Mi, 11:49 Uhr
02.02.2005
Erschreckend
Nordhausen (nnz). Die Arbeitsmarktdaten für den Januar 2005 sind da. Da sind zwar die arbeitsfähigen Sozialhilfeempfänger erstmals mit erfaßt worden, die Statistik ist trotzdem erschreckend. Einzelheiten mit dem bekannten Klick.
Erschreckend (Foto: nnz)
Im Januar blieb die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Nordhausen weiterhin angespannt. Die Zahl der Arbeitslosen ist erwartungsgemäß weiter angestiegen und betrug zum Ende des Monats Dezember 34.354.
Neben der fortwährenden konjunkturellen Schwäche sind saisonale Einflüsse die Ursache für die weiterhin hohe Arbeitslosigkeit. Auch die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe schlägt sich nieder. So sind ehemalige erwerbsfähige Sozialhilfeempfänger des Bereiches Nordhausen und des Kyffhäuserkreises ebenfalls ohne Beschäftigung. Bei den zu betreuenden Personen des Eichsfeldkreises im Bereich ALG II ist die Vollständigkeit abhängig von den durch die Kommune gemeldeten Zahlen. Die Betreuung erfolgt vom Grundsicherungsamt Heiligenstadt, so dass hier gesonderte Datenerfassungen erforderlich sind. Wie viel Personen hier tatsächlich auf Jobsuche sind, kann im Monat Januar noch nicht abschließend beurteilt werden.
Insgesamt betrachtet, hat sich die Zahl der Arbeitslosen des Agenturbezirkes Nordhausen im Vergleich zum Vormonat um rund 3.700, verglichen mit dem Vorjahr um 1.400, erhöht. Diese Januarzahl ist zweifelsohne hoch, aber sie vermittelt ein klares Bild von der Lage auf dem Arbeitsmarkt. Sozialhilfeempfänger mussten sich arbeitslos melden, um die neue Leistung zu erhalten. Einige haben sich bereits im Dezember gemeldet, viele aber auch erst im Januar. Die Statistik lässt erkennen, wie viele Männer und Frauen zum jetzigen Zeitpunkt tatsächlich im Agenturbezirk eine Arbeit suchen. Es handelt sich teilweise um Menschen, die schon bisher arbeitslos waren, ohne jedoch als Arbeitslose registriert gewesen zu sein. Keiner dieser zusätzlichen Erwerbslosen hat im Januar seine Arbeit verloren.
Nach der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe ist die Arbeitsagentur Nordhausen nur noch für einen Teil der Arbeitslosen zuständig. Zur Zeit werden rund 20.000 arbeitslose Menschen durch die Agentur für Arbeit Nordhausen und 14.300 Arbeitslose durch die Arbeitsgemeinschaften und das Grundsicherungsamt betreut. Infolge der höheren Arbeitslosenzahl hat sich die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen auf 22,6 Prozent erhöht. Angestiegen ist dabei auf Grund der saisonalen Entlassungen die Jugendarbeitslosigkeit. Ende Januar waren rund 4.300 junge Frauen und Männer ohne Job. Der prozentuale Anteil der Langzeitarbeitslosen am Gesamtbestand verringerte sich im Berichtsmonat um 3,8 Prozentpunkte gegenüber Dezember 2004 auf 39,6 Prozent.
Die weiterhin verhaltene Einstellungsbereitschaft der Arbeitgeber kommt erschwerend hinzu. Auf Grund des erneut niedrigen Stellenangebotes von 325, ist im Berichtsmonat der Bestand an freien Stellen mit 604 gegenüber dem Vormonat kaum verändert. Leicht angestiegen ist das Angebot insbesondere bei den Metallberufen, Elektrikern und Montierern, bei Dienstleistungskaufleuten und in den Verwaltungs- und Büroberufen.
Für den Monat Januar wurden Bestands- und Bewegungsdaten zur Arbeitslosigkeit aus den Fachverfahren der Bundesagentur gewonnen. Bei ehemaligen Sozialhilfeempfängern ist sehr oft noch die Klärung der Verfügbarkeit für den Arbeitsmarkt erforderlich. Nur wer tatsachlich eine Beschäftigung sucht, ist arbeitslos. Aus diesem Grund sind auch in den kommenden Monaten erhöhte Zugänge an Arbeitslosen möglich.
Landkreis Nordhausen
Die Arbeitslosigkeit ist im Januar um 1.456 auf 11.334 gestiegen. Im Vergleich zum
Vorjahr gab es 861 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im Januar 23,7 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 21,4 % belaufen. Im Januar meldeten sich 2.371 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 529 Personen oder 29 % mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 922 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 261 oder 22 % weniger als vor Jahresfrist.
