Fr, 19:35 Uhr
21.01.2005
Ziemlich zufrieden
Nordhausen (nnz). Mehr als 60 % aller Besucher sind Frauen. Ein Drittel ist über 60 Jahre alt. Die Hälfte kommt aus Nordhausen. Über 70 % kommen 2 bis 12 mal pro Jahr. Wohin gehört dieser komische Durchschnittsmensch? Die nnz verrät es Ihnen.
Ziemlich zufrieden (Foto: nnz)
Dieser Durchschnittsmensch ist das Ergenis einer Umfrage unter den Besuchern des Nordhäuser Theaters. Fünf Studentinnen der Fachhochschule Nordhausen nahmen die Befragung im Rahmen ihrer Projektarbeit vor. Das Team wurde von Professor Dr. Andreas Scharf geleitet. mir rund 300 angegebenen Fragebögen rechneten die jungen Frauen, über 460 bekamen sie zusammen und erhielten so repräsentative Ergebnisse.
Nicht die Aufführungen sollten von den Besuchern bewertet werden, sondern das Theater selbst, die Mitarbeiter und das Umfeld des Musentempels. Die Stücke zu beurteilen schien so kurz nach einem Intendantenwechsel nicht sinnvoll. Um wirklich alle Theaternutzer zu erreichen, gesellten sich die Studentinnen nicht nur während der Musiktheateraufführungen unter das Publikum um ihre Fragen loszuwerden. Auch das Jazzfest und einen Diaabend nutzten sie.
Auf einer Skala von 1 bis 7 (gar nicht zufrieden bis sehr zufrieden) konnten die Besucher auswählen. Die meisten füllten die vier A4 Seiten umfassenden Bögen gemeinsam mit den Studentinnen aus. Es bestand aber auch die Möglichkeit den Fragebogen mit nach hause zu nehmen und in Ruhe über den 24 Fragen zu brüten. Am kritischsten gehen übrigens die Nordhäusser selbst mit ihrem Theater um.
Auch wenn über die Hälfte der Besucher direkt aus Nordhausen kommt, konnte das Theater mit einem Wert von 6,07 sehr positiv abschließen. Kritik heißt also nicht schlechtreden. Einige Defizite waren Intendant Lars Tietje bereits bekannt. So sind viele Besucher mit der Parkplatzsituation nicht zufrieden. Zugleich wissen aber längst nicht alle, daß die Benutzung der Straßenbahn mit der Theaterkarte kostenlos ist. Es ist zwar auf der Rückseite vermerkt, aber doch zu klein gedruckt für das Drittel an über 60jährigen Besuchern.
Sehr positv wurde die Kompetenz und Freundlichkeit der Mitarbeiter bewertet. Auch wenn muit 6,27 Punkten überdurchschnittlich gut benotet, wünschten sich viele doch längere Öffnungszeiten der Theaterkasse. Zur Zeit öffnet diese dienstags bis freitags von 10.00 bis 18.30 und Sonnabends von 10.00 bis 12.00 Uhr, sowie jeweils eine Stunde vor Beginn einer Vorstellung.
Viele Gäste sind Stammgäste. Sie besuchen pro Jahr 2 bis 12 Veranstaltungen. Männer sind eher weniger an Kultur interessiert, über 60 % der Besucher sind weiblich. Aber nicht nur diese wünschen sich bessere Gastronomie und Aufenthaltsmöglichkeiten. Die Theaterleitung nahm die Kritik gern an, baute im Sommer eine Theke im Parkett und stellte mehr Tische auf. Auch in Zukunft werden die Ergebnisse eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung des Theaters spielen.
In ein bis zwei Jahren soll eine solche Befragung wieder durchgeführt werden. Die Fachhochschule ist dazu als kompetenter Partner sehr gefragt. Ein kleines Theater könnte sich so eine Analyse sonst gar nicht leisten. Die Studentinnen, alle Fans der Schrillen Nacht und anderer Produktionen für die junge Generation, sagten, daß sie in den sechs Wochen am Theater viel gelernt haben und gern Werbung an der Hochschule machen wollen. Wenn das gelingt, könnte der Altersdurchschnitt bis zur nächsten Umfrage sinken. Das heißt jedoch nicht, daß in Zukunft nur noch junges Theater stattfindet. Nach dem Willen von Lars Tietje soll das Programm weiterhin alle Bürger ansprechen, auch die 15 %, die aus Niedersachsen kommen.
