer Seite stehen“, sagt Manthey, der unumwunden zugibt, dass die privaten Veranstalter "am Ende mit Plus-Minus-Null" rauskommen werden.

André Materlik, der gestern Abend die Vielzahl der Sponsoren vertrat, schließt sich dem an und kann die Position der Stadt, die zum Teil gegen das Vorhaben zu wirken schien, nicht verstehen. Materlik machte ebenso deutlich, dass man an dem Konzept und der Unterstützung durch die vielen Unternehmen aus dem bestehenden Pool festhalten werde. Er forderte in Richtung Stadt dafür zu sorgen, dass es in der Innenstadt einen Markt für die ganz Familie gebe. Derzeit bietet sich das Bild: An der Halleschen Straße tolle Stimmung, vor allem für Kinder, Eltern und Großeltern und auf dem Marktplatz Essen und Trinken. Materlik weiter: „Sollte es keine Einigung mit der Verwaltungsspitze geben, dann gibt es in der Stadt Plätze, die nicht der Kommune gehören und die sich für einen tollen Weihnachtsmarkt mit noch größerer Kunsteisbahn durchaus eignen könnten.“

Andreas Meyer ist komplett stolz, dass unter anderem 274 Grund- und Regelschüler das spezielle Angebot über das Projekt „Lernen an einem anderen Ort angenommen haben. 653 Kinder und Jugendliche aus 26 Sportvereinen nutzten mit ihren Übungsleitern die Möglichkeit des Eislaufens und 627 Mädchen und Jungen aus den Nachwuchsabteilungen von Vereinen wie den Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises verbrachten auf der Eisbahn vergnüglich-sportliche Stunden.

Für das Wochenende legen die Organisatoren noch eine Schippe drauf. Heute wird ab dem Nachmittag ein Showtraining der Eishockey-Cracks aus Braunlage geben und morgen geben sich die Athleten des Leipziger Eissport-Clubs und des Eis- und Sportvereins Halle die Ehre und laden zu einem Augen- und Ohrenschmaus auf dem Eis ein.
Peter-Stefan Greiner
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Kommentare

08.12.2018, 18.55 Uhr
andreas66 | Hier sei mir...
eine Anmerkung gestattet. War eben auf der Hunderunde und wollte mal das Geschehen vorm Theater in Augenschein nehmen. Eisstockbahn? Dort war es mausetot, eine gähnende Leere fand ich vor. Eine Handvoll Buden und das wärs. Einige Entscheidungen der Stadtverwaltung versteht man echt nicht.
08.12.2018, 20.33 Uhr
Bekanntschaften | In der Stadtmitte wäre die Eisbahn toll
In den vorangegangenen Jahren war der Weihnachtsmarkt auf dem Theaterplatz sehr schön.
Dieses Jahr ist, meiner Meinung nach, alles ungünstig an verschiedenen Orten.
Der Weihnachtsmarkt ist vor dem Rathaus, was mir persönlich nicht gefällt.
Die Buden vor dem Theater sind nur bei der Adventstürchen-Öffnung geöffnet.
Und die Eisbahn ist am Ortsausgang. Schön, aber außerhalb der Ortsmitte.
Letztes Jahr gefiel mir der Weihnachtsmarkt auf dem Theaterplatz besser, die Eislaufbahn war gegenüber der Marktpassage zentraler und auf dem A.-Bebel-Platz gab es einen Autoscooter für Große.
Da war für jeden was dabei.
08.12.2018, 20.46 Uhr
Bekanntschaften | Vorschlag: Eislaufbahn auf A.-Bebel-Platz
Meiner Meinung nach bietet sich für nächstes Jahr der A.Bebel-Platz für die Eislaufbahn an, mit einem kleinen Weihnachtsmarkt und Autoscooter.
Und der Hauptweihnachtsmarkt wieder auf dem Theaterplatz.
08.12.2018, 21.05 Uhr
Treuhänder | Tolle Idee
Ich finde die Idee mit der Eisbahn super. An dem Beispiel zeigt sich, zu was Unternehmer in der Lage sind. Eine Stadt, die einen Weihnachtsmarkt ausrichtet kann auch aus Steuergeldern schöpfen. Verlangt da irgendjemand Rechenschaft darüber? Bei Unternehmen ist es bedeutungsvoll ob ein Gewinn, Verlust oder gleich 0 rauskommt. Eine Kommune denkt da in anderen Relationen. Schön, schöner, am schönsten oder am größten oder am längsten, oder, oder, oder...
08.12.2018, 22.47 Uhr
Outsider | Jeder darf Vorschläge machen? hier meiner zum Weihnachtsmarkt
Da hier jeder einen Vorschlag macht, versuche ich es mal auch:

