Do, 16:14 Uhr
27.01.2005
Bilanz nach 100 Tagen
Nordhausen (nnz). Jetzt darf kritisiert werden, die Schonfrist ist vorbei. Nach 100 Tagen Regierungszeit zieht Professor Dr. Jörg Wagner Bilanz. Rück- und Ausblick auf das Geschehen der Fachhochschule gibt's hier mit einem Klick.
Professor Dr. Jörg Wagner ist zufrieden mit den ersten hundert Tagen seiner Tätigkeit als Rektor der Nordhäuser Fachhochschule. Er sei gut in diesem Amt angekommen und habe ein gutes Team. Die Arbeit sei spannend und herausfordernd, aber die Menge an Terminen sei doch mehr, als er sich vorgestellt habe, so Wagner.
Die Fachhochschule selbst befindet sich auf gutem Weg. 2004 waren 1169 Studenten eingeschrieben, zuzüglich rund 160 ausländische Jugendliche, die im Studienkolleg die deutsche Sprache erlernen. Sieben Studiengänge werden angeboten, davon ein Bachelorstudiengang und sechs, die auf ein Diplom abzielen. Die Umstellung aller Studiengänge auf Bachelor- und Masterabschlüsse folgt im Wintersemester 2006/2007, wobei die klassischen Diplomabschlüsse in der Umstellungsphase weiterhin angeboten werden.
Da der Geburtenknick sich bald auch bei den Hochschulen bemerkbar macht, will die Fachhochschule mehr Werbung betreiben. Gymnasiasten werden zu Vorlesungen eingeladen, außerdem wollen Professoren die Schulen besuchen und Patenschaften aufbauen. Mit dem Studienkolleg wird in Zukunft enger zusammengearbeitet um die ausländischen Studenten in Nordhausen zu halten. Vermehrt setzt die Fachhochschule auf Weiterbildung. Der erste Lehrgang mit 26 Teilnehmern aus Verwaltungen in Nordhausen und Sondershausen wurde sehr gut angenommen, der nachfolgende Kurs ist nahezu ausgebucht.
In der Herkunft der Studenten hat sich zum vergangenen Jahr wenig geändert. Die meisten kommen aus Thüringen (65%, 2003: 71%), gefolgt von Sachsen-Anhalt (11%, 2003: 9%) und Niedersachsen (6%, 2003: 4%). Während 2003 noch 4% aller Studenten aus dem Ausland kamen, waren es jetzt nur noch 1%.
Die Aufteilung der Studenten in die einzelnen Studiengänge änderte sich ebenfalls wenig. Sozialmanagement mit 26 und Betriebswirtschaft mit 23 Prozent sind die beliebtesten Fächer, gefolgt von Gesundheits- und Sozialwesen (14%) und Technischer Informatik (9%). Der Anteil von männlichen und weiblichen Studenten ist nahezu gleich (568 zu 609). Wobei die Frauen die sozialen Studiengänge bevorzugen, die Männer traditionell die Ingenieurwissenschaften.
80 junge Menschen schlossen 2004 ihr Studium ab. Etwa die Hälfte bleibt nach der Erfahrung der FH in der Region. Etwa 95% bekommen einen angemessenen Arbeitsplatz, Mobilität vorausgesetzt. Um den Kontakt zu den Absolventen nicht zu verlieren, gibt es den Wissenschaftlichen Verein als Förderer der Hochschule. Regelmäßige Treffen und Informationen sorgen dafür, daß man auch weiterhin voneinander profitiert.
Die Bauarbeiten am Kompetenzzentrum gehen voran und liegen genau im Zeitplan. Der Einweihung im Dezember 2005 steht somit nichts im Weg. Schon im Februar soll ein neues Sensoriklabor in Betrieb genommen werden. Hier können Geruchs- und Geschmackstests für neue Produkte wie Lebensmittel oder Haushaltschemie durchgeführt werden. Nordbrand Nordhausen habe schon Interesse bekundet.
