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Sa, 07:00 Uhr
13.10.2018
nnz-Forum

Das würde ich doch sehr gern mal wissen

In unserer heutigen Zeit liest man überall das Wort Datenschutz. Datenschutz wird bei uns ganz groß geschrieben – mit diesem Satz beginnen viele Firmen ihre Anschreiben an ihre Kunden. Aber warum ist der Datenschutz so wichtig oder gibt es Gründe, wo er vielleicht noch viel wichtiger wäre, fragt unser Paulinchen...


Lassen Sie liebe Leser, mich ein Beispiel nennen: Vor wenigen Tage brauchte ich medizinische Hilfe. Also rief ich die Nummer 116 117 an und gab mein Problem an.

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Die nette Dame am anderen Ende meiner Leitung fragte mich nach meiner Adresse und wollte dann ganz exakt wissen, in welcher Etage und auf welcher Seite ich denn wohne. All diese Fragen habe ich beantwortet und hier an dieser Stelle möchte ich festhalten, der Doktor klingelte kurze Zeit später an meiner Tür. Aber weshalb wurde ich nach der Etage und Seite gefragt? Kann es sein, dass die Dame eine Datenschutzbestimmung eingehalten hat, von der wir selbst noch gar nichts wissen, aber sie hat diese zu 100% eingehalten?

Gewiss, es gibt das Sprichwort: „Andere Länder, andere Sitten“ und somit auch andere Gesetze. Doch heute, der Zufall wollte es so, lese ich in der Zeitung „KRONE“ aus unserem Nachbarland Österreich, dass genau dort eine Datenschutzverordnung vorschreibt, dass auf Schildern von Wechselsprechanlagen keine Namen stehen dürfen. Nur wer es selbst möchte, darf seinen Namen dort angeben. Ganz sicher kann man sich trefflich über Vor-und Nachteile dieser Verordnung streiten, aber aus meiner Sicht stellt sie eine Art von Personenschutz dar.

Unten am Klingelschild stehen nur noch die Etage und die Seite. (z. B. 5 OG r oder völlig anders codiert) Wer jetzt klingelt, weiß nicht, mit wem er spricht. Nur am Briefkasten stehen noch die Namen, welche lediglich nur Auskunft darüber geben, wer in diesem Hause wohnt. Meinen Freunden und Bekannten, oder wie im meinem Beispiel erwähnt, dem Arzt, kann ich ja die Angaben durchaus geben. (sie haben diese ja auch angefragt!) Aber X und Y wissen nicht, mit wem sie nach dem Klingeln gerade sprechen. Ich persönlich finde das so nicht schlecht.

Deshalb liebe nnz-online Redaktion, auf diesem Wege bitte ich darum, finden Sie doch mal heraus, ob es nicht auch bei uns in Deutschland diese Datenschutzverordnung dazu gibt.
Über eine sachliche Diskussion freut sich
Paulinchen
Autor: psg

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Realist 1.0
13.10.2018, 08:44 Uhr
Liebe Paulinchen
Es ist eigentlich ganz simpel. In Deutschland gibt es das Bundes Datenschutzgesetz( kostenfrei Nachschlagbart auf der Seite Gesetze im Internet von Juris Verlag) da steht drin wie Daten erhoben,gespeichert(wie lange )und bearbeitet werden dürfen.
Leser X
13.10.2018, 09:47 Uhr
Fiktive Verkehrsmeldung
Unter dem Aspekt des Datenschutzes könnte ein Verkehrsmeldung im Radio künftig wie folgt klingen: "Stau auf der Autobahn. Welche, das dürfen wir nicht sagen. Datenschutz. Sie brauchen deutlich länger als üblich. Wie lange, das dürfen wir nicht sagen. Datenschutz. Es gibt eine Umleitungsempfehlung. Näheres dazu dürfen wir nicht sagen. Sie wissen schon: Datenschutz. "
trabijuergen
13.10.2018, 10:08 Uhr
Wo ist das Problem?
Es kann ja sein, dass ich grad auf'm Schlauch stehe, aber ich verstehe Paulinchens Problem grad nicht. Die Dame hat nach Etage und Seite der Wohnung gefragt, damit der Arzt in dem Block nicht extra auf jeder Etage gucken muß, wo die Patientin wohnt. Was bitte schön, hat das mit Datenschutz zu tun?
der_böhse_onkel
13.10.2018, 12:59 Uhr
Genau, trabijuergen -
Ich verstehe dieses Beispiel auch nicht.
Das ist doch das gleiche mit dem Klingelschild....
Und, keine Ahnung wie das anderswo ist - in Deutschland würde das jedenfalls nicht funktionieren.
(ihr Arzt würde sich "freuen", wenn er nicht weiß, unter welchen Namen er den angerufenen finden kann....)
Janko
13.10.2018, 13:21 Uhr
Datenschutz bei Patienten
Liebes Paulinchen,