Einen schönen gemütlichen weihnachtlichen eher ruhigen besinnlichen Weinachtsmarkt mit Eislaufbahn und Karussell auf dem Theaterplatz, welcher sich in eine märchenhaft beleuchtete Promenade zieht. Ein richtiger Märchen-Weihnachtsmarkt für Familien.
Auf dem Rathausplatz kann dann der Markt für die eher großen und erwachsenen stattfinden. Wie es dieses Jahr ist mit vielen Ess- und Getränkebuden und so... meinetwegen auch mit einer kleinen Bühne wo ab und an mal kleine Konzerte m Wochenende stattfinden oder so

Und ich vermute mal, die Stadt hat die Eislaufbahn auf dem Theaterplatz nicht gewollt, weil Coca-Cola dann keinen Platz mehr gehabt hätte. Nur diese einmalige kurze Aktion hätte man auch auf dem Petersberg oder so stattfinden lassen können, da wäre genügend Leute gekommen...

Abgesehen davon und bisher unerwähnt: Den Handwerkermarkt finde ich immer wieder schön und würde ihn in genau diesem Rahmen lassen, außer die Betreiber hätten Interesse daran, ihn in die Promenade mit zu integrieren.
09.12.2018, 02.27 Uhr
ceasa2018 | Die Stadt ist ein Witz
jedes Jahr der selbe Mist hier in Nordhausen,die ganze Stadt ist ein Witz.Ein Weinachtsmarkt mit 3 Buden hier einer da so etwas lächerliches,die bekommen ja hier in NDH genau so wenig hin wie die obrigen in Berlin.Der Vorschlag von meinem Vorgänger mit dem Märchenwald in der Promenade usw. hörte sich schon einmal nicht schlecht an,das müßte aber dann auch die ganze Zeit beaufsichtigt werden,weil es ja dann hier in NDH wieder solche Vollpfosten gibt die alles beschmieren oder zerstören.
Wieso bekommt man eigentlich so ein Weinachtsmarkt wie vor der Wende nicht mehr hin.Was ist mit dem "Gehege"!!!
Ich weiß noch als Kind,jede Veranstaltung ob Rolandsfest oder Konzerte alles fand im Gehege statt,aber nein hier werden ja die Veranstaltungen auf dem Petersberg gemacht wo sich wieder die lieben Nachbarn aufregen wegen des Lärms und die Konzerte vorzeitig beendet werden wenn mal eines statt findet,das ist ein Witz.Von der Puschkinstr. bis runter zum Gehegeplatz würde es sich auch anbieten mit dem Märchenwald und auf dem Gehegeplatz gleichzeitig der Weinachtsmarkt und Bühnen sind auch vorhanden für kleine Auftritte,aber nein das Gehege lassen wir lieber verrotten,das geht uns ja nichts mehr an.Geht mal durch das Gehege wie es da aus sieht.Die Stadt hat ja keine Arbeitslosen das das nicht ein bischen gepflegt werden kann.Hauptsache die Innenstadt steht voller Betonklötze.Wenn ich die Rautenstr. schon sehe wie das Abends aussieht lacht man sich kaputt.Einfach lieblos und geschmacklos,da hängen so ein paar Sternchen und Weinachtsbäume an so Pfosten rum und im Kreisel der Neustadtstr. wurden so lächerliche Weinachtsbäume hingestellt die im Dunkeln noch nicht mal leuchten ,dabei gibt es heutzutage schon sehr preiswerte gute"LED-Lichterketten"mit Timerfunktion,nur mal ein wenig Nachdenken liebe Leute im Rathaus,mal mit Liebe an die Sache heran gehen.Ich könnte mich ja noch mehr über verschiedene Sachen die hier in NDH so abgehn aufregen und schreiben,aber es ändert sich doch sowieso nicht weil die obrigen ehe ihr eigenes Ding durchziehen .
So nun einen schönen zweiten Advent auf dem "wuuuuunderschönen" Weinachtsmarkt hier in NDH.
09.12.2018, 11.36 Uhr
Liane Enzinger | Coca Cola und Weekendshopping zu Advent
Das ist die Adventskultur in Nordhausen. Dazu gibts “witzige“ Plakate mit einem Roland mit Sonnenbrille im roten Bademantel. Nachdenkenswert ....

Liane Enzinger, M.A.
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