Mi, 17:17 Uhr
12.09.2001
Reaktionen auf Terror-Anschlag
Nordhausen (nnz). Der Tag nach dem Terror! Entsetzen, Trauer und Sorge auch im Landkreis Nordhausen. nnz fasst Meinungen und Meldungen zusammen. Wird ständig aktualisiert. Neu: Roland-Parade.
Wie in zahlreichen Kirchen der Landeskirche werden auch in Sollstedt am heutigen Mittwoch um 18.00 die Glocken läuten, teilte Pfarrer Holger Kaffka der nnz mit. Anders als sonst, gilt dies besonders als Zeichen der Trauer und des Entsetzens über die jüngsten Ereignisse in den USA. Alle sind dazu eingeladen, während des Läutens und auch sonst am Tage im stillen Gebet und Gedenken in der Kirche zu verweilen.
Voller Sorge hat der Kreisvorsitzende des Gemeinde- und Städtebundes, Jürgen Hohberg, auf die Terroranschläge in den USA reagiert. Zugleich sei er empört und schockiert. Viele Probleme im politischen und wirtschaftlichen Umfeld seien nun, angesichts der jüngsten Ereignisse, zu relativieren. Ich bin auch verunsichert, ob und wie sich die Spirale der Gewalt jetzt weiterdrehen wird. Ich erwarte von den USA aber auch von der Weltgemeinschaft eine harte, zugleich aber auch eine besonnene Reaktion. Hohberg bezeichnete die Anschläge generell als einen Angriff auf das menschliche Zusammenleben in dieser Welt.
Die pro Vita Akademie Nordhausen hat ihr für heute angekündigtes Straßenfest abgesagt. Wie die Direktorin der Einrichtung, Uta Triebel, der nnz sagte, könne man angesichts der Ereignisse in den USA heute nicht feiern. Die tragischen Vorkommnisse in den USA fordern unser Mitgefühl und unsere Solidarität mit dem amerikanischen Volk, so Uta Triebel zur nnz. Angedacht ist jetzt, dass Straßenfest um eine Woche zu verschieben.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände haben die Menschen in Deutschland für den morgigen Donnerstag um 10.00 Uhr zu fünf Gedenkminuten aufgerufen. Diesem Aufruf schließen sich die nordthüringischen Einzelgewerkschaften sowie der DGB Kreis Nordthüringen an. Die gesamte Bevölkerung werde ein Zeichen des Mitgefühls und der Freundschaft mit dem amerikanischen Volk setzen und ihre Abscheu über die barbarische Brutalität des Terrors bekunden.
In einer Zusammenkunft am Mittwoch Vormittag in Görsbach (bei Nordhausen) verurteilten die Pfarrerinnen und Pfarrer des evangelischen Kirchenkreises Südharz den Einsatz jeglicher Gewalt. Insbesondere wurde betont, dass die Terroranschläge vom Dienstag bei aller Wut und Betroffenheit nicht zu einem Drehen an der Rüstungsspirale und zu neuen Feindbildern führen dürfen. Wichtig sei es jetzt, neu über die Frage nachzudenken, wo in der Welt überall Ungerechtigkeit herrscht. Nach dem allgemeinen Glockenläuten in den Kirchen am Mittwoch Abend werden sich die Kirchengemeinden auch in den nächsten Tagen zum Austausch und zum Friedensgebet treffen. In den Sonntagsgottesdiensten werden besonders die Ängste der Menschen Raum haben. Zudem wird für die Betroffenen des Anschlags gebetet werden. In Nordhausen wird heute um 18 Uhr in die Altendorfer Kirche zu einem ersten Friedensgebet eingeladen.
Die Roland-Parade in Nordhausen ist auf Sonnabend, den 6. Oktober, 16 Uhr, verschoben. Es bleibt alles beim alten, nur das Datum ändert sich, sagte Sebastian Fütterer, der Organisator des Nordhäuser Techno-Events, das für das kommende Wochenende geplant war. Wir sollten uns von den schrecklichen Ereignissen nicht entmutigen lassen und unsere Fröhlichkeit nicht verlieren, meinte Sebastian zur nnz.