In der Hauptagentur ordhausen waren im Januar 322 Stellenangebote registriert,
gegenüber Dezember ist das ein Plus von 10. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 115 Stellen weniger.
Artern
Die Arbeitslosigkeit ist im Januar um 453 auf 6.195 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr
gab es 31 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im Januar 27,8 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 27,5 % belaufen. Im Januar meldeten sich 1.011 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 213 Personen oder 17 % weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 555 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 203 oder 27 % weniger als vor Jahresfrist. In der Geschäftsstelle Artern waren im Januar 84 Stellenangebote registriert, gegenüber
Dezember ist das ein Plus von 58. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 54 Stellen weniger.
Heiligenstadt
Die Arbeitslosigkeit ist im Januar um 427 auf 3.685 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr
gab es 105 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im Januar 16,7 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 16,4 % belaufen. Im Januar meldeten sich 769 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 314 Personen oder 29 % weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 343 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 156 oder 31 % weniger als vor Jahresfrist. In der Geschäftsstelle Heiligenstadt waren im Januar 47 Stellenangebote registriert, gegenüber Dezember ist das ein Rückgang von 14. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 32 Stellen weniger.
Leinefelde
Die Arbeitslosigkeit ist im Januar um 810 auf 6.941 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr
hat sich die Zahl der Arbeitslosen praktisch nicht geändert (-14 ). Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im Januar 19,2 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 18,9 % belaufen. Im Januar meldeten sich 1.491 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 354 Personen oder 19 % weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 676 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 146 oder 18 % weniger als vor Jahresfrist. In der Geschäftsstelle Leinefelde waren im Januar 84 Stellenangebote registriert, gegenüber Dezember ist das ein Rückgang von 32. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 55 Stellen weniger.
Sondershausen
Die Arbeitslosigkeit ist im Januar um 554 auf 6.199 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr
gab es 420 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im Januar 26,3 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 24,0 % belaufen. Im Januar meldeten sich 1.016 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 14 Personen oder 1 % weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 462 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 190 oder 29 % weniger als vor Jahresfrist. In der Geschäftsstelle Sondershausen waren im Januar 67 Stellenangebote registriert, gegenüber Dezember ist das ein Rückgang von 7. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 47
Stellen weniger.
Autor: nnz
Erschreckend (Foto: nnz)
Im Januar blieb die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Nordhausen weiterhin angespannt. Die Zahl der Arbeitslosen ist erwartungsgemäß weiter angestiegen und betrug zum Ende des Monats Dezember 34.354.
Neben der fortwährenden konjunkturellen Schwäche sind saisonale Einflüsse die Ursache für die weiterhin hohe Arbeitslosigkeit. Auch die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe schlägt sich nieder. So sind ehemalige erwerbsfähige Sozialhilfeempfänger des Bereiches Nordhausen und des Kyffhäuserkreises ebenfalls ohne Beschäftigung. Bei den zu betreuenden Personen des Eichsfeldkreises im Bereich ALG II ist die Vollständigkeit abhängig von den durch die Kommune gemeldeten Zahlen. Die Betreuung erfolgt vom Grundsicherungsamt Heiligenstadt, so dass hier gesonderte Datenerfassungen erforderlich sind. Wie viel Personen hier tatsächlich auf Jobsuche sind, kann im Monat Januar noch nicht abschließend beurteilt werden.
Insgesamt betrachtet, hat sich die Zahl der Arbeitslosen des Agenturbezirkes Nordhausen im Vergleich zum Vormonat um rund 3.700, verglichen mit dem Vorjahr um 1.400, erhöht. Diese Januarzahl ist zweifelsohne hoch, aber sie vermittelt ein klares Bild von der Lage auf dem Arbeitsmarkt. Sozialhilfeempfänger mussten sich arbeitslos melden, um die neue Leistung zu erhalten. Einige haben sich bereits im Dezember gemeldet, viele aber auch erst im Januar. Die Statistik lässt erkennen, wie viele Männer und Frauen zum jetzigen Zeitpunkt tatsächlich im Agenturbezirk eine Arbeit suchen. Es handelt sich teilweise um Menschen, die schon bisher arbeitslos waren, ohne jedoch als Arbeitslose registriert gewesen zu sein. Keiner dieser zusätzlichen Erwerbslosen hat im Januar seine Arbeit verloren.
