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So, 16:45 Uhr
30.01.2005

nnz-Kurznews am Wochenende

Rekord in der Rhön
Das thüringische Kaltennordheim war mit minus 14,9 Grad in der Nacht zu Sonntag der kälteste Ort in Ostdeutschland. Dennoch trennten die Gemeinde in der Rhön damit noch Welten vom bundesweit kältesten Ort, wie der Wetterdienst Meteomedia mitteilte. Am Funtensee im Nationalpark Berchtesgaden in Bayern wurden sogar minus 42,2 Grad gemessen. Dort wurde einst auch die niedrigste jemals in Deutschland gemessene Temperatur registriert: Am Heiligen Abend 2001 sank das Thermometer auf minus 45,9 Grad.


Verbraucher im Vorteil
Im Konflikt mit Gasversorgern um gestiegene Preise haben widerspenstige Kunden nach Ansicht eines Rechtsexperten die besseren Karten. „Der Verbraucher muss nur Nerven zeigen“, sagte der Jenaer Rechtsanwalt Thomas Fricke in einem dpa-Gespräch. Die von vielen Gasversorgern beschlossenen Preiserhöhungen von bis zu acht Prozent in Thüringen und bundesweit bis zu 14 Prozent seien rechtlich nicht zulässig. Fricke riet Verbrauchern zum Widerspruch. Der Anwalt berät die Verbraucherzentralen und den Bund der Energieverbraucher.


Fast 10 Prozent eingespart
Die Kosten der gesetzlichen Krankenkassen in Thüringen für Medikamente haben sich im vorigen Jahr auf rund 671 Millionen Euro verringert. Die Einsparungen um 9,5 Prozent seien Folge erhöhter finanzieller Belastungen für Patienten, aber auch erhöhter Zwangsrabatte für die Pharmaindustrie, teilte die Techniker Krankenkasse (TK) mit. 2003 gaben die Kassen in Thüringen 742,77 Millionen Euro für Arzneimittel aus.


Tödlicher Unfall
Ein 35 Jahre alter Mann ist am Samstag bei einem Verkehrsunfall in Gotha getötet worden. Der 35-Jährige war mit seinem Lastwagen in einer Kurve von der Straße abgekommen und gegen einen Laternenmast geprallt. Er erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Sein Beifahrer wurde leicht verletzt.


Kein Qualm an Schulen
Der Erfurter Nikotinforscher Knut-Olaf Haustein hat sich für gesetzliche Rauchverbote an deutschen Schulen ausgesprochen. „Das wäre ein Beitrag zur Eindämmung vermeidbarer Erkrankungen in der Zukunft», sagte der Leiter des Fritz-Lickint-Institutes für Nikotinforschung und Rauchentwöhnung im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Aktionen, die auf Freiwilligkeit setzen, würden nicht zum Ziel führen. Generelle Rauchverbote für Schüler und Lehrer gibt es etwa in Hessen und Berlin. Thüringen plant kein landesweites Verbot.


Lebensläufe im Theater
Im Theater Gera haben heute zwei Schauspieler aus Biografien von Opfern des NS-Regimes gelesen. Unter dem Titel „...oder sind wir am Ende nicht mehr auf der Welt?“ stellten sie wenige Tage nach dem 60. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz Lebensläufe und historische Tondokumente vor. Die Lesung ist Teil der Sonderschau „Verehrt, Verfolgt, Vergessen - Schauspieler als Naziopfer“. Das Theater will auch angesichts der NPD-Aussagen im Dresdner Landtag zur Auseinandersetzung mit der Geschichte anregen.


Teures Studium
Ein Studium ausschließlich auf Volldarlehen kann junge Menschen nach dem Examen teuer zu stehen kommen. Das zeigen Modelle der staatlichen KfW-Bankengruppe und interne Berechnungen der Bundesregierung, die der dpa vorliegen. Bei einem zehnsemestrigen Studium, vollfinanziert durch einen Kredit für Studiengebühren und Lebensunterhalt, müssen Studenten mit einer Rückzahlsumme zwischen 65 000 und 90 000 Euro rechnen. Im Extremfall könnten es sogar bis zu 126 000 Euro werde.