Autor: nnzWie in zahlreichen Kirchen der Landeskirche werden auch in Sollstedt am heutigen Mittwoch um 18.00 die Glocken läuten, teilte Pfarrer Holger Kaffka der nnz mit. Anders als sonst, gilt dies besonders als Zeichen der Trauer und des Entsetzens über die jüngsten Ereignisse in den USA. Alle sind dazu eingeladen, während des Läutens und auch sonst am Tage im stillen Gebet und Gedenken in der Kirche zu verweilen.
Voller Sorge hat der Kreisvorsitzende des Gemeinde- und Städtebundes, Jürgen Hohberg, auf die Terroranschläge in den USA reagiert. Zugleich sei er empört und schockiert. Viele Probleme im politischen und wirtschaftlichen Umfeld seien nun, angesichts der jüngsten Ereignisse, zu relativieren. Ich bin auch verunsichert, ob und wie sich die Spirale der Gewalt jetzt weiterdrehen wird. Ich erwarte von den USA aber auch von der Weltgemeinschaft eine harte, zugleich aber auch eine besonnene Reaktion. Hohberg bezeichnete die Anschläge generell als einen Angriff auf das menschliche Zusammenleben in dieser Welt.
Die pro Vita Akademie Nordhausen hat ihr für heute angekündigtes Straßenfest abgesagt. Wie die Direktorin der Einrichtung, Uta Triebel, der nnz sagte, könne man angesichts der Ereignisse in den USA heute nicht feiern. Die tragischen Vorkommnisse in den USA fordern unser Mitgefühl und unsere Solidarität mit dem amerikanischen Volk, so Uta Triebel zur nnz. Angedacht ist jetzt, dass Straßenfest um eine Woche zu verschieben.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände haben die Menschen in Deutschland für den morgigen Donnerstag um 10.00 Uhr zu fünf Gedenkminuten aufgerufen. Diesem Aufruf schließen sich die nordthüringischen Einzelgewerkschaften sowie der DGB Kreis Nordthüringen an. Die gesamte Bevölkerung werde ein Zeichen des Mitgefühls und der Freundschaft mit dem amerikanischen Volk setzen und ihre Abscheu über die barbarische Brutalität des Terrors bekunden.
In einer Zusammenkunft am Mittwoch Vormittag in Görsbach (bei Nordhausen) verurteilten die Pfarrerinnen und Pfarrer des evangelischen Kirchenkreises Südharz den Einsatz jeglicher Gewalt. Insbesondere wurde betont, dass die Terroranschläge vom Dienstag bei aller Wut und Betroffenheit nicht zu einem Drehen an der Rüstungsspirale und zu neuen Feindbildern führen dürfen. Wichtig sei es jetzt, neu über die Frage nachzudenken, wo in der Welt überall Ungerechtigkeit herrscht. Nach dem allgemeinen Glockenläuten in den Kirchen am Mittwoch Abend werden sich die Kirchengemeinden auch in den nächsten Tagen zum Austausch und zum Friedensgebet treffen. In den Sonntagsgottesdiensten werden besonders die Ängste der Menschen Raum haben. Zudem wird für die Betroffenen des Anschlags gebetet werden. In Nordhausen wird heute um 18 Uhr in die Altendorfer Kirche zu einem ersten Friedensgebet eingeladen.
Die Roland-Parade in Nordhausen ist auf Sonnabend, den 6. Oktober, 16 Uhr, verschoben. Es bleibt alles beim alten, nur das Datum ändert sich, sagte Sebastian Fütterer, der Organisator des Nordhäuser Techno-Events, das für das kommende Wochenende geplant war. Wir sollten uns von den schrecklichen Ereignissen nicht entmutigen lassen und unsere Fröhlichkeit nicht verlieren, meinte Sebastian zur nnz.