Mit zahlreichen Unternehmen aus der Region bestehen Kooperationsvereinbarungen. Das heißt, daß Studenten in den Betrieben Praktika absolvieren oder ihre Diplomarbeiten anfertigen können. Außerdem ist es möglich Beratung von Professoren zu bekommen. Rektor Dr. Wagner ist daran interessiert, daß die Lehrenden den Kontakt zur Wirtschaft und Forschung nicht verlieren und unterstützt derartige Nebentätigkeiten.
Auch der ehemalige Rektor Christian Juckenack, jetzt Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, unterrichtet einmal pro Woche kostenlos an der Fachhochschule. Mit der jetzigen Führungsspitze halte er nach Auskunft des Rektorats guten Kontakt.
International kann sich die Fachhochschule gut positionieren. Mit 26 Hochschulen in Europa und zwei in Amerika bestehen Kooperationsabkommen. 18 Dozenten aus zehn Staaten haben im Rahmen eines Austauschprogramms gelehrt. Auch 2005 soll es wieder eine Internationale Projektwoche geben. 20 Dozenten sind dazu eingeladen.
Unsere Fachhochschule soll schöner werden sagt Rektor Prof. Jörg Wagner, deshalb finden weitere Sanierungsmaßnahmen statt. Neue Parkplätze und eine Parkanlage mit Neupflanzungen entstehen im Ost- und Südostbereich. Der Platz und die Straße vor dem Audimax werden saniert.
Wichtige Termine für Studieninteressierte sind der Tag der offenen Tür am 09. April und das Hochschulsportfest am 08. Juni. Dazu sind die Gymnasien unter anderem zum Volleyballturnier eingeladen. Gemeinsam mit der Verkehrswacht findet ein Fahrsicherheitstraining statt. Im Juli wird das Campusfest gefeiert.
Die Fachhochschule Nordhausen blickt positiv in die Zukunft. In einem, spätestens zwei Jahren, möchte man die erste Million aus eingeworbenen Drittmitteln vorweisen. Bis 2010 sollen rund 2.000 Studenten den Campus bevölkern.
Autor: wfProfessor Dr. Jörg Wagner ist zufrieden mit den ersten hundert Tagen seiner Tätigkeit als Rektor der Nordhäuser Fachhochschule. Er sei gut in diesem Amt angekommen und habe ein gutes Team. Die Arbeit sei spannend und herausfordernd, aber die Menge an Terminen sei doch mehr, als er sich vorgestellt habe, so Wagner.
Die Fachhochschule selbst befindet sich auf gutem Weg. 2004 waren 1169 Studenten eingeschrieben, zuzüglich rund 160 ausländische Jugendliche, die im Studienkolleg die deutsche Sprache erlernen. Sieben Studiengänge werden angeboten, davon ein Bachelorstudiengang und sechs, die auf ein Diplom abzielen. Die Umstellung aller Studiengänge auf Bachelor- und Masterabschlüsse folgt im Wintersemester 2006/2007, wobei die klassischen Diplomabschlüsse in der Umstellungsphase weiterhin angeboten werden.
Da der Geburtenknick sich bald auch bei den Hochschulen bemerkbar macht, will die Fachhochschule mehr Werbung betreiben. Gymnasiasten werden zu Vorlesungen eingeladen, außerdem wollen Professoren die Schulen besuchen und Patenschaften aufbauen. Mit dem Studienkolleg wird in Zukunft enger zusammengearbeitet um die ausländischen Studenten in Nordhausen zu halten. Vermehrt setzt die Fachhochschule auf Weiterbildung. Der erste Lehrgang mit 26 Teilnehmern aus Verwaltungen in Nordhausen und Sondershausen wurde sehr gut angenommen, der nachfolgende Kurs ist nahezu ausgebucht.