Nur noch ein Vierteljahr
Die SPD-Führung wird dem Parteitag im November aller Voraussicht nach einen Antrag auf Verkürzung der Wehrpflicht auf drei Monate vorlegen. Die Wehrpflicht werde aber bleiben, auch wenn sie verändert und verkürzt wird, sagte die SPD-Politikerin Verena Wohlleben der „Welt”. Demnach ist SPD-Chef Franz Müntefering entschlossen, ein klares Ja zur Wehrpflicht in den Parteitagsantrag zu schreiben. Durch eine Verkürzung könnten erheblich mehr junge Männer als heute eingezogen werden.


Eigenes System
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung plant ein eigenes, von der Pharmaindustrie unabhängiges Arzneimittel- Informationssystem für Praxen. Damit wolle die KBV den Einfluss der Pharmabranche auf die Ärzte zurückdrängen, sagte der neue KBV-Chef der „Frankfurter Rundschau”. Die Datenbank solle die niedergelassenen Mediziner schnell über verfügbare Wirkstoffe und mögliche Risiken informieren. Derzeit prüften Juristen, ob dies wettbewerbsrechtlich zulässig sei.


Kishon tot
Der israelische Schriftsteller Ephraim Kishon ist tot. Die Schweizer Polizei bestätigte israelische Presseberichte. Danach erlag der auch sehr populäre Autor gestern im Alter von 80 Jahren in seiner Schweizer Wahlheimat Appenzell einem Herzanfall. Kishon soll übermorgen in Tel Aviv beigesetzt werden. Die Appenzeller Polizei geht davon aus, dass er noch heute nach Israel übergeführt wird. Kishon galt als erfolgreichster Satiriker der Gegenwart. Er schrieb mehr als 50 Bücher.


Pensionen neu regeln
Die Grünen wollen die Altersversorgung von Bundestagsabgeordneten und Regierungsmitliedern neu regeln. Bis Sommer soll es eine entsprechende Initiative geben. Das kündigte Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt im RBB-Inforadio an. Nach ihren Vorstellungen sollen Politiker in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen und sich privat zusätzlich versichern können - so wie jeder normale Bürger. Göring-Eckardt bezeichnete die Altersversorgung von Regierungsmitgliedern als „besonders pompös”.


Erste Haftbefehle
Im Skandal um den Fußball-Schiedsrichter Robert Hoyzer gibt es die ersten Haftbefehle. Betroffen sind drei Männer, die vorgestern vorläufig festgenommen wurden. Der Vorwurf lautet auf gewerbs- und bandenmäßigen Betrug. Nun drohen den Männern Haftstrafen zwischen sechs Monaten und zehn Jahren. Die drei Beschuldigten haben sich laut Staatsanwaltschaft noch nicht geäußert. Drei ins Zwielicht geratene Spieler von Hertha BSC haben inzwischen eidesstattlich versichert, nicht in Wettmanipulationen verwickelt zu sein.


Über fünf Millionen
Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement hält eine Arbeitslosenzahl von mehr als fünf Millionen im Januar für möglich. Er sagte der „Bild am Sonntag”, jetzt komme die Wahrheit über den Arbeitsmarkt ans Licht: Zu Beginn des Jahres gehen die Arbeitsmarktzahlen wegen der Wintertemperaturen immer nach oben. Das heißt laut Clement: Es wird 4,8 Millionen Arbeitslosen geben. Durch Hartz IV kämen nun aber 200 000 Arbeitslose hinzu, die bisher in der Sozialhilfe waren, ohne bei der Arbeitsagentur gemeldet zu sein.


Tod nach Karneval
Eine 17-Jährige ist im baden-württembergischen Irndorf nach einer Karnevalsfeier getötet worden. Ein Ordner fand die Tote nach dem Fest in einem Toilettenwagen. Die junge Frau sei an den Folgen massiver Gewalteinwirkung gestorben, teilte die Polizei am Abend nach der Obduktion der Leiche mit. Weitere Details wurden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt gegeben.
Autor: nnz

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