Di, 09:49 Uhr
18.01.2005
nnz-Interview: Image entwickeln
nnz-Interview: Image entwickeln (Foto: nnz)
Nordhausen (nnz). Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Wacker 90 wird 100 Jahre alt und mittendrin in den Vorbereitungen steckt Arndt Forberger. Der frühere Spieler von Motor Nordhausen ist heute Spielertrainer des Traditionsteams und Ehrenratssprecher des FSV Wacker 90 Nordhausen. nnz unterhielt sich mit ihm. Als ehemaliger Spieler der 70er Jahre organisiert Arndt Forberger heute die Auftritte der früheren Publikumslieblinge des Nordhäuser Fußballs. Im Jubiläumsjahr des Vereins wollen die Oldies den Zuschauern einige herausragende Events bieten.
nnz: Herr Forberger, zunächst die Frage nach Ihrer Gesundheit.
Forberger: Zum Ende des alten Jahr ereilte mich noch eine tückische Krankheit, aber jetzt bin ich auf dem Wege zu 100%-iger Genesung.
nnz: Wacker blickt in diesem Jahr auf 100 Jahre Vereinsgeschichte zurück. Spornt das auch die Oldies an?
Forberger: Ja, natürlich. Nachdem wir uns seit 2003 wieder intensiver treffen und gemeinsam spielen, wollen wir in diesem Jahr für einige besondere sportliche Höhepunkte sorgen.
nnz: Was treibt die Oldies-Mannschaft an?
Forberger: Neben unserem Bemühen um die eigene Gesunderhaltung möchten wir zur positiven Imageentwicklung des Vereins beitragen. Viele ehemalige Zuschauer kennen noch die Spielernamen aus erfolgreichen Nordhäuser Fußballzeiten. Bis Mitte der 90er Jahre war Wacker ein guter Imageträger für die Stadt und das soll der Verein mit unserer Unterstützung auch wieder werden.
nnz: Welche Ereignisse erwarten uns konkret?
Forberger: Neben zahlreichen Werbespielen in der Region werden wir in Nordhausen Spiele mit hochkarätigen Traditionsteams bestreiten, das beginnt schon am 5. Februar mit dem Hallenturnier in der Wiedigsburghalle.
nnz: Budenzauber mit Altrepräsentativen. Auf wen dürfen sich die Nordhäuser freuen?
Forberger: Spitzenclubs mit europaweit bekannten Spielernamen sind zu Gast zum ersten Autohaus-Peter-Cup. Der 1. FC Lok Leipzig mit der Mannschaft, die 1987 im Europacup-Endspiel in Athen nur knapp gegen Ajax Amsterdam unterlag. Der HFC Chemie kommt mit dem legendären langjährigen Nationalmannschaftskapitän Bernd Bransch und weiteren bekannten Fußballern. Rot-Weiß Erfurt schickt ein Team um den Ex-Internationalen Jürgen Heun ins Rennen, unsere sportlichen Rivalen aus Sondershausen werden mit Leuten wie Harnack, den Brüdern Bertram, Prosselt und Demmer erwartet und schließlich tritt die Traditionsmannschaft des Bundesligisten SC Freiburg gegen uns an. Hier gibt es unter anderem ein Wiedersehen mit dem Nordhäuser Eigengewächs Marco Weißhaupt.
nnz: Und im Albert-Kuntz-Sportpark?
Forberger: Da freuen wir uns auf den FC Olympia am 4. Juni.
nnz: Wer verbirgt sich hinter diesem Namen?
Forberger: Eine Auswahl von Olympiamedaillengewinnern vergangener Sommer- und Winterspiele aus beiden deutschen Staaten, die vom 1972er Speerwurf-Olympiasieger Klaus Wolfermann zusammengestellt wird. So viele Olympiasieger auf einmal hat Nordhausen noch nie zuvor gesehen. Neben dem Fußballspiel als Vorspiel zum Punktekampf der 1. Männermannschaft bereiten wir noch ein anspruchsvolles Rahmenprogramm vor.
nnz: Gibt es weitere Highlights?
Forberger: Anfang September empfangen wir im AKS die Traditionsmannschaft eines Bundesligisten mit einer Reihe von Altstars. Auch dieses Spiel soll samstags als Vorspiel für ein – dann hoffentlich Landesliga- Punktspiel stattfinden. Da möchte ich aber gerne die Spannung erhalten und noch keine Namen nennen.
nnz: Wie beurteilen Sie die Zukunftschancen für den FSV Wacker?
Forberger: Ich denke, dass der Verein auf einem guten Weg ist. Der Vorstand ist sehr aktiv, hervorzuheben ist die gute Nachwuchsarbeit. Das Jubiläumsjahr stellt insgesamt eine gute Präsentationsmöglichkeit dar und bietet neue Möglichkeiten Medieninteresse, das wirtschaftliche Umfeld und kommunalpolitische Aspekte zusammenzuführen, um bald wieder mit einer starken Marke Wacker Nordhausen auftreten zu können. Sport ist wichtig, gerade in unserer heutigen Zeit und Wacker Nordhausen und seine treuen Fans gehören mittelfristig in die Oberliga. Für dieses Ziel arbeiten alle im Verein und wir Veteranen wollen gerne unseren Beitrag leisten.
nnz: Herr Forberger, vielen Dank für das Gespräch.


