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Mi, 11:24 Uhr
12.01.2005

Mann oder Frau?

Nordhausen (nnz). Morgen soll die CDU-Fraktion im Nordhäuser Stadtrat einen neuen Chef bekommen. Oder wird es vielleicht eine Chefin?


Es waren bislang immer Männer, die das Wort in der christdemokratischen Fraktion im Nordhäuser Stadtrat führten. Martin Höfer, Norbert Klodt oder Thomas Pape. Nach dem Weggang von Pape ist der Vorsitz der zahlenmäßig stärksten Fraktion vakant geworden. Fest steht bislang, daß zum Beispiel Michael Rheinländer, der einstige Shooting-Star der Christdemokratie in der Rolandstadt auf diesen Posten verzichten wird. Rheinländer müsse erst einmal sein privates Leben in Ordnung bringen, heißt es in Stadtratskreisen.

Auch die Ambitionen von Christine Wagner auf den Chefposten haben sich wohl erledigt. Aus CDU-Kreisen wurde verlautbart, daß ein solches Amt das Spannungsverhältnis zwischen ihrem politischen Engagement in der Stadt und ihrem beruflichen Platz in der Kreisverwaltung zu derb strapazieren würde. Erste Knackpunkte soll es bereits gegeben haben – im Landratsamt.

Nach Informationen der nnz wurde von einigen Faktionären der CDU Tilly Pape ins Gespräch gebracht. Die aber lehnte dankend ab, nicht nur weil sie kein Parteibuch ihr Eigen nennt, sie will eher ihre fachlichen Qualitäten weiter einbringen. Kein Wort zu einer Kanidatur sagte heute auch Norbert Klodt. Und dennoch wird Klodt innerhalb der Fraktion hoch gehandelt. Der Katholik ist auch für den evangelischen Fraktionsflügel vermittelbar, er ist vermutlich auch der einzige, mit dem die Protestanten mitgehen könnten. Klodt selbst hat jahrelange Erfahrung in der kommunalpolitischen Arbeit. Er gehört dem Stadtrat nicht nur seit 1990 an, er hatte selbst einmal das Steuer der Fraktion in der Hand. Das war in den Jahren 1993 und 1994 – nach dem Abtritt von Martin Höfer aus der damaligen Fraktion.

Obwohl es nur eine CDU auch in Nordhausen gibt, sind die Differenzen zwischen „Katholen“ und „Evangelen“ auch in der Stadtpolitik deutlich spürbar. Vor allem dann, wenn es die Besetzung von Positionen geht. Und Norbert Klodt trauen selbst die protestantischen Hardliner die größte Fähigkeit zur partei-politischen Ökumene zu.
Autor: nnz

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