In der Herkunft der Studenten hat sich zum vergangenen Jahr wenig geändert. Die meisten kommen aus Thüringen (65%, 2003: 71%), gefolgt von Sachsen-Anhalt (11%, 2003: 9%) und Niedersachsen (6%, 2003: 4%). Während 2003 noch 4% aller Studenten aus dem Ausland kamen, waren es jetzt nur noch 1%.
Die Aufteilung der Studenten in die einzelnen Studiengänge änderte sich ebenfalls wenig. Sozialmanagement mit 26 und Betriebswirtschaft mit 23 Prozent sind die beliebtesten Fächer, gefolgt von Gesundheits- und Sozialwesen (14%) und Technischer Informatik (9%). Der Anteil von männlichen und weiblichen Studenten ist nahezu gleich (568 zu 609). Wobei die Frauen die sozialen Studiengänge bevorzugen, die Männer traditionell die Ingenieurwissenschaften.
80 junge Menschen schlossen 2004 ihr Studium ab. Etwa die Hälfte bleibt nach der Erfahrung der FH in der Region. Etwa 95% bekommen einen angemessenen Arbeitsplatz, Mobilität vorausgesetzt. Um den Kontakt zu den Absolventen nicht zu verlieren, gibt es den Wissenschaftlichen Verein als Förderer der Hochschule. Regelmäßige Treffen und Informationen sorgen dafür, daß man auch weiterhin voneinander profitiert.
Die Bauarbeiten am Kompetenzzentrum gehen voran und liegen genau im Zeitplan. Der Einweihung im Dezember 2005 steht somit nichts im Weg. Schon im Februar soll ein neues Sensoriklabor in Betrieb genommen werden. Hier können Geruchs- und Geschmackstests für neue Produkte wie Lebensmittel oder Haushaltschemie durchgeführt werden. Nordbrand Nordhausen habe schon Interesse bekundet.
Mit zahlreichen Unternehmen aus der Region bestehen Kooperationsvereinbarungen. Das heißt, daß Studenten in den Betrieben Praktika absolvieren oder ihre Diplomarbeiten anfertigen können. Außerdem ist es möglich Beratung von Professoren zu bekommen. Rektor Dr. Wagner ist daran interessiert, daß die Lehrenden den Kontakt zur Wirtschaft und Forschung nicht verlieren und unterstützt derartige Nebentätigkeiten.
Auch der ehemalige Rektor Christian Juckenack, jetzt Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, unterrichtet einmal pro Woche kostenlos an der Fachhochschule. Mit der jetzigen Führungsspitze halte er nach Auskunft des Rektorats guten Kontakt.
International kann sich die Fachhochschule gut positionieren. Mit 26 Hochschulen in Europa und zwei in Amerika bestehen Kooperationsabkommen. 18 Dozenten aus zehn Staaten haben im Rahmen eines Austauschprogramms gelehrt. Auch 2005 soll es wieder eine Internationale Projektwoche geben. 20 Dozenten sind dazu eingeladen.
Unsere Fachhochschule soll schöner werden sagt Rektor Prof. Jörg Wagner, deshalb finden weitere Sanierungsmaßnahmen statt. Neue Parkplätze und eine Parkanlage mit Neupflanzungen entstehen im Ost- und Südostbereich. Der Platz und die Straße vor dem Audimax werden saniert.
Wichtige Termine für Studieninteressierte sind der Tag der offenen Tür am 09. April und das Hochschulsportfest am 08. Juni. Dazu sind die Gymnasien unter anderem zum Volleyballturnier eingeladen. Gemeinsam mit der Verkehrswacht findet ein Fahrsicherheitstraining statt. Im Juli wird das Campusfest gefeiert.
Die Fachhochschule Nordhausen blickt positiv in die Zukunft. In einem, spätestens zwei Jahren, möchte man die erste Million aus eingeworbenen Drittmitteln vorweisen. Bis 2010 sollen rund 2.000 Studenten den Campus bevölkern.

