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Fr, 15:56 Uhr
21.01.2005

Trotzdem optimistisch

Trotzdem optimistisch (Foto: nnz) Trotzdem optimistisch (Foto: nnz) Nordhausen (nnz). In den zurückliegenden Monaten sind einige Parteien in Nordhausen umgezogen. Den Anfang machte die SPD, ihr folgte die PDS. Wie die Sozialisten haben auch die Freien Liberalen ihre Polit-Zentrale in die Nordhäuser Altstadt verlegt. Heute wurde Einweihung gefeiert.


Altendorf 60 – dort wo früher Kleider und Jacken verkauft worden waren – dort sind die Räume jetzt in blauen und gelben Farben gehalten. Parteipolitisch gesehen wurde am heutigen Nachmittag eher ein Farbenspiel aus rot, schwarz, gelb und blau, aber auch grün geboten. Zur Einweihung kamen nicht nur Vertreter der Stadt Nordhausen, sondern auch die anderen im Kreistag vertretenen Parteien.

FDP-Kreisvorsitzender Claus Peter Roßberg zeigte sich rückblickend auf der Jahr 2004 erfreut, daß die FDP den Einzug in die wichtigsten kommunalen Gremien geschafft habe. Dieses Wählervotum habe letztlich den Ausschlag gegeben, ein neues Büro aufzumachen. Hier soll natürlich das Parteileben stattfinden, hier soll es künftig Fraktionssitzungen geben, hier soll aber auch der interessierte Bürger Ansprechpartner finden.

In seiner Ansprache ging Roßberg auf die derzeitige finanzielle Situation der Kommunen und Landkreise ein und mahnte notwendige Strukturveränderungen an. Das solle man nicht immer negativ sehen, sondern Strukturgestaltung durchaus auch positive Aspekte mit sich bringen. Er und seine liiberalen Parteifreunde freuen sich auf die Mitgestaltung. Letztlich gehe es bei allen notwendigen Veränderungen und finanziellen Einschnitten immer darum, vor allem den Abwärtstrend bei der Bevölkerugsentwicklung zu bremsen.

Roßberg sprach sich klar gegen zwei hauptamtliche Beigeordnete der Kreisverwaltung aus, machte aber auch deutlich, daß die Sparvorschläge, die der erste Kreisbeigeordnete Matthais Jendricke (SPD) in der nnz geäußert hatte, diskutierenswert seien. Letztlich müßten sich die Bürger auf eine stärkere Belastung einstellen.

Was sich aus Sicht der FDP im Landkreis Nordhausen verändern müßte, das wußte deren Kreisvorsitzender auch zu berichten. Der Streit zwischen der Stadt und dem Landkreis Nordhausen müßte beendet werden. Diesem frommen Wunsch fügte Claus Peter Roßberg hinzu, daß die Wirtschaftsförderung auf den Prüfstand gehöre, wenn nötig, dann müsse auch das EC-BIC geschlossen werden.

„Die Region hat viel zu bieten“, meinte der FDP-Frontmann abschließend. Man könnte fast meinen: jetzt auch die FDP mit einer kleinen aber feinen neuen Geschäftsstelle. Was die Liberalen an diesem Nachmittag jedoch vergessen hatten: ein Plädoyer für das Industriegebiet in der Goldenen Aue, denn letztlich ist ja die Schaffung von Arbeitsplätze das urliberale Wirtschaftsthema.

Und fast obligatorisch ergänzte der Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion, Klaus-Dieter Drick, diese Räumlichkeiten schließlich auch ein „Zeichen politischer Kultur“ seien. Das möge künftig für die fragenden Bürger ebenso gelten, wie für das vertrauliche Miteinander von FDP. PDS, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen heute bei Sekt, Orangensaft und kleinen Häppchen.
Autor: nnz

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