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Mo, 08:24 Uhr
31.01.2005

Unverständlich

Nordhausen (nnz). In Nordhausen soll in den kommenden Monaten und Jahren der Dom saniert werden. Dazu waren jetzt die ersten Fördermittel bereitsgestellt worden (siehe nnz-Archiv). Doch auch private Hilfe wurde angeboten. Die aber wurde ausgeschlagen.


Frank Tabatt betreibt in Nordhausen eine Spezialabdichtungsfirma. Seit einigen Monaten hat der Mann auch ein neues Gerät zur Bauwerkstrockenlegung im Angebot, „für bisher unlösbare Fälle, speziell im Naturstein und im Bruchsteinfundamentbereich, das nach dem so genannten Dry-Tech-Verfahren arbeitet“, erklärte Tabatt der nnz. Vor einigen Wochen habe Tabatt dem Pfarrer der Nordhäuser Domgemeinde angeboten, das Gerät kostenlos zu installieren. Hätte das Verfahren im Dom funktioniert, dann wäre dem altehrwürdigen Bauwerk geholfen, dachte Tabatt und er könnte das ja vielleicht als positives Ergebnis in eine Art Referenzliste aufnehmen.

Doch das Dry-Tech-Verfahren wird im Dom vermutlich nicht zum Einsatz kommen. „Bei telefonischer Nachfrage erhielt ich von Pfarrer Richard Hentrich zur Antwort, daß der Gemeindekirchenrat keinen Gebrauch davon machen möchte. Wo sind wir denn hingekommen, wenn man schon nichts mehr verschenken kann, oder wenn kostengünstige Lösungen in der Region für die Region nicht mehr akzeptiert werden“, fragt Tabatt. Auf Rückfrage bei Richard Hentrich sagte dieser der nnz, daß die fachliche Entscheidung im bischöflichen Bauamt in Erfurt getroffen worden sei, erst seit einigen Tagen habe man zudem einen Architektenvertrag für die Sanierung abgeschlossen.

Die mediale Nachfrage verbreitete sich innerhalb der kirchlichen Strukturen sehr schnell, denn Frank Tabbat erhielt einen Anruf aus Erfurt, in dem man sich nicht gerade erfreut über seine Kontaktaufnahme mit den Medien zeigte. Nun wird das neuartige Gerät in den kommenden Tagen nach Tabatts Aussagen kostenfrei in die Räume der Kreismusikschule eingebaut. Dort soll es die Fundamente der Cyriaki-Kapelle trockenlegen. Im Landratsamt hatte man zumindest Interesse an diesem kostenfreien Angebot bekundet.
Autor: nnz

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