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Do, 14:21 Uhr
20.01.2005

Ärger im Landratsamt

Nordhausen (nnz). Die Fertigstellung der Südharzautobahn A 38 ist kein fernes Ziel mehr. Bis zum Jahresende werden rund 27 neue Autobahnkilometer freigegeben. Doch bei den Bundesstraßen gibt es immer noch Probleme.


Neidvoll blickt der 1. Beigeordnete des Landkreises Nordhausen, Matthias Jendricke (SPD), allerdings auf die anderen Regionen, wo nicht nur an der Autobahn gebaut wurde, sondern auch die umliegenden Bundesstraßen optimal durch Neubautrassen an die A 38 angebunden wurden. Im Landkreis Eichsfeld ist die Stadt Leinefelde sogar mit einem vierspurigen Autobahnzubringer versehen. Neue Autobahnzubringer wurden ebenso in Heiligenstadt, Dingelstädt, Sangerhausen, Querfurt und Eisleben gebaut.

„Nur den Landkreis Nordhausen hat man wieder einmal vergessen, wenn man vom Bau der neuen Anbindung bei Bleicherode absieht“, erklärte Jendricke zu dieser Ungleichbehandlung. Weder für die Anbindung der B 4 über die Sundhäuser Berge, noch für die Anbindung der neuen B 243 hat das Land Thüringen bis heute die notwendigen Planungsvoraussetzungen getroffen. Der für den Bau notwendige Planfeststellungsbeschluss der B 243 wird seit drei Jahren versprochen, allerdings bis heute ohne Ergebnis.

Auch ein erneuter Anruf Anfang diesen Jahres im Thüringer Verkehrsministerium brachte Ernüchterung. Laut Auskunft der dortigen Mitarbeiter seien zwar alle Unterlagen vorhanden, allerdings sei die B 243 aus Landessicht nicht dringend und werde daher nicht vorrangig bearbeitet. Jendricke hat daher mit dem Thüringer Wirtschaftminister Jürgen Reinholz (CDU) gesprochen, damit dieser auf das Verkehrsministerium einwirkt. „Jürgen Reinholz hat inzwischen mit seinem Kollegen Andreas Trautvetter (CDU) gesprochen, und so soll jetzt der Planbeschluss bis zum Sommer 2005 erfolgen“, meinte Jendricke zu den Gesprächen der letzten Woche.

Laut dem beschlossenen Bundesverkehrswegeplan ist der erste Abschnitt der B 243 eines der 10 wichtigsten Bundesstraßenprojekte, deren Bau vorrangig zu realisieren sind und deren Finanzierung ebenfalls als gesichert gilt. Die B 243n soll in diesem drei Kilometer langen Abschnitt vierspurig gebaut werden und von der A 38, an Großwechsungen vorbei, zur alten B 243 führen. Somit würden die Orte Hesserode und Kleinwechsungen endlich vom Durchgangsverkehr befreit und die Fahrzeit in Richtung Westen erheblich verkürzt. Den vierspurigen Weiterbau dieser Strecke plant man zur Zeit auch in Niedersachsen, dort soll dann das nächste neun Kilometer lange Teilstück von Barbis bis zum Abzweig nach Bad Sachsa erfolgen.
Autor: nnz

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