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24.08.2018
Südharzer Dampflok Steig vorgestellt

Ein neuer Wanderweg für den Südharz

Aus Alt mach Neu: mit dem "Südharzer Dampflok Steig" sollen mehr Wanderer an den Harzrand gelockt werden ohne neue Wege zu schaffen, sondern althergebrachte Routen unter einem neuen Thema miteinander zu verbinden. Auf 41 Kilometern sollem dem Wanderer neben jeder Menge Natur auch andere Highlights geboten werden. Die ersten Details wurden heute vorgestellt...

Der Südharz soll einen neuen Wanderweg erhalten (Foto: Christian Schelauske) Der Südharz soll einen neuen Wanderweg erhalten (Foto: Christian Schelauske)

Von Sophienhof aus soll der Wanderweg über die Eisfelder Talmühle, Netzkater, Ilfeld, Neustadt und die Rüdigsdorfer Schweiz nach Nordhausen führen. Als verbindendes Element will man das primäre touristische Highlight der Region nutzen: die Harzer Schmalspurbahnen.

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Die bringe Touristen heutzutage vor allem in den Hoch- und den Nordharz. Der neue Wanderweg soll ein erster, konkreter Schritt werden das zu ändern, erklärte Landrat Matthias Jendricke. Natürlich erhoffe man sich von den Kommunen mehr eigenes Engagement, wisse aber auch das die finanzielle Leistungsfähigkeit ihre Grenzen habe. Man könne das Thema Tourismus nicht immer nur aufrufen und dann wieder "ad acta" legen.

Für den "Dampflok Steig" erhält der Kreis "LEADER"-Förderung in Höhe von 35.000 Euro. Damit soll nicht nur die Beschilderung mit Wegmarken und Infotafeln bezahlt werden, sondern auch ein besonderes Highlight abseits der HSB-Schienen. Am Galgenberg bei Neustadt soll eine Waldklause der etwas anderen Art entstehen: eine rund 12 Meter langes Dampflokmodell aus Eichen- und Lerchenholz. Die soll aber nicht nur als "Eye-catcher" dienen, sondern auch als Spielplatz für Kinder und Raststätte für müde Wanderer und Picknickplatz genutzt werden können.

"Der Wanderweg soll nach dem Vorbild des Harzer-Hexenstieges immer weiter entwickelt werden", sagt Jessica Piper vom Tourismusverband Südharz-Kyffhäuser, auf der geplanten Strecke finden sich zunächst 15 "Highlights", darunter der Rabensteiner Stollen, der Poppenbergturm, die Ziegenalm oder auch die Burgruine Hohnstein. Später sollen mehr hinzu kommen, die Holzlok sei nur der Anfang. Außerdem können Wanderfreunde acht Aussichtspunkte, wie der Falkenstein und der Ilstein, und diverse gastronomische Angebote entdecken und an fünf Stationen Stempel für die beliebte Harzer Wandernadel sammeln.

v.l.: Christian Schelauske, Jessica Piper und Petra Weigt (Foto: Angelo Glashagel) v.l.: Christian Schelauske, Jessica Piper und Petra Weigt (Foto: Angelo Glashagel)

Man habe bewusst versucht die Ortschaften der Region in die Strecke einzubinden und den Wandereren trotzdem möglichst viel naturnahe Wege und schöne Ausblicke zu bieten, erklärte Christian Schelauske vom Tourismusverband. Die 42 Kilometer muss denn auch niemand am Stück laufen, die Strecke lasse sich gut in drei bis vier Etappen mit entsprechenden Übernachtungsmöglichkeiten aufteilen, hieß es am Vormittag im Landratsamt, jeder Abschnitt sei durch die Anbindung an die HSB gut zu erreichen, sodass sich Wanderer ihre Strecken gut einteilen könnten.

Der "Dampflok Steig" soll sich aus alten Routen zusammensetzen, die zu einer neuen Strecke geformt werden. Klasse statt Masse könnte hier das Prinzip lauten, auch die Wandervereine der Region wie der Harzclub Ilfeld reduzierten eher das Angebot an Wanderwegen, erläuterte Achim Jauer, stellvertretender Kreiswegewart und Vorsitzende des Ilfelder Harzclubs. Für Ordnung auf der Strecke sollen in Zukunft die Mitarbeiter des Naturpark Südharz sorgen.

Spätestens Anfang November soll die Einrichtung des Wanderweges abgeschlossen sein. Dem Startschuss sollen weitere Investitionen folgen, erst in der vergangenen Woche hatte man im Kreisausschuss dazu beraten. Beim Land soll ein sogenannter "Fördervorantrag" gestellt werden, der Erfurt eine touristische Entwicklung in Thüringens nördlichster Gemeinde schmackhaft machen soll.