Bei den Teilnehmern der Umfrage bedankte sich das Theater durch eine Verlosung von 5 x 2 karten für die heutige Premiere der OperTosca.
Autor: wf
Ziemlich zufrieden (Foto: nnz)
Dieser Durchschnittsmensch ist das Ergenis einer Umfrage unter den Besuchern des Nordhäuser Theaters. Fünf Studentinnen der Fachhochschule Nordhausen nahmen die Befragung im Rahmen ihrer Projektarbeit vor. Das Team wurde von Professor Dr. Andreas Scharf geleitet. mir rund 300 angegebenen Fragebögen rechneten die jungen Frauen, über 460 bekamen sie zusammen und erhielten so repräsentative Ergebnisse.Nicht die Aufführungen sollten von den Besuchern bewertet werden, sondern das Theater selbst, die Mitarbeiter und das Umfeld des Musentempels. Die Stücke zu beurteilen schien so kurz nach einem Intendantenwechsel nicht sinnvoll. Um wirklich alle Theaternutzer zu erreichen, gesellten sich die Studentinnen nicht nur während der Musiktheateraufführungen unter das Publikum um ihre Fragen loszuwerden. Auch das Jazzfest und einen Diaabend nutzten sie.
Auf einer Skala von 1 bis 7 (gar nicht zufrieden bis sehr zufrieden) konnten die Besucher auswählen. Die meisten füllten die vier A4 Seiten umfassenden Bögen gemeinsam mit den Studentinnen aus. Es bestand aber auch die Möglichkeit den Fragebogen mit nach hause zu nehmen und in Ruhe über den 24 Fragen zu brüten. Am kritischsten gehen übrigens die Nordhäusser selbst mit ihrem Theater um.
Auch wenn über die Hälfte der Besucher direkt aus Nordhausen kommt, konnte das Theater mit einem Wert von 6,07 sehr positiv abschließen. Kritik heißt also nicht schlechtreden. Einige Defizite waren Intendant Lars Tietje bereits bekannt. So sind viele Besucher mit der Parkplatzsituation nicht zufrieden. Zugleich wissen aber längst nicht alle, daß die Benutzung der Straßenbahn mit der Theaterkarte kostenlos ist. Es ist zwar auf der Rückseite vermerkt, aber doch zu klein gedruckt für das Drittel an über 60jährigen Besuchern.
Sehr positv wurde die Kompetenz und Freundlichkeit der Mitarbeiter bewertet. Auch wenn muit 6,27 Punkten überdurchschnittlich gut benotet, wünschten sich viele doch längere Öffnungszeiten der Theaterkasse. Zur Zeit öffnet diese dienstags bis freitags von 10.00 bis 18.30 und Sonnabends von 10.00 bis 12.00 Uhr, sowie jeweils eine Stunde vor Beginn einer Vorstellung.
Viele Gäste sind Stammgäste. Sie besuchen pro Jahr 2 bis 12 Veranstaltungen. Männer sind eher weniger an Kultur interessiert, über 60 % der Besucher sind weiblich. Aber nicht nur diese wünschen sich bessere Gastronomie und Aufenthaltsmöglichkeiten. Die Theaterleitung nahm die Kritik gern an, baute im Sommer eine Theke im Parkett und stellte mehr Tische auf. Auch in Zukunft werden die Ergebnisse eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung des Theaters spielen.
In ein bis zwei Jahren soll eine solche Befragung wieder durchgeführt werden. Die Fachhochschule ist dazu als kompetenter Partner sehr gefragt. Ein kleines Theater könnte sich so eine Analyse sonst gar nicht leisten. Die Studentinnen, alle Fans der Schrillen Nacht und anderer Produktionen für die junge Generation, sagten, daß sie in den sechs Wochen am Theater viel gelernt haben und gern Werbung an der Hochschule machen wollen. Wenn das gelingt, könnte der Altersdurchschnitt bis zur nächsten Umfrage sinken. Das heißt jedoch nicht, daß in Zukunft nur noch junges Theater stattfindet. Nach dem Willen von Lars Tietje soll das Programm weiterhin alle Bürger ansprechen, auch die 15 %, die aus Niedersachsen kommen.
Bei den Teilnehmern der Umfrage bedankte sich das Theater durch eine Verlosung von 5 x 2 karten für die heutige Premiere der OperTosca.