ich bin nach einem Motorradunfall schwer gehandycapt, sitze im Rollstuhl und kann mich selbständig nicht vorwärts bewegen, geschweige denn Treppen laufen. Wenn ich zum D-Arzt muss zum Verbandswechsel etc., wird für mich ein Krankentransport organisiert.
Nun stellen Sie sich vor, was ich da gefragt wurde! Die wollten tatsächlich von mir wissen, in welchem Stockwerk ich wohne!
Ihrer Logik nach, Paulinchen, hätte ich mit Verweis auf den Datenschutz sagen sollen: "Bemühen Sie sich doch erstmal her, die Kollegen der Johanniter werden dann schon selbst sehen, was auf sie zukommt"?

Ich verstehe tatsächlich Ihr Problem nicht. Ihrer Schilderung nach wusste der Arzt ja vielleicht auch nicht hundertprozentig, was auf ihn zukommt, und ob er nicht vielleicht einen Abtransport anfordern muss. Wollten Sie dann erstmal mit ihm "1, 2 oder 3" (erster, zweiter oder dritter Stock) spielen?
Paulinchen
13.10.2018, 18:28 Uhr
Liebe leser...
...dann schauen Sie doch mal bitte bei "n-tv.de , jwu/dpa" nach.

Und was nun? Gehören wir, Deutschland, nicht zur EU?
Psychoanalytiker
13.10.2018, 18:51 Uhr
Datenschutz? Gesetzliche Lachnummer ...
Der Datenschutz in diesem, unseren Land ist für mich eine einzige Lachnummer, denn die dazugehörigen Regelungen sind meist so angepasst, dass sie "dem Gesetzgeber in den Kram" passen. Da können beispielsweise Firmen für wenig Geld bei den Einwohnermeldeämtern Adressen abrufen, um damit gezielt Werbung zu platzieren. Wenn man dies nicht will, muss man dies im Amt abwählen, kann dies aber (nach mir vorliegenden Informationen) nur mit Angabe von wichtigen Gründen und zeitlich eingeschränkt. Bei einem echten Datenschutz müsste es umgekehrt sein, man müsste der Herausgabe seiner Daten zustimmen.

Auch bei Bildern ist es traurig mit dem Datenschutz. Da soll jetzt gefragt werden müssen, ob fotografiert werden darf. Bei manchen Menschen wird dies aber nicht so eng gesehen, beim berühmten "Hutbürger" zum Beispiel. Der wird nicht etwa zufällig in einer Menschenmasse geknippst, nein, der wird in einer Großaufnahme abgelichtet. Dieser widerspricht er klar und eindeutig, aber wird dennoch in den Medien unverpixelt gezeigt und dann solange durch den Kakao gezogen, bis er beruflich ruiniert ist. DAS NENNE ICH DATENSCHUTZ VOM FEINSTEN. Ähnich bei Gerichtsreporten. Der "Vergewaltiger" wird verpixelt, das Opfer nicht. Was soll's, wieder Gesetze für Politik und Lobbyisten, aber nicht zum Vorteil für die Menschen, die wirkich Datenschutz benötigen ...
Janko
13.10.2018, 18:53 Uhr
Liebes Paulinchen,
wenn Sie Hilfe brauchen, aber dem Arzt trotzdem nicht verraten wollen, wo Sie wohnen, dann ist das doch ganz allein Ihre Sache. Da möchte Ihnen ja auch gar keiner 'reinreden. Ostereiersuchen macht ja, zum Beispiel, auch einigen Erwachsenen noch Spaß.

Ich bevorzuge es, im Notfall gefunden werden zu können, aber jeder nach seiner facon.
Janko
13.10.2018, 20:16 Uhr
Lieber Psychoanalytiker,
das ist alles sehr richtig, was Sie da sagen mit dem Datenschutz, speziell was diesen "Hutbürger" zum Beispiel angeht.

Aber sagen Sie mal, so, als Verfechter des Datenschutzes: wie sieht es mit den AfD-Meldeportalen für unliebsame Lehrer aus? Sie wissen schon, diese in letzter Zeit vermehrt auftretenden Plattformen, auf denen Schüler aufgerufen werden, AfD-kritische Lehrer zu denunzie... Entschuldigung, zu melden, und die dann im weiteren Verlauf tatsächlich mit Name und Adresse zum Abschuss freigegebe... Entschuldigung, veröffentlicht werden?
Ich denke, von den Lehrern hat der Veröffentlichung seiner Daten auch niemand zugestimmt, also, das gleiche Verhalten, das Sie gerade von manchen Einwohnermeldeämtern kritisieren.

