Di, 09:19 Uhr
04.09.2001
nnz-Forum: BI will Konzept vorlegen
Nordhausen (nnz). Die neue Bürgerinitiative PRO Nordhausen wirft die Frage Städtisches Kulturgut - contra Landesgartenschau? auf. Mehr dazu im nnz-Forum.
Wenn durch Katastrophen identitätsstiftende Zeitzeugen vernichtet wurden, hielten diese Verletzungen über Generationen an. Ganz bedenklich ist jedoch, wenn aus Gedankenlosigkeit in normalen Zeiten eigene Bestände der Kulturlandschaft reduziert bzw. deren Rückbau als rückständig gewertet werden. Dem entgegenzuwirken wurde kürzlich die Bürgerinitiative PRO Nordhausen ins Leben gerufen.
Unserer Zukunft und ihren gestalterischen Ausdrucksformen entgegenstrebend, sind wir doch gleichermaßen fasziniert davon unser Herkommen zu ergründen, Städtebau aus seinem historischen Bedingtheiten zu begreifen. Besonders die Eigenheiten einer Stadt bieten dazu Möglichkeiten, weil ihre Realisierung vielfältige Prozesse voraussetzt, auf deren Struktur wir über den Entwicklungsprozess zurückschließen können. Auf diese Weise sind wir in der Lage, allgemeine gesellschaftsgeschichtliche Erkenntnisse lokal zu präzisieren und unser Geschichtsbild zu bereichern. Gleichzeitig wird so eine engere Bindung zur stadtgeschichtlichen Bauwerken hergestellt um sie schließlich selbstbewusst benutzend späteren Generationen zuzuführen.
Ein besonderes für Nordhäuser Verhältnisse reiches Untersuchungsfeld befindet sich zu großen Teilen noch verborgen oder unbeachtet im Bereich des Peters- und Frauenberges. Durch die tiefgreifenden Umstrukturierungen im Zusammenwirken mit den Gestaltungsplänen zur LGS 2004 könnte dort die einmalige Chance genutzt werden derartige verborgene städtische Strukturen der Vergangenheit herauszuholen und wieder aufgreifend in die Planungskonzepte einfließen zu lassen.
Noch ist vieles möglich, die Bürgerinitiative PRO Nordhausen wird den Stadträten ein entsprechendes Punkteprogramm unterbreiten. Die Zukunft wird zeigen, wie aufgeschlossen man unseren Überlegungen gegenüber eingestellt ist und ob wir Erfolg haben werden. Viele Anregungen aus der Bevölkerung sind bei uns bereits eingegangen. Wir hoffen weiter auf Unterstützung der Nordhäuser Bevölkerung und der Bewohner des Landkreises, auf das ein bürgernahes Planungskonzept entstehen möge, ganz im Sinne unserer Vaterstadt. Verloren geglaubtes kann auch Zukunft sein, es ist eine Frage der Interpretation, es ist eine Generationsbetrachtung.
Bürgerinitiative PRO Nordhausen
Autor: nnzWenn durch Katastrophen identitätsstiftende Zeitzeugen vernichtet wurden, hielten diese Verletzungen über Generationen an. Ganz bedenklich ist jedoch, wenn aus Gedankenlosigkeit in normalen Zeiten eigene Bestände der Kulturlandschaft reduziert bzw. deren Rückbau als rückständig gewertet werden. Dem entgegenzuwirken wurde kürzlich die Bürgerinitiative PRO Nordhausen ins Leben gerufen.
Unserer Zukunft und ihren gestalterischen Ausdrucksformen entgegenstrebend, sind wir doch gleichermaßen fasziniert davon unser Herkommen zu ergründen, Städtebau aus seinem historischen Bedingtheiten zu begreifen. Besonders die Eigenheiten einer Stadt bieten dazu Möglichkeiten, weil ihre Realisierung vielfältige Prozesse voraussetzt, auf deren Struktur wir über den Entwicklungsprozess zurückschließen können. Auf diese Weise sind wir in der Lage, allgemeine gesellschaftsgeschichtliche Erkenntnisse lokal zu präzisieren und unser Geschichtsbild zu bereichern. Gleichzeitig wird so eine engere Bindung zur stadtgeschichtlichen Bauwerken hergestellt um sie schließlich selbstbewusst benutzend späteren Generationen zuzuführen.
Ein besonderes für Nordhäuser Verhältnisse reiches Untersuchungsfeld befindet sich zu großen Teilen noch verborgen oder unbeachtet im Bereich des Peters- und Frauenberges. Durch die tiefgreifenden Umstrukturierungen im Zusammenwirken mit den Gestaltungsplänen zur LGS 2004 könnte dort die einmalige Chance genutzt werden derartige verborgene städtische Strukturen der Vergangenheit herauszuholen und wieder aufgreifend in die Planungskonzepte einfließen zu lassen.
Noch ist vieles möglich, die Bürgerinitiative PRO Nordhausen wird den Stadträten ein entsprechendes Punkteprogramm unterbreiten. Die Zukunft wird zeigen, wie aufgeschlossen man unseren Überlegungen gegenüber eingestellt ist und ob wir Erfolg haben werden. Viele Anregungen aus der Bevölkerung sind bei uns bereits eingegangen. Wir hoffen weiter auf Unterstützung der Nordhäuser Bevölkerung und der Bewohner des Landkreises, auf das ein bürgernahes Planungskonzept entstehen möge, ganz im Sinne unserer Vaterstadt. Verloren geglaubtes kann auch Zukunft sein, es ist eine Frage der Interpretation, es ist eine Generationsbetrachtung.
Bürgerinitiative PRO Nordhausen
Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht zwingend mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor. |
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Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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