Fr, 21:58 Uhr
28.01.2005
Rekorde
Nordhausen (nnz). Das war ein Spektakel, wie es Nordhausen noch nicht erlebt hatte: La o la – Wellen schwappten durch die Wiedigsburghalle. Und dabei hatte doch eigentlich alles nur mit einer eisernen Kugel zu tun. Die nnz war bei einen energiegeladenen Event zu Gast, das in diesem Jahr alle Rekorde sprengte. Im wahrsten Sinne des Wortes...
Rekorde (Foto: nnz)
Es war das nunmehr fünfte Energie-Kugelstoß-Indoor. Meeting-Direktor Werner Hütcher hatte im Vorfeld ganze Arbeit geleistet und konnte in mehrfacher Hinsicht die Erfolge ernten. Nicht nur, das mit 1.200 Zuschauern in der proppevollen Halle der Zuschauerrekord gebrochen wurde, auch ein Hallenrekord wurde überboten. Joachim Olsen aus Dänemark, der Dritte der Hallenweltmeisterschaft 2004, sorgte in der Nordhäuser Wiedigsburghalle mit 21.16 im zweiten Durchgang für einen neuen Hallenrekord und konnte Siegprämie sowie den Siegerpokal mitnehmen. Der eigentliche Favorit, Olympiasieger Yuri Bilonog, aus der Urkaine kam mit 19,34 nur auf den dritten Platz 3. Dazwischen schob sich der Thüringer Andy Dittmar mit einer persönlichen Bestleistung von 20,34.
Bei den Frauen gab es einen unerwarteten Sieg. Weder Nadine Kleinert (18.65/2.) noch Astrid Kumbernuss (18,26/3.) konnten diesmal ihr internes Duell mit einem Sieg entscheiden. Die weiteste Kugel stieß Petra Lammert vom VfB Stuttgart, die in Neubrandenburg trainiert, mit 18,65 m.
Als Ehrengäste konnten auch in diesem Jahr zahlreiche einstige Spitzensportler begrüßt werden. Dazu gehörten auch Sportler, die ihre Laufbahn in Nordhausen begonnen hatten, und in irgendeiner Art und Weise mit der Sportlehrer-Legende Richard Müller zu tun hatten. Der 75jährige saß auch heute wieder in der Halle und notierten Weiten sowie Platzierungen. Zu erwähnen wären da Jürgen May, den Müller in der KJS betreut hatte und der über 1000 Meter Weltrekord lief. Dazu gehörte aber auch Johanna Klier, die Olympiasiegerin über 100 Meter Hürden von 1976.
Das fünfte Indoor war das, was es versprach: Es war ein Event, das seines Gleichen sucht und hoffentlich auch noch in Zukunft suchen wird. Die Atmosphäre in der Wiedisgburghalle war euphorisch. Zu verdanken ist es neben den vielen Ehrenamtlichen, in erster Linie der Energieversorgung Nordhausen und allen anderen Sponsoren. Zu verdanken ist es aber auch einem fantastischen Publikum, das diesen Sportabend zu einem unvergesslichen Erlebnis werden ließ. Nordhausen hat sich damit eingereiht in Veranstaltungen wie den Hochsprung mit Musik in Arnstadt. Nur brauchten die Arnstädter mehr als ein Jahrzehnt. Nordhausen hat das in weniger als der Hälfte geschafft.
Autor: nnz
Rekorde (Foto: nnz)
Es war das nunmehr fünfte Energie-Kugelstoß-Indoor. Meeting-Direktor Werner Hütcher hatte im Vorfeld ganze Arbeit geleistet und konnte in mehrfacher Hinsicht die Erfolge ernten. Nicht nur, das mit 1.200 Zuschauern in der proppevollen Halle der Zuschauerrekord gebrochen wurde, auch ein Hallenrekord wurde überboten. Joachim Olsen aus Dänemark, der Dritte der Hallenweltmeisterschaft 2004, sorgte in der Nordhäuser Wiedigsburghalle mit 21.16 im zweiten Durchgang für einen neuen Hallenrekord und konnte Siegprämie sowie den Siegerpokal mitnehmen. Der eigentliche Favorit, Olympiasieger Yuri Bilonog, aus der Urkaine kam mit 19,34 nur auf den dritten Platz 3. Dazwischen schob sich der Thüringer Andy Dittmar mit einer persönlichen Bestleistung von 20,34.
Bei den Frauen gab es einen unerwarteten Sieg. Weder Nadine Kleinert (18.65/2.) noch Astrid Kumbernuss (18,26/3.) konnten diesmal ihr internes Duell mit einem Sieg entscheiden. Die weiteste Kugel stieß Petra Lammert vom VfB Stuttgart, die in Neubrandenburg trainiert, mit 18,65 m.
Als Ehrengäste konnten auch in diesem Jahr zahlreiche einstige Spitzensportler begrüßt werden. Dazu gehörten auch Sportler, die ihre Laufbahn in Nordhausen begonnen hatten, und in irgendeiner Art und Weise mit der Sportlehrer-Legende Richard Müller zu tun hatten. Der 75jährige saß auch heute wieder in der Halle und notierten Weiten sowie Platzierungen. Zu erwähnen wären da Jürgen May, den Müller in der KJS betreut hatte und der über 1000 Meter Weltrekord lief. Dazu gehörte aber auch Johanna Klier, die Olympiasiegerin über 100 Meter Hürden von 1976.
Das fünfte Indoor war das, was es versprach: Es war ein Event, das seines Gleichen sucht und hoffentlich auch noch in Zukunft suchen wird. Die Atmosphäre in der Wiedisgburghalle war euphorisch. Zu verdanken ist es neben den vielen Ehrenamtlichen, in erster Linie der Energieversorgung Nordhausen und allen anderen Sponsoren. Zu verdanken ist es aber auch einem fantastischen Publikum, das diesen Sportabend zu einem unvergesslichen Erlebnis werden ließ. Nordhausen hat sich damit eingereiht in Veranstaltungen wie den Hochsprung mit Musik in Arnstadt. Nur brauchten die Arnstädter mehr als ein Jahrzehnt. Nordhausen hat das in weniger als der Hälfte geschafft.