Auf dem Gelände der ehemaligen Grenzkompanie, so die Überlegung soll "öffentliche, touristische Infrastruktur" geschaffen werden. Das klingt alles noch ein wenig nebulös, feste inhaltliche Vorstellungen gibt es aber noch nicht, lediglich Visionen. So könnte auf dem Gelände ein Aussichtsturm mit Blick auf den Brocken errichtet werden der, anders als etwa der Poppenbergturm, nicht abseits jeglicher Versorgung liegt, sondern als "Anker" für weitere touristische Angebote dienen könnte. "Wir wollen einen Ort schaffen an dem man gerne wiederkehrt", sagt Jessica Piper, etwa mit einer Erlebniswelt für Kinder, Anbindung an die Wanderwege, gastronomischer Versorgung und Gästebetrieb.

In Rothesütte sei man schon mitten im Harz, der Ort habe das Potential ein ähnlicher touristischer Anlaufpunkt zu werden wie es das nahe Sophienhof schon ist.
Angelo Glashagel
Impressionen entlang der Wanderstrecke (Foto: Christian Schelauske)
Impressionen entlang der Wanderstrecke (Foto: Christian Schelauske)
Impressionen entlang der Wanderstrecke (Foto: Christian Schelauske)
Impressionen entlang der Wanderstrecke (Foto: Christian Schelauske)
Impressionen entlang der Wanderstrecke (Foto: Christian Schelauske)
Impressionen entlang der Wanderstrecke (Foto: Christian Schelauske)
Impressionen entlang der Wanderstrecke (Foto: Christian Schelauske)
Impressionen entlang der Wanderstrecke (Foto: Christian Schelauske)
Autor: red

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Kommentare
Kilian Baltres
24.08.2018, 18:54 Uhr
Sehr gute Idee aus dem Landratsamt
Ich finde diese Idee sehr interessant! Sie führt auch uns Einheimischen vor Augen die vielen kleinen Attraktionen, die wir vor der Haustür haben. Und es ist schön, daß man sich für die Route an unserem “Quirl“ orientiert.

Es scheint auch alles recht schnell und unkompliziert umsetzbar, ohne viel Tam Tam. Das wird auch Touristen von außerhalb gefallen. Sehr gut, Lob an das Landratsamt und den Herrn Jendricke und sein Team. K. Baltres
Herr Schröder
24.08.2018, 21:20 Uhr
Kilian Baltres
In der Tat. Wunderschöne Aufnahmen von unserem Südharz.
elektriker
25.08.2018, 11:10 Uhr
Dampflokstieg
Es gibt noch mehr als nur bekanntes, wie Lange Wand, Ochsenloch, alt Bergbau. Wer will kann viel entdecken, sogar erlaufen. Immer schön neugierig bleiben!
HUKL
25.08.2018, 11:13 Uhr
Man kann eben doch Vieles gemeinsam gestalten.......
Diese touristische Öffnung weiterer Gebiete und Sehenswürdigkeiten für Einheimische und Gäste des Harzes hebt sich von den derzeitigen internen Streitereien zwischen dem Landrat und Nordhausens Oberbürgermeister regelrecht positiv ab, die mit oftmals beleidigten Attacken um die zukünftige Gestaltung des „AKS“ buhlen, was die Bürger schon längst nicht mehr verstehen!