Nach der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe ist die Arbeitsagentur Nordhausen nur noch für einen Teil der Arbeitslosen zuständig. Zur Zeit werden rund 20.000 arbeitslose Menschen durch die Agentur für Arbeit Nordhausen und 14.300 Arbeitslose durch die Arbeitsgemeinschaften und das Grundsicherungsamt betreut. Infolge der höheren Arbeitslosenzahl hat sich die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen auf 22,6 Prozent erhöht. Angestiegen ist dabei auf Grund der saisonalen Entlassungen die Jugendarbeitslosigkeit. Ende Januar waren rund 4.300 junge Frauen und Männer ohne Job. Der prozentuale Anteil der Langzeitarbeitslosen am Gesamtbestand verringerte sich im Berichtsmonat um 3,8 Prozentpunkte gegenüber Dezember 2004 auf 39,6 Prozent.
Die weiterhin verhaltene Einstellungsbereitschaft der Arbeitgeber kommt erschwerend hinzu. Auf Grund des erneut niedrigen Stellenangebotes von 325, ist im Berichtsmonat der Bestand an freien Stellen mit 604 gegenüber dem Vormonat kaum verändert. Leicht angestiegen ist das Angebot insbesondere bei den Metallberufen, Elektrikern und Montierern, bei Dienstleistungskaufleuten und in den Verwaltungs- und Büroberufen.
Für den Monat Januar wurden Bestands- und Bewegungsdaten zur Arbeitslosigkeit aus den Fachverfahren der Bundesagentur gewonnen. Bei ehemaligen Sozialhilfeempfängern ist sehr oft noch die Klärung der Verfügbarkeit für den Arbeitsmarkt erforderlich. Nur wer tatsachlich eine Beschäftigung sucht, ist arbeitslos. Aus diesem Grund sind auch in den kommenden Monaten erhöhte Zugänge an Arbeitslosen möglich.
Landkreis Nordhausen
Die Arbeitslosigkeit ist im Januar um 1.456 auf 11.334 gestiegen. Im Vergleich zum
Vorjahr gab es 861 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im Januar 23,7 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 21,4 % belaufen. Im Januar meldeten sich 2.371 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 529 Personen oder 29 % mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 922 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 261 oder 22 % weniger als vor Jahresfrist.
In der Hauptagentur ordhausen waren im Januar 322 Stellenangebote registriert,
gegenüber Dezember ist das ein Plus von 10. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 115 Stellen weniger.
Artern
Die Arbeitslosigkeit ist im Januar um 453 auf 6.195 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr
gab es 31 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im Januar 27,8 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 27,5 % belaufen. Im Januar meldeten sich 1.011 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 213 Personen oder 17 % weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 555 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 203 oder 27 % weniger als vor Jahresfrist. In der Geschäftsstelle Artern waren im Januar 84 Stellenangebote registriert, gegenüber
Dezember ist das ein Plus von 58. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 54 Stellen weniger.
Heiligenstadt
Die Arbeitslosigkeit ist im Januar um 427 auf 3.685 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr
gab es 105 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im Januar 16,7 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 16,4 % belaufen. Im Januar meldeten sich 769 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 314 Personen oder 29 % weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 343 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 156 oder 31 % weniger als vor Jahresfrist. In der Geschäftsstelle Heiligenstadt waren im Januar 47 Stellenangebote registriert, gegenüber Dezember ist das ein Rückgang von 14. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 32 Stellen weniger.
Leinefelde
Die Arbeitslosigkeit ist im Januar um 810 auf 6.941 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr
hat sich die Zahl der Arbeitslosen praktisch nicht geändert (-14 ). Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im Januar 19,2 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 18,9 % belaufen. Im Januar meldeten sich 1.491 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 354 Personen oder 19 % weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 676 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 146 oder 18 % weniger als vor Jahresfrist. In der Geschäftsstelle Leinefelde waren im Januar 84 Stellenangebote registriert, gegenüber Dezember ist das ein Rückgang von 32. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 55 Stellen weniger.
Sondershausen
Die Arbeitslosigkeit ist im Januar um 554 auf 6.199 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr
gab es 420 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im Januar 26,3 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 24,0 % belaufen. Im Januar meldeten sich 1.016 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 14 Personen oder 1 % weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 462 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 190 oder 29 % weniger als vor Jahresfrist. In der Geschäftsstelle Sondershausen waren im Januar 67 Stellenangebote registriert, gegenüber Dezember ist das ein Rückgang von 7. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 47
Stellen weniger.


