Fr, 12:20 Uhr
30.11.2018
Förderbescheid übergeben
Schillergymnasium wird saniert
Mit der Übergabe eines Förderbescheids in Höhe von 6,4 Millionen Euro durch Infrastrukturministerin Birgit Keller kann der nunmehr dritte Abschnitt der Sanierung des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Bleicherode beginnen. Insgesamt soll der Investitionsstau an den Schulen des Freistaates im Schnitt 800 Millionen Euro betragen, es werde ein weiteres Investitionsprogramm brauchen, forderte Keller...
Auf die frische Fassade soll auch die Sanierung der Innenräume des Friedrich-Schiller-Gymnasiums folgen (Foto: Archiv)
6,4 Millionen Euro sind eine Menge Geld. Angesichts des prognostizierten Investitionsstaus an Thüringens Schulen nimmt sich die Summe aber eher klein aus. Die Schätzungen zur tatsächlichen Höhe fallen unterschiedlich aus, beim Gemeinde- und Städtebund rechnet man mit über einer Milliarde Euro, im Haus von Ministerin Birgit Keller (Linke) geht man von rund 800 Millionen Euro aus.
Allein im Landkreis Nordhausen seien kleiner und größere Investitionen von etwa 100 Millionen Euro nötig, erklärte Landrat Matthias Jendricke (SPD), auf Grund der Haushaltslage habe man hier in der Tiefe recherchiert, andere Landkreise die sich nicht in der Haushaltssicherung befänden, stünden Informationen in diesem Detail eher nicht zur Verfügung.
Sicher ist, dass aktuell rund 340 Millionen Euro aus den entsprechenden Förderprogrammen von Land und Bund zur Schulsanierung in der aktuellen Legislatur gebunden sind, erklärte Ministerin Keller.
Die Barrierefreiheit des Gebäudes wird durch den Einbau eines Aufzuges und die Angleichung der Fußbodenhöhen erreicht. Auch die Errichtung von behindertengerechten Sanitäranlagen ist eingeplant. Ferner sollen im Rahmen der Sanierung unter anderem die Elektroinstallationen und die Haustechnik erneuert werden. Zur Verbesserung der Raumakustik werden in den Klassenräumen Unterhangdecken installiert und die bislang in einem Containerbau untergebrachte Aula in die neu geschaffenen Räume integriert. Das gesamte Gebäude wird darüber hinaus trockengelegt, da die im Kellergeschoss untergebrachten Kunsträume und die Bibliothek wegen Schimmelbefalls bereits geräumt werden mussten.
Mit dem Umbau soll auch die digitale Infrastruktur der Schule auf den Stand der Technik gebracht werden. Es werde in Zukunft keine Computerkabinette mehr geben, erläuterte Schulleiter Thomas Gaßmann, stattdessen werde jeder Klassenraum ein Medien- und Computerraum sein können. Für die technische Ausstattung hofft man auch auf Unterstützung aus Berlin, im Bund hat man sich auf den Weg gemacht bildungspolitisch auch in den Ländern investieren zu können, speziell im Bereich Digitalisierung.
Bevor das Jahr aus ist, will Keller noch zwei weitere Förderbescheide für die Sanierung des Theaters und des Albert-Kuntz-Sportparks übergeben. Sie habe bei ihrem Amtsantritt viele Großprojekte aus Nordhausen mit nach Erfurt genommen, 2018 seien diese nun alle so angelegt, das mit der Umsetzung begonnen werden könne.
In Sachen Schulinvestitionen stünden als nächstes die Grundschule Sollstedt und das Berufsschulzentrum auf dem Plan, sagte Landrat Jendricke. Und in Bleicherode wartet noch ein vierter Bauabschnitt auf seine Realisierung: eine Mensa zur öffentlichen Nutzung. Die ist aber noch Zukunftsmusik.
Angelo Glashagel
Autor: red
Auf die frische Fassade soll auch die Sanierung der Innenräume des Friedrich-Schiller-Gymnasiums folgen (Foto: Archiv)
6,4 Millionen Euro sind eine Menge Geld. Angesichts des prognostizierten Investitionsstaus an Thüringens Schulen nimmt sich die Summe aber eher klein aus. Die Schätzungen zur tatsächlichen Höhe fallen unterschiedlich aus, beim Gemeinde- und Städtebund rechnet man mit über einer Milliarde Euro, im Haus von Ministerin Birgit Keller (Linke) geht man von rund 800 Millionen Euro aus.
