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Mi, 12:00 Uhr
11.10.2000

Vom Tropfen zur Flutwelle - Huschke im Wasserwerk

Nordhausen (nnz). Viel mehr Zuhörer hätten nicht kommen dürfen am gestrigen Abend im Alten Wasserwerk zu Nordhausen. Knapp 200 Musikinteressierte und Neugierige waren der Einladung des Nordhäuser Jazzclubs gefolgt, um den Cellisten Wolfram Huschke live zu erleben. Und das an einem Dienstag, an dem sonst traditionell die Nordhäuser Bürgersteige frühzeitig hochgeklappt werden. Lag der Besucher-Run nun an der geheimnisvollen Spielstätte oder an der inzwischen auch in Nordhausen bekannten Klasse des Cello-Magiers?
Der hatte seine neue CD "Grenzbereiche" im Gepäck und eröffnete einen neuen Veranstaltungsort in Nordhausen und seine Herbsttournee, die ihn bis Ende Dezember zu mehr als 60 Konzerten führen wird. Spielerisch und souverän ging der Musiker und Entertainer auf den außergewöhnlichen Spielort ein, selbst auf einer improvisierten Bühne über einem der Wasseraufbereitungsbecken sitzend. Mit lockerer Conference verstand es Huschke schnell, das von Raum und Klang begeisterte Publikum zu diversen Mitmachaktionen zu animieren.
Dominierten im ersten Teil vor allem die klassischen Passagen auf dem zweihundertjährigen Prachtinstrument, so brachen im zweiten Teil dann alle Dämme, als der Ausnahmemusiker mit seinem elektronischen Cello den Sound einer kompletten Rockband erzeugte und vorführte, wie sich die verschiedensten Arten von Kopfschmerzen auf dem Cello anhören. Das Auditorium dankte ihm mit lang anhaltendem Beifall und erarbeitete sich mehrere Zugaben, die der sympathische Musiker nicht ohne das Versprechen abgab, bald wieder zu kommen.
"Einfach geil hier.! Das war wohl nicht nur Huschkes Fazit zum Veranstaltungsort und dem interessierten und aufgeschlossenen Publikum, sondern auch die vorherrschende Meinung der Gäste zu einem Superkonzert, vorgetragen von einem der weltbesten Virtuosen auf seinem Instrument. Ein denkwürdiger Abend in der Puschkinstraße, der für das nun erst richtig startende 17. Nordhäuser Jazzfest eine perfekte Eröffnung war.
Autor: osch

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