Die AfD verwirrt mich irgendwie immer in ihren Äußerungen - hier hü und da hopp. Komisch.
geloescht.20250302
13.10.2018, 21:06 Uhr
Meldeplattform
Bedauerlich, wenn die AfD auf die Niederungen eines Denunziantentums herabsteigt, welches sie berechtigterweise in der entgegengesetzten Richtung kritisiert.
Petra G
13.10.2018, 21:16 Uhr
Liebes Paulichen
Wie sollte denn Deiner Meinung nach mit dem Datenschutz umgegangen werden ? Name am Klingelschild entfernen ,muß logisch der Name am Briefkasten auch weg ? Dann dürften auch hier keine realen Namen genannt oder erscheinen.
Was Österreich betrifft, ( geschehen in Wien ) da handelte es sich um ein Wohnblock wo sich einer beschwert hat,oder gestört gefühlt hat weil sein Name auf dem Klingelschild stand. Sollte das hier geben,dann viel Spaß. Arme Post oder Notarzt wenn er gebraucht wird .
Psychoanalytiker
14.10.2018, 00:12 Uhr
Hallo Janko ...
Sie fragen mich, wie ich das Melderegister von Schülern für Lehrer sehe. Ich beginne mal so: Vielleicht haben Sie meinen letzten Kommentaren entnommen, dass ich "die AfD mag". Dem ist bei weitem NICHT so. Ich bin auch nicht AfD-Mitglied. Ich bin aber ein Mensch, der versucht, Realitäten zu erkennen, SEHR tiefgründig darüber nachzudenken und letztendlich auszuwerten. So komme ich DERZEIT (mit einfachsten Worten ausgedrückt) zu dem Ergebnis, dass die "christlichen" Parteien zuächst ihr "C" verloren haben und permanent gegen das 1. Gebot Gottes verstoßen. Auch vertreten CDU und CSU in keinster Weise "den kleinen Mann", sondern Lobbyisten, Banken und Konzerne. Die SPD vertritt ebenfalls nicht mehr ihr eigentliches Klientel, biedert sich aus Machtbesessenheit lieber ihren politischen Gegnern an und macht letztendlich DAS MERKEL zur Kanzlerin, das geht für mich garnicht. DIE GRÜNEN haben eine Kathrin Göring-Eckert, die ohne jegliche Ausbildung großspurig den Menschen sagt, was sie zu tun haben müssen (ich weiß um die schlechte Ausdrucksweise) und GRÜN ist diese Partei schon lange nicht mehr, wollte sich eigentlich auch der CDU/CSU anbiedern. Die FDP ist nach wie vor die Partei der "Besserverdiener" und DIE LINKE hat zwar gute soziale Ansätze, die sind aber nicht nur aus finanziellen Gründen eher utopisch. Das hat sogar die Sarah erkannt.

Da ich aber wählen will, würde ich DERZEIT durchaus mal die AfD wählen, weil sie u.a. das theoretisch fordert, was die anderen derzeit in die Praxis umsetzen. Und wenn "Juden" AfD-Mitglied werden wollen, sollte man mal nachdenken, warum sie ausgerechnet in diese Partei wollen. Ich kenne zwei Menschen jüdischen Glaubens und glaube daher, die Antwort zu kennen.

Nun, zu Ihrer eigentlichen Frage: Auch dies wäre datenschutzrechtlich für mich ein NOGO. Aber ich kenne diese angestrebte Praxis nicht, habe noch nichts davon gehört und kann es daher noch nicht einordnen. Meine spontane Vermutung ist, dass es eine Reaktion auf "Lügenpresse-ähnlichen Versuchen der Beeinflussung" beruhen könnte. So etwas nannte man zu DDR-Zeiten "Agitation und Propaganda", und da kannte sich DAS MERKEL besonders gut aus. Aber nochmal: ich kann es noch nicht einordnen, und so wie sie es hier beschreiben, wäre es nicht nur eine Art der Angleichung an die "etablierten Parteien", sondern ebenfalls ein NOGO........
Psychoanalytiker
14.10.2018, 00:49 Uhr
Noch eine kurze Ergänzung @janko
Ich würde DERZEIT auch duchaus einmalig die AfD wählen, weil ich den "Einheitsbrei" der Parteien des letzten Bundestages nicht will. So etwas nannte man zu DDR-Zeiten "Nationale Front" und auch diese führte zum Niedergang der DDR. Die AfD sehe ich als "Schuß-vor-den-Bug-Partei" und das brauchen wir derzeit.