Allein im Landkreis Nordhausen seien kleiner und größere Investitionen von etwa 100 Millionen Euro nötig, erklärte Landrat Matthias Jendricke (SPD), auf Grund der Haushaltslage habe man hier in der Tiefe recherchiert, andere Landkreise die sich nicht in der Haushaltssicherung befänden, stünden Informationen in diesem Detail eher nicht zur Verfügung.
Sicher ist, dass aktuell rund 340 Millionen Euro aus den entsprechenden Förderprogrammen von Land und Bund zur Schulsanierung in der aktuellen Legislatur gebunden sind, erklärte Ministerin Keller.
Bauabschnitt III
Insgesamt 6,4 Millionen Euro sollen nun also in den dritten Bauabschnitt des Schiller-Gymnasiums investiert werden. Bereits 2010 hatte man den Eingang der Schule und die Fassade des Seitenflügels erneuert, später folgten ein Ersatzneubau im zweiten Obergeschoss des Gebäudes und neue Fenster. Nun soll es vor allem um das Innenleben der 80 Jahre alten Schule gehen. Teile der Technik stammen noch aus den 40er Jahren.Die Barrierefreiheit des Gebäudes wird durch den Einbau eines Aufzuges und die Angleichung der Fußbodenhöhen erreicht. Auch die Errichtung von behindertengerechten Sanitäranlagen ist eingeplant. Ferner sollen im Rahmen der Sanierung unter anderem die Elektroinstallationen und die Haustechnik erneuert werden. Zur Verbesserung der Raumakustik werden in den Klassenräumen Unterhangdecken installiert und die bislang in einem Containerbau untergebrachte Aula in die neu geschaffenen Räume integriert. Das gesamte Gebäude wird darüber hinaus trockengelegt, da die im Kellergeschoss untergebrachten Kunsträume und die Bibliothek wegen Schimmelbefalls bereits geräumt werden mussten.
Mit dem Umbau soll auch die digitale Infrastruktur der Schule auf den Stand der Technik gebracht werden. Es werde in Zukunft keine Computerkabinette mehr geben, erläuterte Schulleiter Thomas Gaßmann, stattdessen werde jeder Klassenraum ein Medien- und Computerraum sein können. Für die technische Ausstattung hofft man auch auf Unterstützung aus Berlin, im Bund hat man sich auf den Weg gemacht bildungspolitisch auch in den Ländern investieren zu können, speziell im Bereich Digitalisierung.
Während des Umbaus
Bevor die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums ihre alten Räume verlassen müssen wird wohl noch ein Schuljahr ins Land gehen, sagte Schulleiter Gaßmann, die Baumaßnahmen sollen bis zum Jahr 2021 abgeschlossen sein. In der Zwischenzeit wird man mehrere Räumlichkeiten der Grundschule und des Förderschulzentrums nutzen. Letzteres zieht nach Nordhausen um, für die Gymnasiasten stehen in Bleicherode so acht weitere Räume zur Verfügung. Die Fachkabinette im Anbau des Gymnasiums werden hingegen weiter genutzt.Es wird weiter gebaut
Angesichts des Investitionsstaus könne man sich vorstellen was man noch vor sich habe, sagte Ministerin Keller, auch in der nächsten Legislatur bräuchte es daher ein weiteres Investitionsprogramm. Man müsse nicht nur in kluge Köpfe investieren, sondern auch in gut ausgestattete Schulen. Qualität in der Bildung bedinge auch Qualität in den Gebäuden.Bevor das Jahr aus ist, will Keller noch zwei weitere Förderbescheide für die Sanierung des Theaters und des Albert-Kuntz-Sportparks übergeben. Sie habe bei ihrem Amtsantritt viele Großprojekte aus Nordhausen mit nach Erfurt genommen, 2018 seien diese nun alle so angelegt, das mit der Umsetzung begonnen werden könne.
In Sachen Schulinvestitionen stünden als nächstes die Grundschule Sollstedt und das Berufsschulzentrum auf dem Plan, sagte Landrat Jendricke. Und in Bleicherode wartet noch ein vierter Bauabschnitt auf seine Realisierung: eine Mensa zur öffentlichen Nutzung. Die ist aber noch Zukunftsmusik.
Angelo Glashagel



