So, 19:31 Uhr
16.01.2005
Weniger Resonanz
Nordhausen (nnz). Die Hallenturniere, die von der Webeagentur Topsport in Sömmerda organisiert werden, die haben an Anziehungskraft verloren. Bei der 7. Auflage des Neujahrsturniers in Nordhausen wollten nur noch rund 600 Zuschauer den Fußball in der Wiedigsburghalle live erleben. Die nnz war für Sie dabei.
Weniger Resonanz (Foto: nnz)
Am Ende des Turniers hatten die Gäste aus Pardubice den Pokal in der Hand. Für die heimische Mannschaft von Wacker Nordhausen war der Hallenauftritt bereits in der Vorrunde vorzeitig beendet. Das Nordhäuser Team konnte kein Spiel gewinnen, die Gäste hatten das Sagen. Am Ende hatten die Gäste aus Deutschland und Tschechien die fußballerische Nase vorn. Gegen Union Berlin gewann Pardibuce im Finale im Neun-Meter-Schießen.
Von besonderem Interesse war für die Zuschauer dann auch ein ungewöhnliches Spiel. Eine Mannschaft des Thüringer Landtags tat gegen das Betriebsteam der Nordbrand Nordhausen GmbH an. Das Ergebnis war denn auch zweitrangig, Mitmachen war angesagt. Vor allem Thüringens Sozialminister Dr. Klaus Zeh (CDU) geriet ab und zu in Bedrängnis. Das Ergebnis haben wir trotzdem: Mit 6:5 gewannen die Nordhäuser.
Was dem Turnier fehlte, das war schlicht und ergreifend das Publikum. Waren vor Jahren noch rund 1000 davon auszumachen, so verliefen sich heute mal knapp 600 auf den Tribünen der Wiedigsburghalle. Hier besteht also intensiver Bedarf eines Nachdenkens.
Nachdenken über die Art und Weise dieses Turniers. Vielleicht sollte das alles etwas regionaler angelegt werden? Vielleicht müssen dann auch Sponsoren nicht mehr dafür aufkommen, dass mehrere Tausend Euro für eine zusätzliche Beleuchtung für eine mdr-Übertragung hingeblättert werden müssen, die wir als GEZ-Zahler alle finanzieren. Mannschaften aus Sangerhausen, Walkenried, Salza oder Nordhausen machen vielleicht einen noch größeren Reiz aus. Wer kennt heute – außer den Vereinsnamen - schon Spieler aus Berlin, Magdeburg oder Jena?
Am 5. Februar wird in der Wiedigsburghalle wieder Fußball gespielt. Das Oldie-Turnier um den Pokal des Autohauses Peter lockt dann vielleicht mehr Fans unters Hallendach. Und schließlich steht dann auch dieses Turnier unter einen ganz besonderen Dach: 100 Jahre Wacker Nordhausen.
Autor: nnz
Weniger Resonanz (Foto: nnz)
Am Ende des Turniers hatten die Gäste aus Pardubice den Pokal in der Hand. Für die heimische Mannschaft von Wacker Nordhausen war der Hallenauftritt bereits in der Vorrunde vorzeitig beendet. Das Nordhäuser Team konnte kein Spiel gewinnen, die Gäste hatten das Sagen. Am Ende hatten die Gäste aus Deutschland und Tschechien die fußballerische Nase vorn. Gegen Union Berlin gewann Pardibuce im Finale im Neun-Meter-Schießen.Von besonderem Interesse war für die Zuschauer dann auch ein ungewöhnliches Spiel. Eine Mannschaft des Thüringer Landtags tat gegen das Betriebsteam der Nordbrand Nordhausen GmbH an. Das Ergebnis war denn auch zweitrangig, Mitmachen war angesagt. Vor allem Thüringens Sozialminister Dr. Klaus Zeh (CDU) geriet ab und zu in Bedrängnis. Das Ergebnis haben wir trotzdem: Mit 6:5 gewannen die Nordhäuser.
Was dem Turnier fehlte, das war schlicht und ergreifend das Publikum. Waren vor Jahren noch rund 1000 davon auszumachen, so verliefen sich heute mal knapp 600 auf den Tribünen der Wiedigsburghalle. Hier besteht also intensiver Bedarf eines Nachdenkens.
Nachdenken über die Art und Weise dieses Turniers. Vielleicht sollte das alles etwas regionaler angelegt werden? Vielleicht müssen dann auch Sponsoren nicht mehr dafür aufkommen, dass mehrere Tausend Euro für eine zusätzliche Beleuchtung für eine mdr-Übertragung hingeblättert werden müssen, die wir als GEZ-Zahler alle finanzieren. Mannschaften aus Sangerhausen, Walkenried, Salza oder Nordhausen machen vielleicht einen noch größeren Reiz aus. Wer kennt heute – außer den Vereinsnamen - schon Spieler aus Berlin, Magdeburg oder Jena?
Am 5. Februar wird in der Wiedigsburghalle wieder Fußball gespielt. Das Oldie-Turnier um den Pokal des Autohauses Peter lockt dann vielleicht mehr Fans unters Hallendach. Und schließlich steht dann auch dieses Turnier unter einen ganz besonderen Dach: 100 Jahre Wacker Nordhausen.