Dass es derzeit "bergab" geht, zeigen Landauf und Landab auch die Umfragewerte und zudem hat "DIE MANNSCHAFT" (welch Unwort) 0:3 gegen Holland verloren!!!! 0:3 gegen Holland, gegen Holland 0:3, 0:3 gegen Holland, 0:3 geg...........
Andreas Dittmar
14.10.2018, 06:51 Uhr
Neue Regelungen
Beim zentralen Ärztenotruf über die 116117 sind sie doppelt abgesichert @Paulinchen. Der Arzt ist Berufsgeheimnisträger und damit gesetzlich zur Verschwiegenheit verpflichtet. Das ist schon immer so gewesen. Neu dazu gekommen ist eine Erweiterung des Gesetzes, welches auch externe Dienstleister haftbar macht. Für Ärzte und Patienten aber auch Anwälte und Klienten ist das von Vorteil. Für die Mitarbeiter der Dienstleister jedoch ist es ein nicht zu unterschätzendes Risiko, da diese die Verpflichtungserklärung unterschreiben.
https://www.bmjv.de/SharedDocs/Gesetzgebungsverfahren/DE/Neuregelung_Schutzes_von_Geheimnissen_bei_Mitwirkung_Dritter_an_der_Berufsausuebung_schweigepflichtiger_Personen.html
Pe_rle
14.10.2018, 08:21 Uhr
Petra G.
mal die EU Gesetze lesen
da steht das drin ,was gerade in Österreich passiert
und wir sind auch in der EU
Klingelschild und Briefkasten sind zwei unterschiedliche Sachen ,wobei ich am Briefkasten nicht erkenne wo Meyer,Mueller,Schulze wohnen
was jetzt Notarzt betrifft ,ist die Nachfrage eher eine Orientierungshilfe
Paulinchen
14.10.2018, 10:55 Uhr
Bevor noch das Wahlerbnis von Bayern...
...für die Beantwortung meiner Frage bemüht wird, möchte ich festhalten, RTL hat gestern in seinen Abendnachrichten meine Frage beantwortet. @ Pe_rle, Sie haben leider als einzige meine Frage verstanden.

Mal so viel noch abschließend dazu:
Der Enkeltrick ist nicht selten Bestandteil in dieser, "unserer" nnz-online Zeitung. Viele Male wurde die Vorgehensweise dieser Ganoven von der Polizei beschrieben. Diese suchen im Telefonbuch unter anderem nach Namen, von denen sie annehmen, es handelt sich dabei um ältere Menschen. Im Telefonbuch steht aber auch die Adresse des Teilnehmers. Also heißt es für diese Ganoven, da rufen wir doch mal gleich an. Meist macht sich kurze Zeit später ein Trio auf den Weg zur Wohnung des Opfers.
Ein Blick auf das Klingelschild und schon nimmt das Unheil seinen Lauf. Doch halt - jetzt stehen nach der EU-Verordnung auf den Klingelschidern keine Namen. Der Name auf dem Briefkasten hilft den Ganoven ganz einfach nicht weiter. In großen Wohnhäusern mit Personenaufzügen kommen sie auch nicht weiter, da die Aufzüge nur noch mit Schlüssel in die gewünschten Etagen fahren. Aber bei wem sollen sie jetzt nur klingeln, um zum Opfer zu gelangen?

Für mich, aus dieser Sicht, eben keine (!) schlechte Idee der EU. Die schlechtere Idee hatte sie zum 12.10.2018, als sie eine Neuregelung der Angebotsauszeichnung von Kraftstoffen verfügte. Da muss jetzt DIESEL mit dem Buchstaben B gekennzeichnet werden. Aber das ist eben ein anderes Thema.
M. Bergmann
14.10.2018, 12:58 Uhr
Vermutlich haben manche zuviel Zeit.
Anders kann ich es mir nicht erklären, was hier so alles in Artikeln losgelassen und zum Problem erklärt wird. Vielleicht einfach mal über den praktischen Nutzen eines Namens am Klingelschild oder der Haustür nachdenken. Warum Haben die Menschen seit zig hundert Jahren ihren Namen an die Glocke oder die Klingel geschrieben? Wer nur 30 Sekunden ernsthaft darüber nachdenkt, kommt darauf!
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