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Sa, 16:07 Uhr
15.01.2005

Kurz & knapp am Wochenende (1)

Nordhausen (nnz). Die nnz-Redaktion hat die wichtigsten Meldungen aus Thüringen und Deutschland auch an diesem Wochenende für Sie zusammengestellt. Mit einem Klick wissen Sie was gelaufen ist.


Viel zu tun
Durchschnittlich sieben Mal am Tag müssen Polizisten in Thüringen bei Gewalt in der Familie eingreifen. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Landtagsanfrage hervor. Demnach wurden die Beamten in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres 1229 Mal gerufen. In 1031 Fällen seien Frauen die Opfer gewesen, 63 Mal waren es Kinder und in 181 Fällen auch Männer. 187 mutmaßliche Gewalttäter seien vorübergehend aus der Wohnung verwiesen worden.


Gut im Trend
Mitfahrzentralen in Deutschland rechnen wegen der anhaltend hohen Preise für Sprit und den öffentlichen Nahverkehr mit einem weiter wachsenden Interesse an Fahrgemeinschaften. „Die Leute werden sich wegen der steigenden Lebenshaltungskosten nach Alternativen umsehen“, sagte Martin Buske von der Mitfahrzentrale. Wie eine dpa-Umfrage ergab, übersteigt in Thüringen aber bisher noch die Zahl der im Internet angebotenen Mitfahrgelegenheiten die der gesuchten um ein Vielfaches.


Solo für Vincent
In einer Oper für einen einzigen Sänger zeigt das Landestheater Eisenach heute das Leben des Malers Vincent van Gogh. Begleitet von einem Kammerensemble der Landeskapelle Eisenach werde der Sänger Hans Gröning dem Künstler Stimme und Gestalt geben, kündigte das Theater an. Die Texte stammen aus Briefen van Goghs an seinen Bruder Theo. Die Musik von Grigori Fried für Streicher, Klarinette, Klavier und Schlagzeug gebe dem Abend seinen besonderen Reiz. Regie führt Dieter Reuscher.


Abenteuer pur
Mit Lagerfeuerromantik und dem Bau von Waldhütten starten heute Naturfreunde zu einer Abenteuerwoche im Thüringer Wald. Der Kurs ermögliche den Teilnehmern Selbst- und Naturerfahrungen sowie Kenntnisse des Überlebens in der Wildnis, teilte der Verein „Erleben und Lernen durch Abenteuer in der Natur“ in Cursdorf im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt mit. Nach einem Tag an der frischen Luft können sich die Teilnehmer in der dampfend-heißen Zeltsauna aufwärmen.


Festhalten am Wachstum
Die Bundesregierung hält entgegen niedrigeren Erwartungen von Wirtschaftsforschern an ihrer Wachstumsprognose für 2005 fest. Wie die „Welt am Sonntag” unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, gehe der Jahreswirtschaftsbericht weiterhin von einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 1,5 bis 2 Prozent aus Berufung auf Regierungskreise. Ein Ministeriumssprecher verwies darauf, dass der Bericht erst am 26. Januar vorgestellt werde. Derzeit werde an der Prognose für 2005 gearbeitet.


Kritik zurückgewiesen
Nach erneuter Kritik an der Arbeit der Ermittler in den Mordfällen Levke und Felix hat die Sonderkommission die Vorwürfe zurückgewiesen. „Bei aller Tragik, wir konnten nicht anders ermitteln”, sagte ein Sprecher. Er reagierte damit auf einen Bericht des „Focus”, wonach Ermittlungspannen eine rasche Festnahme des mutmaßlichen Mörders verhindert hätten. Hoffmann hatte bei der Festnahme gestanden, die achtjährige Levke aus Cuxhaven verschleppt und getötet zu haben. Später räumte er auch die Tötung von Felix ein.


Erste Spuren
Im Mordfall Rudolph Moshammer sucht die Polizei in München nach einem jungen Mann. Der extravagante Modeschöpfer sei kurz vor seinem Tod in dessen Begleitung gesehen worden, bestätigte die Polizei einen Bericht der „Süddeutschen Zeitung”. Ein Zeuge habe die beiden in Moshammers schwarzem Rolls Royce sitzen sehen. Der Mann habe eine Wollmütze getragen, die er tief ins Gesicht gezogen hatte. Der Modeschöpfer war in der Nacht zum Freitag in seinem Haus im Nobelvorort Grünwald mit einem Kabel erdrosselt worden.


Front gegen Neonazis
Mit einer Menschenkette vor dem Dom und einer Demonstration durch die Stadt haben in Magdeburg über 1000 Menschen gegen einen Aufmarsch von Neonazis protestiert. Das Magdeburger „Bündnis gegen Rechts” hatte zu mehreren Aktionen aufgerufen. Anlass für den Aufmarsch der rechten Gruppen war der 60. Jahrestag der Zerstörung Magdeburgs im Zweiten Weltkrieg. Rund 700 Neonazis beteiligten sich nach einer Kundgebung auf dem Domplatz an dem Marsch. Ein Großaufgebot der Polizei war vor Ort.


Signale haben umgehauen
Die europäische „Huygens”-Mission zum Saturnmond Titan hat fantastische Daten geliefert. „Die ersten Ergebnisse haben mich umgehauen”, sagte ESA-Wissenschaftsdirektor David Southwood bei der Präsentation in der Raumfahrtkontrollstation ESOC in Darmstadt. Die Daten bestätigten die Annahmen der Wissenschaftler, dass die Oberfläche des Titan aus Methan-Seen und -flüssen und Brocken aus Wassereis besteht. Auf dem Trabanten, auf dem eine Temperatur von minus 180 Grad herrsche, befänden sich auch organische Verbindungen.


Erstürmung gewürdigt
Kulturstaatsministerin Christina Weiss hat die Erstürmung der Berliner Stasi-Zentrale vor 15 Jahren als mutigen und gelungenen Bürgeraufstand gewürdigt. Das Gedenken daran sei eine Verbeugung vor denjenigen, die die Stasi-Archive vor der Vernichtung gerettet hätten. Das sagte Weiss bei einem Rundgang durch das frühere Ministerium für Staatssicherheit im Stadtteil Lichtenberg. Mit einem Tag der offenen Tür wird dort an die Erstürmung der Stasi-Zentrale am 15. Januar 1990 erinnert.
Autor: nnz

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