Den Freude ausstrahlenden Gesichtern von Teilen des Tourismus-Teams sieht man einfach an, dass ein gemeinsames Miteinander bei allen sich gestellten Zielsetzungen immer vorteilhaft ist, wovon vor allem die vielen auf die Natur neugierigen jungen und etwas älteren Wanderfreunde gewaltig zehren werden. Die tollen Schnappschüsse zeigen, dass die Schönheiten unserer Natur von uns gar nicht so weit entfernt sind.....
Ilfelder512
04.09.2018, 09:51 Uhr
Schandfleck Ilfeld Gänseschnabel
Hoffentlich verlaufen sich die Touristen und Wanderer nicht in Richtung "Waldhotel Gänseschnabel" ..... Eine Schande das dort nix unternommen wird. Es verfällt, es stinkt, die Türen und Tore stehen offen... einfach nur ekelhaft
RWE
04.09.2018, 11:12 Uhr
Ja, der Gastätte ist eine Ruine
Wie wäre es denn aber mit einer kleinen Wanderung Wetterfahne, Gänseschnabel (ich meine die Klippe) zum Dreitälerblick. Am Bahnhof Netzkater gibt es einen Imbis. Und wer gut essen will läuft zur Gaststätte Netzkater oder fährt zum Braunen Hirsch.
Die Idee mit dem n neuen Wanderweg ist gut. Aber man sollte erst einmal die vorhandenen Instandhalten. Oder vor Forstfahrzeugen schützen. Da habe ich in der Ecke Braunsteinhaus/Steinmühlental mal eine sehr böse Überraschung erlebt.
Davon ab wird es hier nie die Besuchmassen geben wie am Brocken, in Thale oder im Okertal geben. Ist doch logisch. Aber der Südharz kann als Naherholungsgebiet aufgewertet werden. Oder vielleicht unterbricht der eine oder andere Eisenbahnfreund seine HSB-Fahrt für ein paar Stunden. Ja zum Dampflokstieg, aber keine Wunder erwarten.
Sonntagsradler 2
04.09.2018, 11:54 Uhr
@RWE Ihr Zitat
(Aber man sollte erst einmal die vorhandenen Instandhalten. Oder vor Forstfahrzeugen schützen.)
Der Herr möchte wohl die Wanderwege geteert haben? damit er seine „Knorzeln“ nicht über Baumstumpfen heben muss! Oder die feinen Schuhe nicht dreckig werden!
„Die Wege vor Forstfahrzeugen schützen!“ Schwachsinnig! san müsste man sämtliche Bundes - und Landstraßen vor den Industrieverkehr schützen! Damit sie nicht zerstört werden.
RWE
04.09.2018, 13:18 Uhr
@Sonntagsadler
Quatsch!!
Ich habe mit der Zeit die Hälfte der Stempelstellen (Harzer Wandernadel) und ein Urlaub ohne Mountainbike ist bei mir nicht drin. Geteerte Wanderwege.... Vor 2 Jahren wollte ich vom Braunsteinhaus nach Rotheshütte wandern. Was da die Forstfahrzeuge angestellt haben.... Ich rede hier nicht von einer kleinen Spurrinne. Das kann der Wirt vom Braunsteinhaus bestätigen. Und mit Instandhaltung meine ich keine gepflasterten Wege, sondern Farbmarkierungen und Schilder. Und das mag der Wanderer auch in Zeiten der Outdoornavis und Wanderapps.
Wandern sie mal den Glashüttenweg oder den Rennsteig entlang, dann wissen sie was ich meine.
Sonntagsradler 2
04.09.2018, 14:20 Uhr
@RWE
Farbmarkierungen und Schilder mag der Wandere
Wenn es geht noch einen Fremdenführer 
Ich sage nur verwöhnte Möchtegernwanderer. Früher ging es mit Karte und Kompass in die Spur und zur Not wurde auch mal nach dem weg gefragt! Das war noch Abenteuerlich. Aber heute Fahrbahnmarkierung: fehlt nur noch eine Ampelanlagen und Überholspur: ;-)
Und das hinterher jagen von orgend welchen Stempel hat mit der reinen Wanderlust und Bewegung in freier Natur nichts zu tun. Das ist nur eine Modeerscheinung irgendwelcher Leute die etwas ich sage es mal auf Deutsch damit angeben wollen wo sie überall gewandert sind.
Übrigens Wege die vor 2-3 Jahren von den Vorwarden (wetterbedingt9zervahren wurden müssen heute nicht auch noch so aussehen.
RWE
04.09.2018, 23:38 Uhr
Lieber Sonntagsadler,
wenn sie alle Wanderwege in und auswendig kennen-bitte. Wenn ich einen Abenteuerurlaub will fahre ich in die Taiga.
Ich für meinen Teil möchte nicht an jeder Wegkreuzung Karte oder Navi herausholen müssen. Auf das Abenteuer verzichte ich gern.
Und wissen sie was, es gibt Wanderwege mit Infotafel und QR-Codes. Wie ein Reiseführer. Gab es früher nicht also muß es schlecht sein.
Und Wandernadeln motivieren so manchen "verwöhnten Möchegernwanderer" seinen Allerwertesten vom Sofa wegzubewegen.
Und wenn solche Möchtegerns von außerhalb kommen, nennt man sie auch Touristen. Die haben auch meistens ein wenig Geld in der Tasche und darum geht es doch am Ende.
Mit dieser Einstellung wird es nichts mit dem Tourismus. Wozu denn eigentlich einen Dampflok Steig?? Oder einen Aussichtsturm in Rotheshütte? Isi doch alles nur etwas für Weicheier.
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