Do, 12:23 Uhr
06.09.2001
Feuerwehr und Kreisumlage
Sollstedt/Nordhausen (nnz). Der Vorstand des Nordhäuser Gemeinde- und Städtebundes befasste sich gestern unter anderem mit den Feuerwehren. Auch die allseits beliebte Kreisumlage stand zur Diskussion.
Die Vorstandsmitglieder als Vertreter der Gemeinden und Städte des Landkreises Nordhausen berieten mit dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes, dem Kreisbrandinspektor und dem Kreisjugendwart über eine mögliche Förderung der Jugendfeuerwehren entsprechend eines Sonderprogramms für die Beschaffung von Bekleidung für Jugendfeuerwehren. Alle Beteiligten einigten sich auf eine vom Kreisbrandinspektor vorgelegte Prioritätenliste zur Förderung von 43 der derzeit insgesamt 58 Jugendfeuerwehren des Landkreises im Jahr 2001. Das Fördervolumen beträgt im Jahr 2001 rund 50.000 Mark. Die nicht in dieser Liste aufgenommenen Jugendfeuerwehren sollen im Jahr 2002 berücksichtigt werden. Dazu sind noch 20.000 Mark im Fördertopf verblieben.
Matthias Jendricke (SPD) nahm als Beigeordneter des Landkreises Nordhausen zum ersten Mal an einer Vorstandsberatung des Gemeinde- und Städtebundes teil. Mit Jendricke wurde über die künftige Zusammenarbeit zwischen der Kreisverwaltung und den Kommunen des Landkreises beraten. Insbesondere wurde über die Haushaltsplanung des Kreishaushaltes 2002 beraten und Matthias Jendricke die damit verbundenen Probleme für die Kommunen aufgrund der Höhe der Kreisumlage erläutert. Die Vertreter der Gemeinden und der Stadt Nordhausen machten eindeutig klar, dass auch eine geringfügige Anhebung der Kreisumlage nicht finanzierbar ist. Es müsse kurzfristig zu Personalkosteneinsparungen im Landratsamt und mittelfristig zur Senkung der Kreisumlage kommen.
Das aber scheint im Fall der Stadt eher eine Illusion zu sein. Bereits gestern wurde im Hauptausschuß des Nordhäuser Stadtrates über die künftige Kreisumlage diskutiert. Mit Unverständnis wurde registriert, dass sich die Kreisumlage im kommenden Jahr in ihrer Gesamtsumme von 31 Millionen Mark nicht erhöhen werde, die Stadt Nordhausen aber rund eine Million Mark mehr zahlen müsse. Hatte die Stadt mit den diesjährigen 17,2 Millionen Mark schon extreme Schwierigkeiten, so werden mehr als 18 Millionen Mark auf keinen Fall zu verkraften sein. Der Trick der Kreiskämmerer ist simpel aber durchschlagend. Es wird einfach der Umlagesatz erhöht. Vorgesehen ist für 2002 eine Erhöhung um 2,3 Prozent. Nach komplizierten Rechnungen, in denen Komponenten wie die Leistungskraft der jeweiligen Kommunen einfließen, muß Nordhausen mehr zahlen, andere Kommunen weniger. Hätte die Kreisverwaltung den Umlagesatz auf der jetzigen Höhe belassen, wären einfach weniger Märkerchen in der Kreiskasse. Und dann käme der künftige Haushalt schon im Ansatz wieder ins Wanken.
Autor: nnzDie Vorstandsmitglieder als Vertreter der Gemeinden und Städte des Landkreises Nordhausen berieten mit dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes, dem Kreisbrandinspektor und dem Kreisjugendwart über eine mögliche Förderung der Jugendfeuerwehren entsprechend eines Sonderprogramms für die Beschaffung von Bekleidung für Jugendfeuerwehren. Alle Beteiligten einigten sich auf eine vom Kreisbrandinspektor vorgelegte Prioritätenliste zur Förderung von 43 der derzeit insgesamt 58 Jugendfeuerwehren des Landkreises im Jahr 2001. Das Fördervolumen beträgt im Jahr 2001 rund 50.000 Mark. Die nicht in dieser Liste aufgenommenen Jugendfeuerwehren sollen im Jahr 2002 berücksichtigt werden. Dazu sind noch 20.000 Mark im Fördertopf verblieben.
Matthias Jendricke (SPD) nahm als Beigeordneter des Landkreises Nordhausen zum ersten Mal an einer Vorstandsberatung des Gemeinde- und Städtebundes teil. Mit Jendricke wurde über die künftige Zusammenarbeit zwischen der Kreisverwaltung und den Kommunen des Landkreises beraten. Insbesondere wurde über die Haushaltsplanung des Kreishaushaltes 2002 beraten und Matthias Jendricke die damit verbundenen Probleme für die Kommunen aufgrund der Höhe der Kreisumlage erläutert. Die Vertreter der Gemeinden und der Stadt Nordhausen machten eindeutig klar, dass auch eine geringfügige Anhebung der Kreisumlage nicht finanzierbar ist. Es müsse kurzfristig zu Personalkosteneinsparungen im Landratsamt und mittelfristig zur Senkung der Kreisumlage kommen.
Das aber scheint im Fall der Stadt eher eine Illusion zu sein. Bereits gestern wurde im Hauptausschuß des Nordhäuser Stadtrates über die künftige Kreisumlage diskutiert. Mit Unverständnis wurde registriert, dass sich die Kreisumlage im kommenden Jahr in ihrer Gesamtsumme von 31 Millionen Mark nicht erhöhen werde, die Stadt Nordhausen aber rund eine Million Mark mehr zahlen müsse. Hatte die Stadt mit den diesjährigen 17,2 Millionen Mark schon extreme Schwierigkeiten, so werden mehr als 18 Millionen Mark auf keinen Fall zu verkraften sein. Der Trick der Kreiskämmerer ist simpel aber durchschlagend. Es wird einfach der Umlagesatz erhöht. Vorgesehen ist für 2002 eine Erhöhung um 2,3 Prozent. Nach komplizierten Rechnungen, in denen Komponenten wie die Leistungskraft der jeweiligen Kommunen einfließen, muß Nordhausen mehr zahlen, andere Kommunen weniger. Hätte die Kreisverwaltung den Umlagesatz auf der jetzigen Höhe belassen, wären einfach weniger Märkerchen in der Kreiskasse. Und dann käme der künftige Haushalt schon im Ansatz wieder ins Wanken.


